Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Abgehoben
25. November 2012 09:45; Akt: 25.11.2012 09:46 Print
Politiker setzen auf VIP-Flüge
Der Bundesrat jettet in der Regierungsmaschine um die Welt und der neue Ständeratspräsident Filippo Lombardi lässt seine Gäste von einer Airline nach Hause bringen. Die Schweizer Politiker sind im Flugfieber.

Der Bundesratjet der Schweizer Luftwaffe bringt die Bundesräte an ihre Termine auf der ganzen Welt. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)
Die Schweizer Politiker heben ab – wortwörtlich. Die Bundesräte griffen letztes Jahr vermehrt auf kostspielige Flugreisen im Bundesratsjet oder im Helikopter zurück. Nahmen die Regierungsmitglieder den bundeseigenen Lufttransportdienst 2010 noch 524 Stunden in Anspruch, waren es vergangenes Jahr schon 571 Stunden.
Die meiste Zeit verbrachte die inzwischen zurückgetretene Aussenministerin Micheline Calmy-Rey gemäss der Zeitung «Der Sonntag» über den Wolken – 188 Stunden jettete sie im Bundesratsjet oder –helikopter um den Globus. Ihr Nachfolger Didier Burkhalter nutzte diese Möglichkeit zurückhaltender: Er senkte die Flugreisen im ersten Halbjahr massiv. Statt auf Auslandreisen konzentrierte sich der neue Aussenminister laut einem Sprecher «auf die Führung der Dossiers des neuen Departements und auf die dazu notwendigen Kontakte.» Inzwischen kam Burkhalter aber ebenfalls bereits auf 76 Flugstunden. Nummer zwei unter den Vielfliegern in der Regierung belegt Umweltministerin Doris Leuthard.
Auch die Parlamentarier mögens bisweilen luxuriös. Der CVP-Politiker Filippo Lombardi
Filippo
Lombardi
CVP, TI
StänderatVerbunden mit
Mediapulse Stiftung, Bern
weitere Verbindungen anzeigen feiert am kommenden Mittwochabend im Tessin seine Wahl zum Ständeratspräsidenten. Dabei ist ihm für seine hochkarätigen Gäste nur das Beste gut genug: Die Rückreise nach Bern werden die geladenen Gäste nicht per Auto oder Zug antreten, sondern per Extraflug.
Von Lugano-Agno nach Bern-Belp
Lombardi hat ein Flugzeug der Airline Darwin gemietet, das seine Ehrengäste – darunter Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Vorgänger Hans Altherr
Hans
Altherr
FDP-Liberale, AR
StänderatVerbunden mit
WEISS AG, Walzenhausen
weitere Verbindungen anzeigen oder CVP-Präsident Christophe Darbellay
Christophe
Darbellay
CVP, VS
NationalratVerbunden mit
Robert Gilliard SA, Sion
weitere Verbindungen anzeigen – schnell und bequem in die Bundesstadt zurückbringen wird.
Die ganze Wahlfeier kostet laut dem «Sonntagblick» rund 90'000 Franken – den Flug berappt der Kanton Tessin. Dies kommt nicht überall gut an. SVP-Ständerat This Jenny
This
Jenny
SVP, GL
StänderatVerbunden mit
Toneatti AG, Bilten
weitere Verbindungen anzeigen stänkert: «Fragwürdig ist das auf Kosten der Steuerzahler schon. Ich hätte den Zug nehmen können.»
Für Lombardi kommt dies aber nicht infrage. Er hat dem Kanton Tessin gemäss den Berichten angeboten, die exklusive Rückreise selbst zu bezahlen oder Sponsoren zu suchen – die Regierung habe aber abgelehnt. Eine grosse Bestätigung für Lombardi, denn: «Das Fest ist auch Ausdruck der Dankbarkeit meiner politischen Arbeit», ist der CVP-Politiker überzeugt. Er habe dem Kanton bislang wahrscheinlich bereits mehr als 200 Millionen Franken eingebracht.
(jbu)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 114 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt


















Ich finde das toll
da werden die Steuern die ich in den letzten 3 Jahren erwirtschaftet habe fuer die hin und rueckreise von Personen die ich mag noch kenne gebraucht. eine unglaubliche Motivation ueberkommt mich, wenn ich so was lesen muss...
Wo ist da das Problem?
Das ist auch ein Staat und nicht irgendwas. Wenn man auf die ander seite der Welt schaut gibt's Länder die haben ja nicht mal was zum Trinken und die Staatoberhaupte Fliegen mit allem mögliche durch die Welt. Völlig Korrekt!
Beschämend
Wahlfeier für 90'000 Franken!!!! Das ist doch eine absolutes und massloses Rauswerfen des Geldes. Warum muss für solch eine sinnlose Feier, soviel Geld bezahlt werden. Sie haben noch nichts geleistet, ausser gewählt zu werden!!!! Ein weiteres Beispiel für sinnlose Verschwendung von Steuergelder, durch Politiker, die durch ihre Abwesenheit glänzen!!!!!!!!!Traurig
Beschämend
Genau meine Meinung!