Visp VS

09. Januar 2018 17:04; Akt: 09.01.2018 17:20 Print

Neben dem Schnee sorgt auch Schlamm für Chaos

Starke Regenfälle setzen dem Wallis zu: Zermatt bleibt von der Aussenwelt abgeschnitten. In Visp mussten nach einer Schlammlawine 20 Bewohner evakuiert werden.

So präsentierte sich die Situation nach dem Niedergang der Schlammlawine im Visper Ortsteil Eyholz am Dienstagmittag.
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Die starken Regen- und Schneefälle hatten zur Folge, dass zwei Rückhaltebecken im Dorfteil Eyholz von Visp innert kurzer Zeit gefüllt wurden, wie der Krisenstab Visp am Dienstagmorgen mitteilte. Dies führte dazu, dass sich eine 20 bis 50 Zentimeter hohe Schlammlawine Richtung Wohngebiet bewegte.

Der Krisenstab entschloss sich darauf, die gefährdeten Häuser zu evakuieren. 20 Personen mussten ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden teilweise privat oder in einer Zivilschutzunterkunft untergebracht. Die Kantonsstrasse musste auch gesperrt werden.

Evakuierung am Dienstagabend aufgehoben

Geologische Experten gaben am Dienstagnachmittag Entwarnung. Es bestehe keine Gefährdung der Wohngebiete in Eyholz mehr. Der Gemeindeführungsstab entschied sich deshalb, die Evakuierungen wieder aufzuheben. Das Gebiet wird aber vorerst noch weiter beobachtet.

Sobald die Räumungsarbeiten beendet sind, soll auch die Kantonsstrasse wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Primarschule Eyholz wird ihren Betrieb am Mittwoch wieder wie gewohnt aufnehmen, nachdem die Kinder am Dienstag schulfrei bekommen hatten.

Grosse Lawinengefahr

Sehr gross ist auch die Lawinengefahr in Teilen des Kantons. Die höchste Gefahrenstufe besteht in Saas-Fee, dem südlichen Simplongebiet, den unteren Vispertälern und Zermatt, wie das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) am Montagabend mitteilte.

Der Föhn brachte im südlichen Wallis vom Grossen St. Bernhard bis ins Simplongebiet viel Regen. Seit Samstag fielen dort 30 bis 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die Schneefallgrenze lag zwischen 1200 und 1600 Metern. Dadurch fiel ein grosser Teil des Niederschlags in Form von Schnee, wie Meteonews mitteilte.

Davon beeinträchtigt war auch der Bahnverkehr. Der Bahnbetrieb zwischen Visp und Zermatt musste vollständig eingestellt werden. Damit ist Zermatt von der Aussenwelt abgeschnitten. Zudem soll es am Dienstagmorgen zu Stromausfällen gekommen sein, wie mehrere Onlineportale berichten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter K. am 09.01.2018 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Chaos ist etwas anderes

    Das Wort "Chaos" scheint Moment total in zu sein - Schnee-Chaos, Schlamm-Chaos - sieht eher nach Chaos in der Wortwahl aus.

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  • René B. am 09.01.2018 19:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glück gehabt

    Zum Glück hat es weiter oben geschneit und nicht auch geregnet, sonst hätte das noch zu viel schlimmeren Überschwemmungen und Murgängen geführt.

  • Ernst am 10.01.2018 06:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Nichtbetroffene schreiben

    Wer sich über diese Verhältnisse lustig macht oder ironische Beiträge liefert, hat den Ernst der Lage nicht begriffen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • snowman am 10.01.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schnee

    Dachte, dass Visp schneebedeckt wäre.

  • Elfuego am 10.01.2018 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Habt ihr auch positives zu berichten?

    Schade... Ich höre und lese immer nur negatives über den Schnee. Aber es gibt sicherlich viele Vorteile, oder? Wenn ich nur an die Natur und an unsere Gletscher denke! Könnt ihr auch mal was positives diesbezüglich schreiben? Danke.

  • Patrick Schmid am 10.01.2018 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ja es ist Winter

    @bergler, wohnung im Unterland zu vermieten. Falls Ihr mit dem bitzeli Schnee nicht klarkommt. Es freut mich nach den vielen Kommentaren von euch beim letzen Schneefall bei uns Im Unterland endlich was von euch lesen zu dürfen.

  • Ernst am 10.01.2018 06:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Nichtbetroffene schreiben

    Wer sich über diese Verhältnisse lustig macht oder ironische Beiträge liefert, hat den Ernst der Lage nicht begriffen.

  • Peter K. am 09.01.2018 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Chaos ist etwas anderes

    Das Wort "Chaos" scheint Moment total in zu sein - Schnee-Chaos, Schlamm-Chaos - sieht eher nach Chaos in der Wortwahl aus.

    • susi am 10.01.2018 05:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter K.

      die zeitungen werden ja auch imer chaotischer :) der inhalt macht auch immer weniger sin daher sind die medien das grösste chaos :)

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