Neues Gesetz in EU

03. Mai 2018 12:31; Akt: 03.05.2018 13:11 Print

Röhrli und Plastikbesteck sollen verboten werden

von D. Krähenbühl - Noch diesen Sommer will die EU ein Gesetz verabschieden, das Einweg-Geschirr und -Besteck aus Plastik verbieten soll. Erste Schweizer Unternehmen handeln.

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Ein Cappuccino im Einweg-Kaffeebecher aus dem Starbucks, eine Cola mit Röhrli vom McDonalds oder das Plastik-Besteck in der Mensa: Geht es nach der EU-Kommission, gehören diese Dinge bald der Vergangenheit an: Gabeln, Messer, Löffel, Strohhalme und Essstäbchen aus Plastik dürften demnach nicht mehr verkauft werden, schreibt die «Wirtschaftswoche».

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Ein vergleichbarer Gesetzesartikel sei in der Schweiz schon längst überfällig, sagt Yves Zenger, Pressesprecher von Greenpeace Schweiz: «Der Wahnsinn mit dem Einweg-Plastik muss aufhören.» Denn sobald das Koffein durch den Körper gerauscht und das Essen im Magen gelandet ist, seien die Einweg-Verpackungen nur noch Abfall. Bis zu 12 Millionen Tonnen Plastikabfälle gelangten so Jahr für Jahr weltweit in die Ozeane.

«Schweizer Politik hinkt hinterher»

«Eine Einweg-Verpackung ist in 5 Sekunden produziert, gebraucht wird sie für 5 Minuten und dann liegt sie für 500 Jahre in der Natur herum – das ist doch absurd», sagt Zenger. Dass nun die EU ein Verbot prüfe und die Schweiz nicht, zeige, dass die hiesige Politik der Realität hinterherhinke. «Auch die Unternehmen stehen in der Verantwortung, mit Einwegverpackungen aufzuhören», sagt Zenger.

Ein Aufruf, der bei einigen Firmen angekommen zu sein scheint: Der Schweizer Verpackungshersteller Tetra Pak, der 2017 rund 188 Milliarden Verpackungen verkaufte, hat am Mittwoch angekündigt, für seine Getränkekartons noch dieses Jahr eine Alternative zum Strohhalm aus Plastik anzubieten.

Alternativprodukte prüfen

FDP-Nationalrat Walter Müller ist sich des zunehmenden Problems der Plastikverschmutzung bewusst. Er verweist aber auf den vorbildlichen Umgang der Schweizer mit Abfall: «Offenbar sind die EU-Staaten weniger weit mit Recyclen als wir.» Zudem müsse man prüfen, ob ein Alternativprodukt tatsächlich umweltfreundlicher sei.

Gemäss dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) belasten Einweg-Produkte die Umwelt vor allem durch ihren Ressourcenverbrauch. Zudem besteht bei diesen Produkten das Risiko des Litterings. «Im Vergleich zum gesamten Kunststoffverbrauch in der Schweiz dürfte hingegen der mengenmässige Anteil an diesen Einweg-Kleinprodukten eher gering sein», sagt Michael Hügi vom Bafu.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ueli dr Hecht am 03.05.2018 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Problemlos machbar

    Für alle diese Produkte gibt es schon länger umweltfreundliche und abbaubare alternativen. Ein Verbot könnte sofort umgesetzt werden und würde nur zu geringfügigen Preiserhöhungen führen.

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  • Seba am 03.05.2018 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Höchste Zeit

    Es ist höchste Zeit, dass so unnötige Abfallproduktion verboten und endlich ein wenig Acht auf unseren Planeten gegeben wird! Hoffentlich verabschieden sie das Gesetz rasch und die Schweiz übernimmt es anschliessend.

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  • Janet / Töndury am 03.05.2018 13:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin

    Ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber immerhin ein Anfang!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Einii am 03.05.2018 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja genau....

    ...dies ist die Lösung der Erdverschmutzung entgegen zu wirken. Bin ja auch für weniger Müll, aber gleich verbieten? Wenn jeder seinen Kindern ( Ja ich meine auch die Erwachsenen, waren schliesslich auch mal klein jnd hatten Eltern usw) klarmacht das Abfall in den abfall gehört wäre dies nicht nötig. Ich Frage mich was schlimmer ist...die paar Röhrli oder die Chemtrails am Himmel.

  • Andii am 03.05.2018 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besteck

    Soll einfach jeder Militärbesteck mit sich rumtragen, Problem gelöst

  • Schälle Ursli am 03.05.2018 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr Plastik

    Und was ist mit den Luftballonen??? Wohin geht dieser Plastik???

  • Sulejka am 03.05.2018 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    noch weitere Sachen

    auch das Verpackungsmaterial aus Plastic sollte verboten werden, wir sind eine riesengrosse Wegwerfgesellschaft.

  • Mirko am 03.05.2018 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Mikroplastik ist schlimmer

    Mikroplastik in Zahnpasta, Duschmittel, Sonnencremes etc ist das grössere Übel

    • Einii am 03.05.2018 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mirko

      da sind wir leider in der minderheit die dass wissen....

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