Wieder das Triebwerk

10. Februar 2017 11:50; Akt: 10.02.2017 12:46 Print

Swiss-Passagiere in Barcelona gestrandet

Am Donnerstagabend strandeten 100 Swiss-Passagiere in Barcelona – wegen einer technischen Unregelmässigkeit an einem Triebwerk. Der Fehler konnte behoben werden.

Bildstrecke im Grossformat »
Weil eine Swiss-Maschine Triebwerk-Probleme hatte, strandeten 100 Passagiere am Donnerstagabend (9. Februar 2017) in Barcelona. Beim Flugzeug handelt es sich um einen Airbus A321. Er konnte mittlerweile repariert werden. (Symbolbild) Bereits eine Woche zuvor sorgte eine defekte Swiss-Maschine für Aufsehen. Sie musste auf dem Weg nach Los Angeles zur Sicherheit im Norden Kanadas zwischenlanden. Ein Triebwerk hatte sich automatisch abgeschaltet. Bei minus 30 Grad: Die Swiss-Maschine wird in Iqaluit repariert. Hier wird es über den Flugplatz in Iqaluit gerollt – vorbei an der Antonov, die das Ersatztriebwerk am Samstag in die Arktis geflogen hat. Ein weiteres Bild von der Fahrt des neuen Triebwerks über den Flughafen Iqaluit. Das alte Triebwerk wurde bereits abmontiert und steht im Hangar. Das Schutzzelt um den Swiss-Flieger ist offen - bereit für den Empfang des neuen Triebwerks. Auf diesem Bild sind beide Triebwerke im Hangar. Hier wurde jener Wechsel der Teile vorgenommen, der unabhängig vom Flugzeug gemacht werden konnte. Wegen der eisigen Temperaturen wurde ein Zelt rund um das Triebwerk aufgestellt, das beheizt ist. Hier waren die Techniker noch mit dem Abmontieren des kaputten Triebwerks beschäftigt. Das Triebwerk ohne Hülle am Flughafen von Iqaluit Gebracht hat das riesige Bauteil eine Antonov. Hier startet sie in Kloten in Richtung Kanada (4. Februar 2017). Kurz vor dem Start in Kloten. Die Antonov zieht eine erste Schlaufe über Brüttisellen. Am Samstag wird ein Ersatztriebwerk nach Nordkanada transportiert: Das Antonov-Transportflugzeug am Flughafen Zürich. (4. Februar 2017) Die Antonov beim Beladen mit offener Nase. (4. Februar 2017) Die Stadt Iqualit von der Strasse nach Apex aus. In der Gemeinde wohnen etwa 6700 Personen - zu 85 Prozent Inuit. Die Skyline der kleinen Stadt in der Arktis im Winter. So klein der Ort auch ist, im April 2015 war hier John Kerry zu Besuch. Auf den Bildern sieht man die Fahrzeugkolonne des ehemaligen US-Aussenministers. Ein weiteres grosses Ereignis für die Stadt ist offenbar auch die Notlandung der Swiss-Maschine am 1. Februar 2017. Ein Anwohner hat die Landung der Maschine gefilmt: Die Swiss-Maschine kurz vor der Landung auf dem Flughafen Iqaluit in Nordkanada. Bild: Screenshot Twitter Die Maschine ist sicher gelandet, wie eine Mediensprecherin der Swiss sagt. Laut Flughafendirektor John Hawkins soll die Maschine einzig beim Wenden etwas Probleme gehabt haben. (1. Februar 2017) Bild: Screenshot Twitter Der Swiss-Flug LX40 von Zürich nach Los Angeles musste wegen technischer Unregelmässigkeiten die geplante Flugroute unterbrechen. (1. Februar 2017) Bild: Screenshot Flightradar 24 Die Maschine flog Iqaluit nach einer scharfen Kurve direkt an und landete sicher. (1. Februar 2017) Bild: Screenshot Flightradar 24 Die defekte Maschine benötigt ein neues Triebwerk, das über Grossbritannien, Island und Grönland aus Kloten nach Iqaluit eingeflogen werden musste. Drei Swiss-Techniker und einige Experten des Flugzeugmotorenherstellers GE sind seit Sonntag damit beschäftigt, das 8,3 Tonnen schwere Bauteil mit 3,4 Meter Durchmesser an den Swiss-Jet zu montieren. Techniker unter dem Schutzzelt um den Swiss-Flieger (7. Februar 2017) Die Arbeitsbedingungen in der kanadischen Eiswüste sind schwierig. Am Flughafen Iqaluit herrschen derzeit tagsüber Temperaturen von minus 25 Grad. Wegen des Windes fühlt es sich aber an wie minus 35 Grad (7. Februar 2017). Techniker arbeiten an den beiden Triebwerken im Hangar. Die Swiss will zu den finanziellen Folgen nichts sagen. Eine grobe Schätzung ergibt Kosten von mehr als einer ­Million Franken. Mit jedem Tag steigen die Ausgaben weiter (7. Februar 2017).

Zum Thema
Fehler gesehen?

Erneut ist es bei einem Flugzeug der Swiss zu Triebwerk-Problemen gekommen. Dieses Mal in einem etwas wärmeren Klima: 100 Passagiere des Flugs LX1957 mussten am Donnerstagabend in Barcelona am Boden bleiben, weil er «aufgrund einer technischen Unregelmässigkeit, die an einem der Triebwerke festgestellt wurde», annulliert werden musste, bestätigt Swiss-Sprecher Stefan Vasic.

Umfrage
Wurde bei Ihnen auch schon ein Flug annulliert?
39 %
20 %
37 %
4 %
Insgesamt 2433 Teilnehmer

«Wir warten seit 7.30 Uhr am Flughafen», schrieb ein Leser-Reporter zwei Stunden später von Barcelona aus. Laut Vasic wurden die Passagiere im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten entweder bereits am Donnerstagabend umgebucht oder in Hotels untergebracht, sodass sie ihre Reise am Freitag fortsetzen können.

Maschine hebt am Freitag wieder ab

Eine Nacht im Hotel verbrachte auch der Leser-Reporter. Der Rückflug am Freitagmorgen habe jedoch wiederum 20 Minuten Verspätung, meldet er aus Barcelona. «Die Stimmung der Schweizer war recht gut, aber diejenigen, die gestern noch einen Weiterflug gehabt hätten, waren sehr verärgert.» Einige Passagiere müssten deshalb 24 Stunden auf den nächsten Flug warten.

Die «technische Unregelmässigkeit» konnte in der Zwischenzeit behoben werden. Der Airbus A321 wird am Freitag bereits wieder in Betrieb genommen.

Kein Zusammenhang zwischen Iqaluit und Barcelona

Bereits vergangene Woche musste eine Boeing der Swiss auf dem Weg nach Los Angeles im kanadischen Iqaluit am Polarkreis einen ausserplanmässigen Stopp einlegen. Das Triebwerk hatte sich automatisch ausgeschaltet und musste vor Ort in Eiseskälte ersetzt werden. Erst in der Nacht auf Donnerstag konnte die reparierte Maschine wieder abheben. Sie kam am Morgen in Zürich an und soll am Freitag wieder in den Linienverkehr eingeführt werden.

Vasic betont, dass die Triebwerke am Airbus A321 ganz andere seien als jene an der Boeing. «Die Vorfälle stehen definitiv in keinem Zusammenhang miteinander.» Dass es bei den 90 Fliegern der Swiss-Flotte und bei über 400 Flügen pro Tag hin und wieder zu technischen Unregelmässigkeiten komme, sei nicht aussergewöhnlich.

(vro)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Octa Optimus am 10.02.2017 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht tragisch

    Klar ist es mühsam, aber lieber ein Halt, als ein Absturz! Und Barcelona ist eine nette Stadt :)

  • Sepp am 10.02.2017 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Swiss

    Nix passiert, präventiv gehandelt, tendenzieller Angstmache-Bericht in den Medien. Fliege weiter mit Swiss.

    einklappen einklappen
  • denise frey am 10.02.2017 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flugzeug

    Seit doch froh dass alle noch leben wenn die Maschiene abgestürtzt wäre das sehr traurig

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Groupi am 11.02.2017 08:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alltag

    Denke, hier wird etwas hochgeschaukelte, welches alle Airlines tagtäglich, weltweit betrifft. Wir mussten 1984 auf Antigua auch 5 Stunden auf den Rückflug warten, weil die Maschine von Vögeln gereinigt werden musste, welche bei der Ankunft ins Triebwerk geraten waren.

  • Martial2 am 10.02.2017 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LX LH no Thanks...

    Man fragt sich schon wie diese Vögel der Swiss gewartet werden... Konstant über billig Airlines schimpfen warum denn? Ich ziehe persönlich EasyJet und Ryan Air vor!!

  • Skywalker99 am 10.02.2017 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtig so

    Na und? Safety first. Ein "vielleicht" gibt es da nicht, das heisst nein. Vor allem bei Triebwerken, denn da gilt: " The powerplant ist is the heart of an aircraft"

  • Spejbl am 10.02.2017 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Moment mal

    Pro Woche gibt es in Zürich mindestens ein mal ein Triebwerkproblem, wollt ihr jetzt wirklich wegen solchen Vorkommnissen ständig darüber Berichten? Sollte vielleicht SRTechnics in der Halle eine 24h Webcam aufstellen?!, spart Schreibarbeit ;)

  • Tom Hofer am 10.02.2017 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hat das Konsequenzen?

    Es wird ja immer schlimmer. Da sieht man wo man hinkommt, wenn die Flugzeuge nicht richtig gewartet werden. Ich sage nur billig Airline. Alle werden mich verstehen