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Kampf den Abzockern
18. Dezember 2012 09:23; Akt: 18.12.2012 11:24 Print
«Exzessiven Vergütungen einen Riegel schieben»
Der Abstimmungskampf um die Abzockerinitiative kommt in die heisse Phase. Heute erklärte Justizministerin Simonetta Sommaruga, warum sie den Gegenvorschlag des Parlaments für griffiger hält.
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Abzocker-Initiative
Die Initiative nehme ein berechtigtes Anliegen auf, sagte Sommaruga vor den Medien in Bern. Exzessive Vergütungen hätten in den letzten Jahren zu Kritik und Ärger geführt. «Der Selbstbedienungsmentalität gewisser Manager muss man einen Riegel schieben.» Es lohne sich aber, genau zu prüfen, welche Massnahmen hilfreich seien.
Infografik Die Lohnschere öffnet sichAus Sicht des Bundesrates ist der indirekte Gegenvorschlag die bessere Lösung. Manche Punkte der Initiative gingen zu weit und wären teilweise gar kontraproduktiv, sagte Sommaruga. So würde die vorgesehene einjährige Amtsdauer des Verwaltungsrates kurzfristigem Denken Vorschub leisten.
Ausgewogenes Kräfteverhältnis
Der indirekte Gegenvorschlag nehme wesentliche Forderungen der Initiative auf. Er enthalte Massnahmen gegen masslose Vergütungen und stärke die Aktionärsrechte, sagte Sommaruga. Im Unterschied zur Initiative schaffe er aber ein ausgewogenes Kräfteverhältnis zwischen Aktionären, Verwaltungsrat und Geschäftsleitung.
In einigen Punkten gehe der Gegenvorschlag sogar über die Initiative hinaus. So sehe er verschärfte Bestimmungen zur Sorgfaltspflicht des Verwaltungsrates und zur Rückerstattung von ungerechtfertigten Vergütungen vor.
Bessere Lösung
Weil das Parlament keine Abstimmungsempfehlung formuliert hat, muss auch der Bundesrat darauf verzichten, die Initiative dem Volk zur Ablehnung zu empfehlen. Er hält aber klar fest, dass er sie ablehnt.
Auf die Frage, ob sie sich dabei wohlfühle, als SP-Bundesrätin eine von ihrer Partei unterstützte Initiative zu bekämpfen, stellte Sommaruga fest, darum gehe es nicht. Der Bundesrat halte den indirekten Gegenvorschlag für die bessere Lösung, und sie vertrete diese Position «sehr gerne».
(sda)
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Alle 76 Kommentare

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Klares Ja
Alles, was der Bundesrat empfiehlt sollte man beiseite legen. Noch nie waren die Empfehlungen des BR gut. Somit: Klares Ja zur Abzockerinitiative.
Bundesrat hilft den Abzockern!
Ja, genau! Früher wollte ich immer zuerst wissen, was der Bundesrat empfiehlt, dann wusste ich gleich, was ich nicht stimmen musste!
Jedem das Seine
Es geht uns allen super gut in der Schweiz, so soll es auch bleiben. Wir sind dankbar, dass wir effektiv im Schlaraffenland Leben dürfen.
Schade...
Es ist zum verzweifel die einst wirtschaftlich attraktive Schweiz zerstört sich mit ihren "fairen" Initiativen selbst!