PRRS

04. Dezember 2012 13:48; Akt: 04.12.2012 14:17 Print

Schweineseuche in der Schweiz unter Kontrolle

Nach den drei Fällen der Schweineseuche PRRS im Appenzell gibt der Bund Entwarnung. Es wurden keine weiteren Infektionen registriert.

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Die Schweineseuche PRRS wurde aus Deutschland importiert. (Bild: Keystone)

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Nach Infektionen mit der Schweineseuche PRRS in drei Betrieben in den beiden Appenzell hat das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) keine weiteren Fälle festgestellt. Alle 27 Betriebe, die Sperma aus einer infizierten deutschen Eberstation einsetzten, bleiben gesperrt.

In jedem Bestand wurden Blutproben untersucht, wie das BVET am Dienstag mitteilte. 72 mit dem infizierten Sperma gedeckte Mutterschweine wurden bereits geschlachtet. Untersuchungen ihres Bluts ergaben, dass es in drei Betrieben zu einer PRRS-Infektion kam.

Diese Betriebe wurden als Seuchenbetriebe eingestuft. Ihr ganzer Bestand wird untersucht. Sämtliche Kontaktbetriebe wurden ausfindig gemacht und ebenfalls gesperrt.

Die Ergebnisse aus den drei Seuchenbetrieben deuten gemäss BVET darauf hin, dass keine weiteren Schweine infiziert wurden. Um sicher zu gehen, werden die Schweine in den Seuchenbetrieben bald nachuntersucht. Zum heutigen Zeitpunkt dürfte sicher sein, dass keine Ansteckungen über die gesperrten Betriebe hinaus stattfanden.

Das rechtzeitige Schlachten der Sauen konnte eine Virus-Ausbreitung anscheinend verhindern, schreibt das BVET. Die Untersuchungen würden aber weitergeführt und für eine Entwarnung sei es zu früh.

Schweiz gilt als PRRS-frei

PRRS (Porcines reproduktives und respiratorisches Syndrom) ist eine Virusinfektion. Sie kann Fehlgeburten, Fruchtbarkeitsstörungen und Atemwegserkrankungen verursachen. Sie gilt als eine der bedeutendsten Schweinekrankheiten weltweit und ist gemäss Tierseuchenverordnung als auszurottende und damit meldepflichtige Seuche eingestuft.

Die Schweiz gilt nach wie vor als PRRS-frei, wie es beim Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) hiess. Dies deshalb, weil das Virus über den Sperma-Import ins Land gelangte und es bisher nur bei Sauen nachgewiesen wurde, die damit besamt wurden. Sollte das Virus jedoch in einem Betrieb auftreten, der nicht von diesem Samen importiert hat, würde die Schweiz diesen Status verlieren.

Für Menschen ist das Virus nicht gefährlich. Das Fleisch kann bedenkenlos gegessen werden.

(sda)

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