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Einsatz in Tripolis
03. Dezember 2012 16:36; Akt: 03.12.2012 16:36 Print
Schweizer Armee bewacht Botschaft weiterhin
Schweizer Soldaten sollen die Botschaft in der libyschen Hauptstadt weiterhin schützen. Gegen den Willen der SVP hat nun auch der Nationalrat einen entsprechenden Einsatz verlängert.

Das Personal der Schweizer Botschaft in Tripolis braucht weiterhin der Schutz der Schweizer Armee. (Bild: Keystone/Keystone/Archivbild)
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Arabische Welt in Aufruhr
Die Schweizer Botschaft in Tripolis wird weiterhin von Schweizer Armeeangehörigen geschützt. Nach dem Ständerat hat sich am Montag auch der Nationalrat damit einverstanden erklärt, den Armeeeinsatz in Libyen noch einmal um mindestens sechs Monate zu verlängern.
Infografik Die arabische Welt im UmbruchLibyen in der Ära GaddafiDie grosse Kammer stimmte mit 113 zu 49 Stimmen bei 6 Enthaltungen für die Verlängerung. Der Schutz der Botschaft sei weiterhin nötig, denn an der Sicherheitslage in Libyen werde sich so schnell nichts ändern, stellten die Vertreter der Sicherheitspolitischen Kommission fest.
SVP gegen Verlängerung
Libyen befinde sich in einer wichtigen Phase der Demokratisierung und sei dabei auf die Unterstützung der Staatengemeinschaft angewiesen, sagte Kommissionssprecherin Evi Allemann
Evi
Allemann
SP, BE
NationalratVerbunden mit
MieterInnenverband Kanton Bern (MVB), Bern
weitere Verbindungen anzeigen (SP/BE). Die Schweiz sei mit zahlreichen Projekten im Land präsent, die mit einem Abzug der Botschaft akut gefährdet wären.
Die SVP hatte sich in der Kommission gegen eine Verlängerung ausgesprochen. Jeder Staat müsse mit eigenen Kräften für die Sicherheit sorgen, sagte Hans Fehr
Hans
Fehr
SVP, ZH
NationalratVerbunden mit
Schweizerzeit Verlags AG, Flaach
weitere Verbindungen anzeigen (SVP/ZH). «Wenn das der libysche Staat trotz völkerrechtlicher Verpflichtung nicht tun kann, muss man die Schweizerische Vertretung halt vorübergehend zurückziehen.»
Das derzeitige Mandat für die Botschaftsbewachung in Tripolis läuft im Januar aus. Nach einer Analyse der Lage in Libyen kam der Bundesrat zum Schluss, dass das Botschaftspersonal weiterhin Schutz brauche. Er möchte das Mandat deshalb bis mindestens Juli 2013 verlängern. Über eine Verlängerung um weitere sechs Monate könnte er dann selbst entscheiden.
Burkhalter zieht positive Bilanz
Aussenminister Didier Burkhalter zog eine positive Bilanz des bisherigen Einsatzes. Auch er verwies auf die Bedeutung des Schweizer Engagements im laufenden Demokratisierungsprozess, im Bereich der Menschenrechte, der Friedensförderung und der Minenräumung. Gleichzeitig sei die Sicherheitslage aber noch unbefriedigend.
Bisher waren die Schweizer Soldaten nach Angaben Burkhalters in keinerlei gewaltsame Zwischenfälle verwickelt. Das Personal wird vom Armee-Aufklärungsdetachement 10 und dem Spezialdetachement der Militärpolizei gestellt. Die Einsatzkosten beliefen sich für das erste Einsatzjahr auf rund 990'000 Franken. Für das zweite Jahr ist rund 1 Million Franken budgetiert.
Der Bundesrat hatte zum Schutz der Botschaft zuerst auf Söldner der britischen Sicherheitsfirma Aegis gesetzt. Dies stiess im Parlament aber auf Kritik.
(sda)
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Abziehen
Wenn mal irgendetwas passiert werden auch die paar Elitesoldaten keinen Unterschied machen. Bei einer aggressiven Demo wie in Bengasi wären sie zum Zusehen verdammt. Nur bei einem organisierten Schlag von wenigen gegen die Botschaft würden sie was bringen. Aber ich sehe die Schweizer Botschaft in Sicherheit. USA hat da schon viel mehr Feinde. Am Besten die Truppen abziehen mit einem Statement: "Wir vertrauen Lybien!" Und das Vertrauen wird zurückgegeben.
Schämt Euch
Ich war in diesem Jahr zwei mal für längere Zeit in der Schweizer Botschaft und ich weiß auf welch niedrigem Niveau der Schutz dort ist. Die Schweizer wollen überall in der Welt ihre Produkte verkaufen und wichtige Dinge wie Öl kaufen, es soll aber möglich nichts kosten. Schämt Euch !!! Mir taten Eure Militärangehörigen dort Leid, unter welchen Umständen und zur Verfügung stehenden Mitteln sie dort Sicherheit produzieren .
Schweizer
Allso eine Botschaft eines Landes solte ja von den Landsleuten beschützt werden. Es darf auch ja nicht ein Nicht Landsman einfach so und in die Botschaft rein. Sonst würde die Botschaft ja keinen Sinn machen. Und wenn zB ein Schweizer in einem Land wo so eine Botschaft steht verfolgt wird und dann in die Botschaft flieht und zwar von den Verfolgern geschützt ist aber innen sind dann alles Landsleute von den Verfolgern. Die nicht mal deine Sprache können. Eine Schweizer Botschaft muss von Schweizern beschützt werden, sonst ist es keine Botschaft und sinn würde es dann auch nicht mehr machen