Gesperrte Strasse im Wallis

05. Januar 2018 20:36; Akt: 05.01.2018 21:52 Print

Spaziergänger entgeht nur knapp einer Lawine

Ein Mann im Oberwallis ignoriert eine Sperrung und begibt sich in Lebensgefahr – eine Kamera hat die Szene festgehalten.

Zwischen Täsch und Zermatt wurde ein Spaziergänger beinahe von einer Lawine verschüttet. (4. Januar 2018)Video: Tamedia/Geopraevent AG
Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Seitental zwischen Täsch und Zermatt war am Donnerstag wegen Lawinengefahr gesperrt. Ein Spaziergänger ignorierte die Sperrung und entging nur knapp einer Lawine. Eine Überwachungskamera der Geopraevent AG hielt die Szene fest – die Air Zermatt veröffentlichte sie auf Twitter.

Der Mann kämpfte sich auf dem gesperrten Weg durch den Tiefschnee, zögerte dann kurz, als sich über ihm erste Schneemassen lösen und setzte seinen Weg dennoch fort. Erst als sich noch mehr Schnee löste und den Weg gänzlich verschüttete, kehrte der Spaziergänger um und lief in gemütlichem Tempo zurück.

Höchste Lawinengefahr

«Mehr Glück als Verstand», titelte die Air Zermatt zu ihrem Tweet. Es sei Wahnsinn, wie man sich trotz gesperrter Strasse und mehrfach signalisierter, akuter Lawinengefahr in Zermatt in höchste Lebensgefahr bringen könne, schreibt das Helikopterunternehmen.

Die Walliser Kantonspolizei erinnerte daran, dass die Gefahr von Erdrutschen und Lawinen noch nicht gebannt sei – auch wenn die Niederschläge nun aufgehört hätten. Das Wandern ausserhalb markierter Gebiete wird nicht empfohlen und lokale Anweisungen müssen befolgt werden.

(scl)