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NEAT-Zufahrt
17. Dezember 2012 15:14; Akt: 17.12.2012 16:42 Print
Schweizer finanzieren Italien den Bahnausbau
Die Schweiz will vorwärtsmachen beim Ausbau der Zufahrten auf der italienischen Seite zum neuen Gotthard-Eisenbahntunnel. Ein Darlehen von 230 Millionen Franken soll die Bauarbeiten beschleunigen.
Der Bund stellt Italien die nötigen Gelder für den Ausbau der Zufahrten zum neuen Gotthard-Eisenbahntunnel zur Verfügung. Das haben Bundesrätin Doris Leuthard und der zuständige italienische Minister Corrado Passera vereinbart.
Infografik Weltrekord am GotthardBeide unterzeichneten am Montag in Bern eine entsprechende Vereinbarung. In dem Memorandum of Understanding werden die Bedingungen festgelegt für den Ausbau der Bahnstrecken zum NEAT-Tunnel am Gotthard, wie das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mitteilte.
Damit der neue Eisenbahntunnel für den Güterverkehr voll genutzt werden kann, müssen auch auf italienischer Seite die Zufahrtstrecken bei der Bahn auf vier Meter hohe Sattelschlepper ausgelegt werden. Auch die Zielbahnhöfe wie in Mailand müssen angepasst oder gar neu gebaut werden.
Gelingt dies nicht, können Sattelschlepper dieser Höhe auf der Gotthard-Strecke nicht auf der Schiene bis nach Italien transportiert werden; das Verlagerungsziel des Bundes würde in noch weitere Ferne rücken.
230 Millionen für Italien
Doch mit dem Ausbau der Bahnstrecken in Italien harzt es seit Jahren. Deshalb hat der Bundesrat bereits im September beschlossen, die Arbeiten dazu mit 230 Millionen Franken zu unterstützen. Italien soll das Geld vom Bund als zinsvergünstigtes Darlehen erhalten.
Die Gelder sollen zunächst aus dem Fonds für Eisenbahn-Grossprojekte (FinöV) und ab 2017 aus dem geplanten Nachfolgefonds BIF stammen.
Mailand-Chiasso und Luino-Linie
Die Millionen fliessen in den Ausbau der Strecke Chiasso-Mailand und der Luino-Linie. Die Schweiz sei bereit, dort «die nötigen Profilanpassungen (...) vollständig zu finanzieren», schreibt das UVEK im Communiqué. Ein rascher Ausbau liege «im Interesse der Schweizer Verlagerungspolitik».
Voraussetzung, dass der Handel mit Italien zustande kommt, ist, dass das Parlament in Bern dafür grünes Licht gibt. Die Vorschläge des Bundesrates sind derzeit in Vernehmlassung. Diese endet am 21. Dezember. Sie sind Teil der Vorschläge für den Ausbau der ganzen Gotthard-Strecke auf einem Vier-Meter-Korridor. Der Ausbau soll insgesamt 940 Millionen Franken kosten.
(sda)
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Entwicklungshilfe
Das nennt man Entwicklungshilfe im Euroraum, armes Italien...
einfach falsch
eigentlich peinlich, dass die allerseits gescholltene Schweiz einem EU-Land ein Darlehen zum Ausbau einer Bahnstrecke gewähren muss. Als Dank dafür werden sicher wieder Italienische Steuerfahnder das Tessin heimsuchen. Ganz nach dem Motto die Schweiz verteilt ja von sich aus Geld, also muss da noch mehr zu holen sein. Richtig wäre wenn die Schweiz Druck aufsetzen würde damit Italien und auch Deutschland endlich die NEAT Abkommen erfüllen würden.
Jack
Diese 230 Milliönchen werden aber sehr lang gezogen,über 2017 hinaus die 230 werden sich auch Strecken Frau B Leuthard.Besser auf das Geld verzichten und nur die Zinsen Nehmen,wen man sie bekommt.