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«Nicht berechnete Kosten»
19. Oktober 2012 18:19; Akt: 19.10.2012 18:20 Print
Schengen-Dublin ist 14 Mal teurer als angekündigt
Die Schweizer Beteiligung am Schengen/Dublin-Abkommen kostet 100 Millionen Franken im Jahr. Der Bundesrat hatte im Abstimmungsbüchlein noch von 7,4 Millionen gesprochen.
Die Kosten der Schweizer Beteiligung an den Schengen/Dublin-Abkommen der EU sind 14-mal höher, als der Bundesrat im Juni 2005 im Abstimmungsbüchlein versprochen hatte. Nächstes Jahr wird die 100-Millionen-Franken-Grenze überschritten.
Infografik Der SchengenraumFür 2013 seien 100 Millionen Franken budgetiert, sagte Guido Balmer, stellvertretender Informationschef des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Dies seien rund 8 Millionen Franken mehr als für das laufende Jahr.
Balmer bestätigte damit einen Bericht von Schweizer Radio DRS. Für die Jahre 2014 bis 2016 seien zurzeit Beträge von weniger als 100 Millionen Franken budgetiert.
Sommaruga: «Gewisse Kosten schlicht nicht einberechnet»
Wie das EJPD bereits im Frühling 2011 festgehalten hatte, sind in den letzten Jahren vor allem die Aufwendungen für die Informatiksysteme höher ausgefallen als 2005 prognostiziert. Auch der Beitrag der Schweiz an den Aussengrenzenfonds der EU stieg in den letzten Jahren jeweils an. 2011 blieben die Gesamtausgaben jedoch um rund 14 Millionen Franken unter dem Budget.
Justizministerin Simonetta Sommaruga sagte gegenüber Radio DRS, dass 2005 «gewisse Kosten schlicht nicht einberechnet» worden seien. Deshalb seien diese nun deutlich höher, als der Bundesrat sie im Abstimmungskampf ausgewiesen hatte. Dort war noch von Kosten in Höhe von «durchschnittlich 7,4 Millionen Franken pro Jahr» die Rede gewesen.
Trotzdem gehe es darum, die Schengen/Dublin-Zusammenarbeit weiter zu festigen. «Wir wissen, dass auf den Schengenraum komplexe Aufgaben zukommen. Ich möchte nur an Griechenland erinnern, und die Schweiz hat ein Interesse, dass Schengen gerade auch diese Aussengrenzen gut kontrolliert», sagte Sommaruga.
(sda)
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Alle 167 Kommentare

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Na super
Die einen kaufen ein paar Fliegerli für Mia. (zur Freude von paar wenigen Piloten und unserem stolzen Oberradler), die anderen verlochen unser Geld zugunsten von Ausländern & fremden Staaten und was Sie für uns machen ist ganz klar: rauf mit dem Rentenalter. Vielen Dank, ihr Helden!
wir werden sie mal brauchen
nur werden wir die fliegerli mal brauchen wenn die politiker so weiter machen dann werden auch sie froh sein. aber es ist halt einfach die realität zu verleugnen und es ins lächerliche ziehen.
Gaht's no?
Für 100Millionen können wir unsere Grenzwächter mit goldenen Uniformen ausstatten und hätten erst noch 70Millionen übrig! Wer nach diesen Zahlen und den offensichtlichen Missständen immer noch für Schengen/Dublin ist, das wir übrigens als einzige rigoros befolgen, dem ist schlicht nicht mehr zu helfen. Zurück auf Start! Eine dermassen belogene Abstimmung kann und darf nicht länger gültig sein!
Wen wunderts
Natürlich wird das Volk von den Politikern abgezockt und unsere Politiker von der EU. Wen wunderts?