Preisvergleich

05. Juli 2018 12:18; Akt: 05.07.2018 12:18 Print

So viel kosten Bier und Burger an den Festivals

8 oder doch 14 Franken für einen Drink? Wie viel man für die Verpflegung bezahlt, kommt sehr aufs Festival an.

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Ein Wochenende mit den Killers, Nine Inch Nails und viel Sonne: Am Wochenende feierten Zehntausende am Openair St. Gallen. Die Festivalgänger mussten für den Spass einiges bezahlen: Ein Dreitagespass kostete dieses Jahr 215 Franken – vor 10 Jahren waren es erst 144 Franken, wie eine Auswertung von SRF zeigt. Auch das Openair Frauenfeld, das diese Woche beginnt, verlangt 73 Franken mehr für den Dreitagespass. Andere Festivals haben in dieser Zeit ähnliche Preisaufschläge verzeichnet.

Doch nicht nur für den Eintritt, sondern auch für die Verpflegung müssen die Musik- oder Schlamm-Fans tief in die Tasche greifen. 20 Minuten hat bei den Festivals die Preislisten angefragt und einen Vergleich aufgestellt. Dieser zeigt: Die Preise an den Festivals können sehr unterschiedlich sein.

So bekommt man am Paléo Festival in Nyon schon für acht Franken einen Drink und für 4 Franken ein Bier (3dl). Am Openair St. Gallen muss man dafür hingegen 14 Franken für einen Drink hinlegen. Ein Bier kostet 6.50 Franken, aber ist mit 4dl aber auch ein wenig grösser. Die restlichen Festivals pendeln sich dazwischen ein.

Preise für Drinks an Festivals (in Franken)

Preise für ein Festival-Bier (in Franken)

Wer Hunger hat, muss je nach Festival ebenfalls unterschiedlich tief in die Taschen greifen. Die St. Galler verkaufen ihre berühmte Bratwurst für 7 Franken, am Openair Gampel kostet sie 8 Franken, und auf dem Gurtenfestival gibt verschiedene Würste, die zwischen 8 und 12 Franken kosten. Für einen Burger zahlt man in St. Gallen 11 Franken, in Frauenfeld und am Paléo-Festival 10 Franken und beim Gampel-Openair zwischen 10 und 16 Franken.

Preise für eine Bratwurst (in Franken)

Wem das noch zu günstig ist, der kann am Festival auch Spezialitäten schlemmen gehen: Am Gurtenfestival gibt es beispielsweise am «Deluxe Food»-Stand ein Rindsentrecôte an Salat – für 22 Franken. Am Paléo-Festival kann man sich einen Poulet-Satay-Spiess für 16 Franken gönnen, beim Openair Frauenfeld wartet auf die Gourmets Pulled Beef für 14.50 Franken.

«Die Künstler-Gagen haben sich verdoppelt»

Die Festivals rechtfertigen die hohen Preise mit hohen Kosten: «Das Ansteigen der Ticket-Preise ist auf den massiv steigenden Sicherheitsaufwand, die strengeren Auflagen der Behörden und die höheren Erwartungen der Gäste an Infrastruktur und Programm zurückzuführen», sagt Joachim Bodmer vom Openair Frauenfeld. Ausserdem seien die Gagenforderungen der Künstler gestiegen, sie hätten sich in den letzten 5 Jahren verdoppelt. «Wir wälzen die höheren Kosten nicht vollständig auf den Gast ab. Das heisst, dass für uns die Gewinnmargen sinken und das unternehmerische Risiko steigt.»

Beim Openair Fraufeld habe man die Gastrokosten in den letzten 5 Jahren mehr oder weniger nicht verändert, sagt Bodmer. Die Festivalgänger würden sich nicht beschweren: «Das Openair Frauenfeld ist eines der günstigeren Festivals und nun zum dritten Mal in Folge ausverkauft. Entsprechend interessieren sich die Gäste bei uns mehr wie man noch zu einem Ticket kommt.»

(the/swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Besucher am 05.07.2018 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    OASG

    Ich war am Wochenende extra für Depeche Mode nach St. Gallen gefahren. Wenn ich sehe wie viele jungen Menschen dort waren und viele nicht mal die Konzerte besuchen, soll mir keiner mehr sagen in der Schweiz können sich die jungen nichts leisten.

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  • Johnny am 05.07.2018 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Nope

    Puuh nein so etwas tue ich mir nicht an. Da bleibe ich doch lieber bei den Festivals in Holland wo das Bier 3 Euro kostet :)

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  • Peete am 05.07.2018 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Abfall pro Kilo?

    Und wieviel kostet uns am Schluss 1 Kilo Abfall entsorgen? Wäre interessant zu wissen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Biker am 06.07.2018 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Biker Party Sumiswald

    Ich sag nur kommt in 2 Wochen nach Sumiswald. es geht auch anders!

    • Martial2 am 06.07.2018 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Biker

      Nicht jeder ist Biker, wir sind seit gut 50 Jahre Auto-Freaks. Nicht jeder Mensch ist gleich gestellt...

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  • Sale am 06.07.2018 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot = Nachfrage

    Die Preise sind vollkommen fair. Leute die schon mal auf Ibiza, Mykonos, Santorini oder Barcelona an einem Festival waren, wissen wie teuer Festivals sein können. Für eine einzige Party pro Tag (6-8h) bezahlt man mind. 50 EUR eintritt.. über die Getränkepreise sollte man erst gar nicht sprechen. (1 Redbull = 15 EUR)

  • R. Reiser am 06.07.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Gampel

    Die Walliser mit ihrem Gampel fallen besonders auf. Aber das ist normal im Wallis - die Touris werden dort sehr gerne abgezockt und dann lachen sie danach, weil die üsser schwizer, wie wir genannt werden, zuviel bezahlt haben. Normalfall in dem Kanton.

    • Gampjär am 06.07.2018 21:35 Report Diesen Beitrag melden

      Preisvergleich

      Schau doch nochmal die Vergleiche an, welches Festival hat im Durchschnitt die günstigsten Preise?

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  • Matthias am 06.07.2018 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich gönne es Allen

    Sorry aber langsam überwiegt bei mir die Schadenfreude. Auf ein Festival gehen und dann noch motzen weil die Preise zu hoch sind. War doch schon immer so, da von Jahr zu Jahr die Preise immer höher werden. Also wer nicht genug Geld hat, sollte lieber zu Hause bleiben. Nun regnet es auch noch. Find ich super. D könnt ihr dann noch motzen das es keine Regenschirme und Gummistiefel in Frauenfeld mehr gibt.

  • Te Rasse am 06.07.2018 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als ob man

    Nur wegen eines Preisunterschieds an das eine oder andere Festival ginge!