Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Kampfjet-Kauf
11. Dezember 2012 17:24; Akt: 11.12.2012 18:07 Print
Schwedisches Parlament sagt Ja zum neuen Gripen
Die Regierung in Schweden darf 40 bis 60 neue Gripen-Kampfflugzeuge bestellen. Vor einem Jahr hat sich die Schweiz entschieden, ebenfalls 22 Exemplare beim schwedischen Hersteller zu bestellen.
-
Maurer zum Kampfjet-Deal: «Das Volk ist die höchste Hürde für den Gripen»
-
Maurers Gripen-Trumpf: Schweiz bezahlt für den Jet weniger als Schweden
-
Gripen-Gespräche: Ueli Maurer steht Parteien Red und Antwort
-
Ebay für Kriegsmaterial: EU verhökert Kampfjets in Internetbörse
-
Spektakuläre Bilder: Der neue Gripen tobt sich in der Schweiz aus
Das schwedische Parlament hat am Dienstag den Kauf einer neuen Generation von Gripen-Kampfjets gebilligt. Damit wird der Regierung in Stockholm erlaubt, 40 bis 60 Exemplare des Kampfflugzeugs JAS-39 Gripen E/F beim Hersteller Saab zu bestellen.
Für den Kauf stimmten 264 Abgeordnete, dagegen 19. Gemäss Angaben von Parlamentssprechern gab es 18 Enthaltungen. In der deutlichen Mehrheit kommt zum Ausdruck, dass sich die regierende Mitte-Rechts-Koalition die Unterstützung der oppositionellen Sozialdemokraten sichern konnte.
Die oppositionelle Linkspartei und die Grünen stimmten gegen die Entscheidung. Das Parlament verlangte von der Regierung, jährlich über den Stand des Projekts informiert zu werden.
Anschaffung in der Schweiz umstritten
Schweden kann die Bestellung noch bis Ende 2014 stornieren, falls sich weder die Schweiz noch andere Länder entschliessen sollten, zusätzliche 20 Gripen der neuen Generation zu ordern. Derzeit nutzen auch Südafrika, die Tschechische Republik und Thailand die schwedischen Kampfflugzeuge.
Die Schweiz hatte im November 2011 eine vorläufige Entscheidung für den Kauf von 22 JAS Gripen beim schwedischen Hersteller Saab angekündigt. Das Nachsehen hatten die Rafale des französischen Herstellers Dassault und der von EADS angebotene Eurofighter. Nach den bisherigen Plänen will Saab 2018 die ersten Maschinen der Gripen E/F abliefern. Ab 2023 sollen sie voll einsatzfähig sein.
Linke dagegen - Bürgerliche skeptisch
Die Anschaffung ist allerdings in der Schweiz umstritten. Selbst Vertreter von bürgerlichen Parteien äusserten in den letzten Wochen öffentlich Kritik an der Beschaffung. Um Bedenken auszuräumen, traf sich Verteidigungsminister Ueli Maurer am Montagabend mit den Präsidenten von CVP, FDP, GLP und BDP.
Die vier Präsidenten hatten im September Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf einen detaillierten Fragenkatalog zum Gripen geschickt. Dabei ging es um Fragen zu technischen und finanziellen Risiken, zu Betriebskosten, zum Beschaffungsprozess und zu strategischen Aspekten des Gripen.
Die Parteien werden nun die von Maurer und seinen Spezialisten am Montagabend gelieferten Antworten analysieren und die Entwicklung im Herstellerland Schweden im Auge behalten, ehe sie endgültig Stellung zum Kampfjet-Kauf nehmen wollen.
SP und Grüne wollen überhaupt keine neuen Kampfflugzeuge. Beide Parteien kündigten an, das Referendum zu ergreifen, sollte das Parlament dem Gripen-Fondsgesetz zustimmen.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 6 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt


















Wichtig
In Schweden sieht man welche Wichtigkeit die Beschaffung hat. 264 zu 19 Stimmen sprechen eine deutliche Sprache.
Gripen, Vernunftsentscheid
Mir wär's lieber, wir würden das geld sinnvoller investieren, als in flugzeuge. Aber aufgrund der aktuellen lage und des schnäppchens, denke ich, dass wir doch zuschlagen sollten.
Schweden kauft
Ist ja ganz klar das Schwede kauft. Schweden muss kaufen, ansonsten hätte Saab nicht nur diesen Auftrag sondern den der Schweiz auch ziemlich sicher verloren. Mein gott, die Dinger braucht kein Mensch.