Tatort Teich

15. November 2012 17:42; Akt: 15.11.2012 17:47 Print

Spiesst hier ein Tierquäler Enten auf?

Im Giessenpark in Bad Ragaz tragen sich seltsame Dinge zu. Eine Ente scheint von einem Pfeil getroffen zu sein, im Hals eines männlichen Artgenossen steckt ein Nagel. Wie es dazu kam, ist unklar.

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Leser-Reporter Robert D. ist schockiert. Im Giessenpark in Bad Ragaz SG schwimmt eine Ente mit einem pfeilartigen Teil im Körper herum, einem männlichen Artgenossen steckt ein rostiger Nagel im Hals. «Hier wurden offenbar Enten misshandelt. Dagegen muss etwas unternommen werden», so D. Die Enten hätten zwar normal gefressen, doch er glaube nicht, dass die Tiere noch lange leben werden. «Das ist einfach grausam.»

Bei der Gemeinde Bad Ragaz ist man informiert – zumindest über die weibliche Ente. «Vielleicht haben Kinder beim Spielen Pfeile auf die Enten geschossen. Wir können nur Vermutungen anstellen», sagt Werner Zindel, Tierschutzbeauftragter von Bad Ragaz. Auch bei der Vogelwarte Sempach geben die Bilder der armen Tiere Rätsel auf. «Die weibliche Ente könnte tatsächlich von einem Pfeil getroffen sein», sagt Mediensprecher Matthias Kestenholz. «Vielleicht ist es auch ein Stück einer Fischerrute.»

Zu einer Anzeige wird es kaum kommen

Den Nagel im Hals des Männchens jedoch kann sich der Experte beim besten Willen nicht erklären. «Dass jemand einen Nagel in eine Ente schlägt, halte ich für absurd. Das wäre grausam.» Doch den beiden Tieren scheint es nicht schlecht zu gehen. «Das Weibchen wirkt gesund und munter», urteilt Kestenholz. Vielleicht stecke das pfeilartige Teilchen lediglich im Federkleid des Tiers.

Auch das Männchen scheine nicht stark zu leiden. «Offenbar wurden keine lebenswichtigen Organe getroffen.» Der Nagel stecke unter Umständen ebenso nur im Federkleid des Tieres. «Dennoch – die Fremdkörper sind eine Einschränkung, sie sollten wenn möglich entfernt werden», sagt Kestenholz.

Was mit den Tieren geschieht, entscheidet gemäss Zindel der zuständige Wildhüter. Dieser beobachte die weibliche Ente seit mehreren Tagen. Ob jemand die Tat mutwillig begangen hat, Kinder mit Pfeilbogen und Blasrohr die Enten bombardierten oder diese auf sonst irgendeine Weise zu Nagel und Pfeil gekommen sind, bleibt ein Rätsel. Eine Anzeige gegen Unbekannt werde, so Zindel, kaum erstattet werden.

(dwi)


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dominik Müller am 16.11.2012 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Tiere wären wöhler ohne Menschen!

    Der Mensch ist immer für das Übel solcher Tiere verantwortlich... Ohne uns doofen Menschen, wären die Tiere viel besser dran!!

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  • Peter Keller am 16.11.2012 07:13 Report Diesen Beitrag melden

    Arzt her!

    Hallo? Warum werden die Tiere nicht zum Tierarzt gebracht? Fehlt in Bad Ragaz das Geld? Ich glaube die 20min Lesergemeinde würde da noch zusammenlegen (würde gleich den Anfang machen)! Bitte zum Arzt!

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  • Samylaura am 15.11.2012 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Herz für Tiere

    Einen weiteren Beweis, dass es einen Tieranwalt braucht! Selbst der Tierschutz unternimmt nichts? Für Tiere braucht man keine neue Moral. Man sollte nur die Moral, die für Menschen gilt, auch auf Tiere anwenden. Wer Tiere nur als Sache oder Essbares ansieht, ist unmenschlich, grausam und hat kein Herz! Höchstens eine " biochemische Muskelpumpe".......

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ti Bo am 16.11.2012 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Und hoffentlich....

    Schmeckt euch euer Billigpoulet heute abend....

  • old samson am 16.11.2012 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Einfangen

    An alle die sich beschweren warum man die Tiere nicht zum Tierarzt bringt, es ist nicht ganz so einfach. Habt ihr schonmal probiert einer dieser Enten einzufangen? Ich bin in Bad Ragaz aufgewachsen und noch immer wohnhaft dort und kenne diese wilden Enten gut. Versucht man zu nahe an eine zu kommen, rennt/schwimmt/fliegt sie davon und falls man es doch schaffen sollte, werden die übrigen Enten dies nicht einfach so hin nehmen und denjenigen attackieren. Jeder der schon Erfahrungen mit einem Schwan gemacht hat, weis wovon ich spreche.

  • Ueli Arm am 16.11.2012 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    So viel zum so vorbildlichen Tierschutz-

    gesetz in der CH! Es ist einfacher einem Hergang zu zusehen und dann mit dem Gewehr, ohne viel Aufwand und Arbeit, die Angelegenheit erledigen. Das Tiere mit Verletzungen in der CH nicht behandelt werden, dass ist eine Schande!!!

  • Dominik Müller am 16.11.2012 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Tiere wären wöhler ohne Menschen!

    Der Mensch ist immer für das Übel solcher Tiere verantwortlich... Ohne uns doofen Menschen, wären die Tiere viel besser dran!!

    • Elisabeth am 16.11.2012 11:19 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort an Dominik Müller

      da kann ich Ihnen zustimmen!! Es gibt leider immer wieder sehr böse Menschen, die Tiere quälen... diese werden bestimmt mal ihre Strafe bekommen. Es wird eine Gerechtigkeit geben

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  • Skeptiker am 16.11.2012 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Tierquäler

    Erstens, sollten die Tiere, statt beobachtet, zum Tierarzt gebracht werden, um sie von dem Fremdkörpern zu befreien, und zweitens habe ich in der Gegend beim Tierarzt vor zwei Wochen selbst gesehen, wie ein Schwan mit einer fingerdicken tiefen Wunde im Rücken gebracht wurde, die wie die Einschussstelle eines Pfeils ausgesehen hat...