Hilfe im Winter

19. Januar 2016 07:04; Akt: 19.01.2016 08:23 Print

So füttern Sie Vögel richtig

Vögel haben im Winter Mühe, Futter zu finden. Wenn Sie helfen wollen, gilt es einiges zu beachten.

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Christa Glauser, stellvertretende Geschäftsleiterin von BirdLife Schweiz, empfiehlt, den Vögeln eine Mischung aus Sonnenblumenkernen und Hanf zu geben. (Bild: Keystone/Martial Trezzini)

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Der Winter macht den Vögeln zu schaffen: Die aktuelle Wetterlage erschwert für sie die Futtersuche massiv. Deshalb sind Vögel auch auf die Hilfe der Menschen angewiesen. «Wenn es draussen gefroren und der Boden schneebedeckt ist, genau wie jetzt, kann man Vögel füttern», erklärt Christa Glauser, stellvertretende Geschäftsführerin von BirdLife Schweiz. Dabei gebe es Verschiedenes zu beachten. Man dürfe das Futter etwa nicht einfach auf den Boden streuen oder in Futterhäuschen legen. «Ansonsten koten die Vögel ins Futter und es besteht die Gefahr, dass sie sich mit Krankheiten anstecken.»

Um dies zu vermeiden, sei es sinnvoll, das Futter in siloartige Futterstellen einzufüllen. «So rutscht das Futter von oben erst dann herab, wenn das Untenstehende bereits gegessen wurde.» Solche Futterstellen würden nicht nur die Gefahr der Verschmutzung durch Kot verringern, sondern das Futter auch vor Feuchtigkeit schützen. Weiter sei es wichtig, auf eine katzensichere Platzierung des Futters zu achten.

Sonnenblumenkerne oder fertige Mischungen

Auch was das Futter selbst angeht, gilt es Wichtiges zu beachten. «Auf keinem Fall sollte das Futter salzig sein», sagt Glauser. Sie empfiehlt, den Vögeln eine Mischung aus Sonnenblumenkernen und Hanf zu geben: «Diese werden von den meisten Vogelarten gegessen.» Wer sichergehen möchte, könne auch fertige Futtermischungen im Laden kaufen.

Gelegentliche Reinigung

Eine Futterstelle zu betreiben, sei nicht nur eine gute Art, Vögeln durch den Winter zu helfen, sondern gebe auch nicht besonders viel zu tun: «Bei siloartigen Futterstellen reicht es, diese einmal in der Woche mit heissem Wasser und einer Bürste zu reinigen.»

(phi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chris am 19.01.2016 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ja genau...

    ...mit Hanf. Dann wächst dort im Sommer unbemerkt eine Hanfpflanze und eines schönen Tages steht die Polizei vor der Tür. Bei uns so passiert, als wir den letzten Rest Vogelfutter (Mischung aus dem Laden) im Frühling in die Wiese streuten. Ein Danke an die engagierten Nachbarn, welche sich sehr für unseren Garten zu interessieren scheinen.

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  • Fritz am 19.01.2016 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Garten erst im zeitigen Frühjahr aufräumen

    Unter liegengelassenen Blättern, in einem morschen Stück Holz, in den Samenständen verblühter Stauden und Rosen findet sich so manche Nahrung. Wenn wir im Herbst die Gärten nach unserem Geschmack aufräumen, hinterlassen wir eine karge Wüste..... so als würde uns jemand den Kühlschrank nach einem Grosseinkauf leerräumen und alles wegschmeissen... macht ja auch keinen Sinn.

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  • Mr.t am 19.01.2016 08:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachhaltigkeit

    Nachhaltiger wäre sich für mehr Lebensraum einzusetzen. Und da nehm ich auch die Waldbesitzer ins gebet. Eine gute Waldrandpflege mit unterholz würde extrem viel Lebensraum wieder herstellen. Oder setzt euch in eurer Wohngemeinde ein das Wildhecken angelegt und dann auch gepflegt werden. Dies würde auch vielen anderen Kleintieren und Insekten helfen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schöne Tiere am 19.01.2016 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Klimaverändertes Verhalten

    In der Ostschweiz sah ich gerade vor dem Kälteeinbruch, aber bereits im Schnee, einen Storch, der, wie ich vermute, nicht mehr richtig nach Süden zieht. Vor Weihnachten, zwei dicke, wohlgenährte Störche (dann noch in der rel. Wärme) in der Linth-Ebene.

  • Wasserfrau84 am 19.01.2016 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kreislauf schliessen

    Die Sonnenblumenköpfe aus dem Garten schneiden wir im Herbst und lassen sie trocknen. Im Winter, wenn es schneebedeckt ist, hängen wir diese an einer regengeschützten Stelle auf. Die Vögel mögen das sehr gerne. Im Frühling wächst dort meist eine neue Sonnenblume.

  • Rumms am 19.01.2016 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Warum ?

    Im Oktober und November hatten wir jede Menge Spatzen und ein paar Maisen. Seit Mitte Dezember keinen einzigen Spatz mehr. Verstehe das gar nicht. Sonst haben wir noch Amseln, Rotkehlchen, Buchfinken, Kohl-Blaumeisen. Aber eben keine Spatzen mehr. Versteh ich nicht.

  • Marco am 19.01.2016 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Wie viele Menschen füttern die Tiere mit Futter im Netz? Dann gross auf Tierretter machen aber nicht daran gedacht, dass die Rehe usw. daran ersticken könnten..

  • M.S. am 19.01.2016 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Piep Piep ich bin hier

    Letzten Frühling auf meinem Balkon: Mama und Papa Piepmatz schauen mit ihrem Nachwuchs (war nur 1 Stück) vorbei. Unter lautem Gezwitschere nimmt ein Elternteil Körner aus dem Häuschen und verfüttert es dem Kind. Ich musste weinen vor Freude!