«E-Alarm»

07. Januar 2018 17:18; Akt: 08.01.2018 00:29 Print

Schweizer Armee führt SMS-Mobilmachung ein

Auch wer in den Ferien ist, soll künftig vom Militär mobilisiert werden können. 20'000 Armeeangehörige sind betroffen.

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Wer ein SMS erhält, muss innerhalb von 24 bis 96 Stunden antreten. (Archivbild) (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Die Schweizer Armee will Soldaten per SMS mobilisieren können. Würde die Schweiz infiltriert oder von Naturkatastrophen heimgesucht, könnten 20'000 Armeeangehörige eine Nachricht auf dem Handy erhalten. Das geht auch, wenn man in den Ferien ist.

Mit der Neuerung sollen zivile Behörden im Bedarfsfall unterstützt werden, wie der «Blick» berichtet. Mögliche Auslöser könnten Hochwasser sein, Erdbeben oder Terror. Felsstürze gehören offenbar nicht dazu. Bondo und Gondo seien keine Ereignisse von nationaler Bedeutung gewesen.

Arbeitgeber sind informiert

Mit dem neuen System – «E-Alarm» genannt – seien innerhalb von 24 bis 96 Stunden mehrere Tausend Armeeangehörige mobilisiert. Weitere 35'000 Tausend Soldaten könnten innerhalb von zehn Tagen per Marschbefehl aufgeboten werden, wie die Zeitung schreibt. Betroffen seien Truppen der Infanterie, Genie, Rettung und Militärpolizei. Auch Logistik, Sanität und Luftwaffe würden mithelfen.

Das System soll 2022 eingeführt werden. Weil es Auswirkungen am Arbeitsplatz hat, seien Gewerbe- und Arbeitgeberverbände von der Armee informiert worden. «Wir erachten das System der Mobilmachung als sinnvoll», sagt Valentin Vogt, Präsident des Arbeitgeberverbands dem «Blick».

Kernkraftwerk und Flughafen

Mit der unter Bundesrat Ueli Maurer eingeleiteten Reform sind Bestrebungen für eine kleinere und schlagkräftigere Armee im Gang. Nach dem Willen des Bundesrats soll mit einer beschleunigten Mobilisierung auf verschiedene Szenarien reagiert werden können. Eine solche wäre, dass sich hierzulande eine islamistische Terrororganisation ausbreitet. Auch könnte ein Kernkraftwerk oder der Flughafen Zürich Schutz durch das Militär benötigen.

(nxp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 07.01.2018 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schon lange passiert

    Wenn die Schweiz infiltriert würde? Soll das ein Witz sein oder hat jemand die Realität verschlafen?

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  • Philipp Gressel am 07.01.2018 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    beam mich hoch scotty

    und wenn ich meine stelle in den USA bekomme? zum glück steht bei mir irgendwo im estrich noch ne teleportiermaschine..

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  • DieArmeeWieder am 07.01.2018 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    LoL, Pünktlich zum Niedergang der SMS

    Nein Wirklich. SMS sind sowas von 90er Jahre...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • mortimer am 08.01.2018 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UOS

    Uns wurde immer gesagt das Smartphone sei kein Führungsmittel... Wir sollen Funkgeräte nutze! Was hat sich un den letzten 2Jahren geändert

  • Päde am 08.01.2018 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Recht unnötig

    Musste al meine persöndlichen daten preisgeben an das militär telefonnummer email usw die einzigen wahren angaben war mein Name

  • Markus im AG am 08.01.2018 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochwasser 84-92 Jahr

    ungewiss. WK für Pont . Bat. Sonntagswache hat 70% Der Einheit tel. Erreicht und wir waren auf dem Bodensee Holzfischen ab 11 Uhr am Sonntag ohne grosses Theater der Sdt.

  • Ruedi K. am 08.01.2018 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Schlauheit der Führung

    Bin in solch einer Truppe fürs 2018 neu eingeteilt worden. Falls ich so eine SMS bekomme, stellen sich für mich folgende Fragen: 1. Angenommen, ich bin in Südamerika in den Ferien (kann vorkommen), wer bezahlt mir den früheren Heimflug? Könnte relativ teuer werden, Geld für zum Fenster rauswerfen habe ich nicht, müsste also jemand mit dicken Balken auf den Schultern seine Kreditkarte zücken. (Reise ist jeweils im Voraus geplant mit Budget) 2. Ich habe noch !!2 Tage!! Dienst zu leisten, wollt ihr mich veräppeln, dass ihr mich in sowas umteilt für 2 Tage?

  • P. Roth am 08.01.2018 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch schon soweit?

    Im Zivilschutz haben wir dieses System schon lange. Habe so das Gefühl die Armee muss dringend über die Bücher was Alarmierung der Armeeangehörigen anbelangt.