Schawinski zu No Billag

06. Januar 2018 10:32; Akt: 06.01.2018 15:09 Print

«Es muss Blut fliessen»

Roger Schawinski hat zu No Billag ein Buch geschrieben. Die Initiative lehnt er ab. Die SRG müsse aber sparen und etwa die Radios SRF1 und SRF3 zusammenlegen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wer sich vor der Abstimmung vom 4. März eine Meinung bilden möchte, kann sich dazu nun ein ganzes Buch kaufen. Verfasst hat das fast 180 Seiten lange Werk mit dem Titel «No Billag? Die Gründe und die Folgen» der Schweizer Medienpionier Roger Schawinski (72). Am Samstag ist es im Buchhandel.

Umfrage
Was halten Sie von Roger Schawinskis Vorschlag, die Radiosender SRF1 und SRF3 zusammenzulegen?

Schawinski war jahrzehntelang einer der grössten Kritiker der SRG und hat als Gründer von Radio 24 und von Tele Züri das Monopol der öffentlich-rechtlichen Sender mehrfach angegriffen. Zugleich war Schawinski Gründer der SRF-Sendung «Kassensturz» –und hat seit sieben Jahren mit dem Talk «Schawinski» erneut ein eigenes Format bei SRF1.

«Die Gefahr, dass No Billag angenommen wird, ist real»

Sein No-Billag-Buch habe er vor allem geschrieben, um aufzuzeigen, warum die SRG derzeit so radikal infrage gestellt werde, sagt Schawinski im Interview mit der «Schweiz am Wochenende». Die Gefahr, dass die Initiative angenommen werde, sei real.

Der Medienpionier lehnt die Initiative ab. Aber nicht etwa, weil er durch No Billag seine SRF-Sendung verlieren würde: «Das wäre wohl das kleinste Problem», sagt er dazu. Zwar sei er immer gegen das SRG-Monopol gewesen und oft auch gegen das SRG-Management, aber nicht gegen die SRG als Institution, betont er im Zeitungsinterview.

«Die SRG muss schlanker werden»

Doch selbst wenn No Billag abgelehnt werde, eines sei klar, so Schawinski: «Es muss Blut fliessen.» Damit meint er, dass die SRG zurückbuchstabieren müsse. «Beim Radio bin ich der Meinung, dass man SRF1 und SRF3 – die sich musikalisch stark angenähert haben – zusammenlegen und den frei werdenden Kanal privatisieren könnte», sagt er zur «Schweiz am Wochenende». Und: «Radio SRF4 News ist keine Erfolgsgeschichte.» Sparpotential gebe es auch beim Fernsehen.

Nur indem sie sich verschlanke, könnte sich die SRG für kommende Schlachten rüsten. Denn SVP-Vertreter hätten bereits eine Initiative für die Halbierung der SRG-Gebühren angekündigt, was gute Chancen haben werde. Schawinski: «Aus meiner Sicht müsste man einen Gegenvorschlag mit 300 Franken vorbereiten, um das Schlimmste abzuwenden.»

(lüs)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chris am 06.01.2018 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparen

    Die SRG könnte auch sparen wenn sie Schawinski streicht!

    einklappen einklappen
  • Pasci am 06.01.2018 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schawinski mal so mal anders

    Früher kämpfte er gegen die SRG als er ein unabhängiges Radio und TV aufbaute! Dann war er bei SAT1 und kämpfte auch gegen die SRG und ihren Strukturen. Heute, da er selber auf der Lohnliste der SRG steht, tönt es anders? Was soll diese Buch? Braucht er Geld?

    einklappen einklappen
  • Frank N. Stein am 06.01.2018 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sorry Roger...

    ...aber 300 Franken sind mir auch zu viel #nobillag

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruth am 07.01.2018 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    SRF+BILLAG-FUSION DARF NICHT STATTFINDEN

    Der Plan - B den BILLAG-Betrag zur Swisscom zu einem einzigen höheren Betrag zu präsentieren darf auf keinen Fall stattfinden, sonst gibt es ein riesengrossen Knatsch.

    • Kompro am 07.01.2018 21:39 Report Diesen Beitrag melden

      Roth

      Vorschlag, max. 60Fr. Pro Jahr (nicht erhoehbar) Programme 100 % besser, sonst gibts gar nichts mehr..., letzte Chance!

    einklappen einklappen
  • Hugo N. am 07.01.2018 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    guckt mal nach Norden

    Wenn ich sehe welch gute Qualität in Deutschland allein der NDR mit wenigen Euronen pro Person/Jahr hinkriegt kann das Fernsehen der zürcherischen und restlichen Schweiz noch ganz viel davon lernen.

  • Rolf am 07.01.2018 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Blut + Leberwurst ist ein feines Essen

    Schawinski will nur noch TV-Auftritte um seinen Senf abzuliefern, den überhaupt niemand interessiert noch abkuft.

  • Ricco am 07.01.2018 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen Tageschu+Aktuell zu einer Sendung

    zusammen schliessen. Eine Halbe-Stunde für beide Sendung genügt vollkomen - und das Wetter kann der Tageschau-Sprecher gleich selbst predigen.

  • Stefan gubser am 07.01.2018 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja ja Herr schawinski

    auf jeden fall ein ja zu no billag! Herr schawinski ist (wie jeder weis) nicht glaubwürdig und wer mir nicht glauben sollte, der sollte sich die Sendung Arena vom srg vom 24.2.17 anschauen. darin ist zu sehen wie schamlos gelogen bzw. Lücken bei veröffentlichten Mails gelassen werden, um das Geschehen so aussehen zu lassen wie srg die warheit gerne hätte.