Zunehmende Gewalt

21. November 2012 23:23; Akt: 22.11.2012 10:02 Print

Polizisten wollen sich und Familie besser schützen

von Daniela Gigor - Brutale Gewalt gegen Polizisten nimmt zu. Neu ist, dass auch deren Angehörige bedroht werden.

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Polizisten auf dem Landsgemeindeplatz in Zug. (Bild: ZVG)

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«Die Leute kommen heutzutage mit zerbrochenen Bierflaschen, Veloketten oder Messern auf uns los», sagt Christian Keller, Polizist und Vorstandsmitglied des Verbands Zuger Polizei. Das Gewalt-Repertoire werde noch ergänzt durch Ohrfeigen, treten, beissen, kratzen und spucken. Neuerdings beschränkt sich die Gewalt aber nicht nur auf Polizisten, sondern auch auf deren Angehörige – zumindest verbal: «Mir wurde auch schon gesagt: ‹Wenn ich dich mit einer Familie sehe, schauen wir dann weiter›», so Keller. Weil er im Alltagsdienst in Uniform ein Namensschild tragen muss, hat er als Vorsichtsmassnahme bei den Ämtern die Daten gesperrt, die seine Privatadresse verraten könnten. Um Polizisten zu schützen, verlangt Keller die Abschaffung der Namensschilder.

Auch Max Hofmann, Generalsekretär des Verbands Schweizerischer Polizei-Beamter, sagt: «Der Persönlichkeitsschutz sollte besonders für die Strafverfolgungsbehörden gelten.» Auch er beobachtet eine massive Zunahme der Gewalt gegenüber Polizisten. 2011 gab es über 2300 Vorfälle. Laut Hofmann komme es vor, dass Polizisten privat erkannt und angepöbelt würden. «In Basel wurde ein Polizist zusammengeschlagen, als er mit seiner Freundin unterwegs war.» Hofmann verlangt vom Gesetzgeber, dass für diese Täter kurze Haftstrafen wieder eingeführt werden sollen, der Gesetzesartikel betreffend Gewalt und Drohung gegen Beamte verschärft werde und bei Wiederholungstätern das Strafmass verdoppelt würde.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B. Kerzenmacher am 22.11.2012 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut...

    nötig! Aber auch normale arbeitende Bürger sollten umfassend geschützt werden vor gewalttätigen Verleumdungs, Drohungs und Gewaltstraftätern. Insbesondere im Kt. TG ist die Situation für Straftatenopfer sehr gefährlich, da Straftatenopfer im Kt. TG von Gewaltstraftätern ungehindert angegriffen und verletzt werden können. Gerade im Kt. TG scheint es momentan zu wimmeln an schwer kriminellen Gewaltstraftätern.

  • Stefan Luob am 22.11.2012 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Polizist verdient Respekt und Ehre

    Ein Polizist verdient Respekt und Ehre denn er ist für uns und unsere Sicherheit da. Er hilft in kritischen Situationen und steht mit Rat und Tat für die Gerechtikeit und das Recht ein. Ein uniformierter Staatsbediensteter, welcher nur zum Eintreiben von Bussen und zur Abzocke der Bürgerinnen und Bürger herumläuft, ist kein Polizist. Im Aargau werden nicht einmal mehr 10% der Einbrüche aufgeklärt. Das Problem ist aber nicht der einzelne Polizist, sonder die Staatsanwaltschaft, die Richter und die Politik !!!

  • Sven E. am 22.11.2012 02:19 Report Diesen Beitrag melden

    Auto und Handy

    Die bisschen Bussen und kurze Haftstrafen schrecken diese Klientel doch schon längst nicht mehr ab. Bei Pöbeleien gegen Polizisten gehören den Tätern ihre Handys abgenommen und zugunsten der Staatskasse verkauft und bei gewaltätigen Handgreiflichkeiten ihre Autos. Wenn die Statussymbole des Proletentums in Gefahr sind, werden sie zügig handzahm.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Renato Gschwend am 22.11.2012 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Schutz für unsere Polizei

    Die Polizei benötigt selbst unbedingt mehr Schutz bei all diesen bescheuerten Gewalttätern. Mehr Budget, mehr Personal, bessere Schutzausrüstung gegen Stichwaffen, das wäre zeitgemäss in unserer Gesellschaft. Und das hat nichts mit Rambo-Getue zu tun, für all die permanent rebellisch pubertierenden erwachsenen Personen, die die Polizei als Exekutivgewalt des Staates nicht akzeptieren möchten, bitte wacht aus Eurer Traumtänzer-Welt auf und schaut mal nüchtern an, was die Polizei wirklich jeden Tag für unsere Gesellschaft leistet (ich meine nicht Bussen verteilen, aber auch das).

  • Sabrina am 22.11.2012 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Öffnet Polizeiwillkür Tür und Tor

    Eine Abschaffung der Namensschilder öffnet Polizeiwillkür Tür und Tor. Man muss doch ganz klar sehen, dass es die Polizisten sind, die bewaffnet und in Kampftechniken ausgebildet sind! Oft geht die Gewalt von den Polizisten aus, wie viele Fälle, die öffentlich wurden zeigen. Die Dunkelziffer ist hoch, da nur sehr wenige Fälle überhaupt zur Anzeige kommen. Der beste Schutz für Polizisten ist der, wenn sie die Personen mit denen sie zu tun haben anständig behandlen. Ein Polizist muss zu jeder Zeit erkennbar sein und für sein Handeln zur Rechenschaft gezogen werden können!

  • B. Kerzenmacher am 22.11.2012 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut...

    nötig! Aber auch normale arbeitende Bürger sollten umfassend geschützt werden vor gewalttätigen Verleumdungs, Drohungs und Gewaltstraftätern. Insbesondere im Kt. TG ist die Situation für Straftatenopfer sehr gefährlich, da Straftatenopfer im Kt. TG von Gewaltstraftätern ungehindert angegriffen und verletzt werden können. Gerade im Kt. TG scheint es momentan zu wimmeln an schwer kriminellen Gewaltstraftätern.

  • Martin Füglistaller am 22.11.2012 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Namensschilder kranke Gesellschaft

    Mal für alle Leser. Der Polizist macht nur seine arbeit. Da mit Gewalt und Respektlosigkeit zu handel ist nur hirnslos. Seine Arbeit wird vom Chef/Firma bestimmt, wie bei jedem Arbeitnehmer und er reledigt sie wie jeder. Also muss man gegen jeder der seine Arbeit macht mit Gewalt und Respektlosigkeit reagieren. Heisst gegen den Bäcker die Kioskfrau den Arzt etc. überlegt mal was ihr da schreibt. Heisst wenn Du Sanätart bist und mir eine Rechnung schreibst habe ich das Recht deine Familie zu bedrohen. Ist doch Hirnlos. Kranke Gesellschaft. Eindeutige NR. reichen.

  • hans muster am 22.11.2012 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    namenschilder sind ein absolutes muss!

    bei sämtlichen behörden inkl. militär! solche typen müssen nicht meinen, sich in der anonymität verstecken zu können und dann den rambo rauslassen. bei unzähligen polizisten habe ich schon nach name und dienstnummer gefragt, danach waren alle plötzlich ganz freundlich.

    • Jan Heiniger am 22.11.2012 10:38 Report Diesen Beitrag melden

      Grosse Klappe nichts dahinter...

      Aber natürlich..., nur das es keine Dienstnummern bei der Polizei gibt! Vermutlich haben Sie bis jetzt mit keinem einzigen Polizisten geredet, geschweige den einen Namen verlangt. Eine riesen Märchengeschichte. Apropos Anonymität: Gross verlangen dass jeder mit Namen angeschrieben ist, aber selbst einen Beitrag unter einem Pseudonym verfassen... Peinlich!

    • Mark Strahl am 22.11.2012 14:14 Report Diesen Beitrag melden

      Was tun Sie denn?

      Wie bescheuert muss man sich denn verhalten um immer wieder so mit der Polizei aneinander zu geraten bis man nach Name und (der scheinbar nicht existierenden Dienstnummer) fragen muss? Ich bin noch nie negativ mit der Polizei in Berührung gekommen... wie man in den Wald hineinruft...

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