WM 2014

11. Juli 2014 05:59; Akt: 11.07.2014 05:59 Print

Public Viewings verzeichnen Rekordzahlen

von Sarah Weissmann - Zuschauerzahlen so hoch wie nie, super Stimmung und friedliches Feiern: So lautet die Bilanz der Public-Viewing-Organisatoren in der Schweiz.

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An diesen Orten wurde an der WM 2014 in der Schweiz Fussball geschaut: Im Glatten Köbi herrschte laut dem Gründer des WM-Clubs während der ganzen Fussballweltmeisterschaft ein freundschaftliches und ungezwungenes Ambiente. Winterthur: Seit 2006 organisiert der Verein Winti-Arena ein Public Viewing auf dem Reithallen-Areal inmitten der Stadt. «Wir sind ein Privatveranstalter und bei uns ist es sehr zentral, dass sich die Leute wohl und sicher fühlen», sagt Oliver Wyss, OK-Mitglied des Vereins. Und dieses Ziel habe man auch in diesem Jahr wieder erreicht. Auf der Europaallee wurde ebenfalls in ausgelassener Stimmung gefeiert. «Wir hatten rund 120'000 Zuschauer», so Robert Rosanis von Olive Marketing. Bis auf zwei Ausnahmen hätten die Fans auch hier friedlich zusammen gefeiert. «Es wurde zweimal ein Pyro gezündet und wir haben Anzeige erstattet. So etwas ist ärgerlich und gefährlich», so Rosanis. Rolf Hiltl wählte für die Übertragung der Weltmeisterschaft 2014 die Maag-Halle in Zürich aus. Bei den Matches der Nati, den europäischen Mannschaften oder Brasilien hatten sie über 5000 Besucher. Der Club Bannfestivale hat das Grossereignis in diesem Jahr in der Waterjet-Arena in Aarwangen (BE) übertragen. Auch hier waren die Spiele der Schweizer Nationalmannschaft mit über 2000 Zuschauern am besten besucht. Absolute Topstimmung gab es auch beim Kultur- und Kongresszentrum in Luzern. Seit 2002 organisieren die Veranstalter das Public Viewing direkt neben dem Vierwaldstättersee.

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Das Fussballfieber neigt sich dem Ende zu. Nach dem historischen Sieg der Deutschen und dem langwierigen Spiel zwischen Holland und Argentinien ziehen die Organisatoren der grossen Public Viewings Bilanz: Vor allem die Spiele des Gastgebers Brasilien und die der europäischen Mannschaften haben Geld in die Kassen gespült.

«Zum sechsten Mal haben wir in diesem Jahr ein Public Viewing organisiert und wir hatten so viele Zuschauer wie noch nie», sagt Michael Vonplon, Gründer des Glatten Köbi in Zürich. Seiner Einschätzung nach habe das zum einen an den Anpfiffzeiten der Spiele und zum anderen an den interessanten Begegnungen der Mannschaften gelegen. «An den Matches der Nati waren die Besucherzahlen klar am höchsten», so Vonplon. Aber auch die anderen Spiele seien sehr gut besucht gewesen.

Zwischenfälle mit Pyros

Auf der Zürcher Europaallee wurde ebenfalls in ausgelassener Stimmung gefeiert. «Wir hatten bereits rund 120'000 Zuschauer und damit sind wir sehr zufrieden», so Robert Rosanis von Olive Marketing. Bis auf zwei Ausnahmen hätten die Fans auch hier friedlich zusammen gefeiert. «Es wurde zweimal ein Pyro gezündet und wir haben Anzeige erstattet. So etwas ist ärgerlich und gefährlich», so Rosanis.

Rolf Hiltl wählte für die Übertragung der Weltmeisterschaft 2014 die Maag-Halle in Zürich aus. Auch er ist zufrieden, doch würden die Zuschauerzahlen extremer schwanken als in den Jahren davor: «Die Uhrzeiten in der Vorrunde waren eher undankbar und wir hatten nach Mitternacht teilweise nicht so viele Zuschauer. Bei den Matches der Nati, den europäischen Mannschaften oder Brasilien hingegen hatten wir über 5000 Besucher.» Laut Hiltl sehen sich die Fans die Spiele aber auch vermehrt zu Hause an. «Als wir 2008 gestartet sind, kostete ein Plasma-Fernseher noch um die 12'ooo Franken. Heute gibt es die Fernseher schon für 2000 und so gut wie jeder hat einen im Wohnzimmer.»

Friedliche Stimmung: Das zentrale Element

Der Club Bannfestivale hat das Grossereignis in diesem Jahr in der Waterjet Arena in Aarwangen BE übertragen. «An den Spielen der Schweizer Mannschaft hatten wir über 2000 Zuschauer. Bei den Spielen von Holland und Deutschland hatten wir ebenfalls sehr gute Besucherzahlen», so OK-Präsident Thomas Beutler.

Absolute Topstimmung gab es auch beim Kultur- und Kongresszentrum in Luzern. «Wir hatten mehr Publikum als in den vergangenen Jahren. Vor allem bei den Spielen der Schweizer, der Brasilianer und der Deutschen», sagt Kommunikationsleiter Andreas Roth. Schön sei, dass immer friedliche Stimmung herrschte.

Das ist auch ein Aspekt, der den Organisatoren des Vereins Winti-Arena sehr wichtig ist. «Wir sind ein Privatveranstalter und für uns ist es sehr zentral, dass sich die Leute wohl und sicher fühlen», so Oliver Wyss, OK-Mitglied. Und dieses Ziel habe man erreicht. «Es war sehr friedlich und gab keine Zwischenfälle.» Deshalb zieht Wyss eine durchweg positive Bilanz.

Was machen die Public-Viewing-Betreiber eigentlich nach der WM mit den vielen TV-Geräten? Nahezu alle Organisatoren sagen, sie hätten die Leinwände wie auch Screens für die Weltmeisterschaft 2014 nur gemietet.