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Geschlechtskrankheiten
26. November 2012 14:24; Akt: 26.11.2012 14:41 Print
Syphilis & Co. verfolgen uns auf Schritt und Tritt
Seit Jahren zeigt der Trend in eine Richtung: Auch 2012 wird es wieder mehr Fälle von Syphilis, Gonorrhoe und Chlamydien geben. Selbst HIV-Diagnosen nehmen konstant zu.
Die sexuell übertragbaren Infektionen (STI) werden auch 2012 weiter zunehmen. Dies ergibt eine Analyse des Bundesamts für Gesundheit (BAG) der Syphilis-, Gonorrhoe- und Chlamydia- Meldungen für den Zeitraum von Januar bis Juli 2012.
Das BAG schreibt am Montag von 287 bestätigten Syphilis-Fällen in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres (2011: 267 Fälle). Die Hochrechnung fürs gesamte Jahr lasse einen Anstieg der Syphilis- Diagnosen um 3 bis 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwarten.
Auch die Gonorrhoe-Fälle nehmen zu: Von Januar bis Juli 2012 wurden mit 817 Meldungen fast 100 Fälle mehr verzeichnet als im selben Zeitraum 2011 (722 Fälle). Die Hochrechnung ergibt einen Anstieg um 5 bis 13 Prozent für 2012 im Vergleich zu 2011. Es werden rund 1400 Diagnosen erwartet.
Ausserdem nehmen die Chlamydien-Diagnosen seit Jahren zu, dies gilt auch für 2012. Die Zunahme der gemeldeten Diagnosen in den ersten sieben Monaten 2012 beträgt 12 Prozent. Die Schätzung per Ende Jahr geht von rund 8000 Fällen aus, ungefähr 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders betroffen von Chlamydia sind Frauen.
Mehr Diagnosen wegen Kampagne?
Seit 2011 fordert die «Love Life»-Kampagne auf, sich bei Beschwerden im Genitalbereich in ärztliche Behandlung zu begeben. Ein Teil der STI-Diagnosen könnte laut BAG damit zusammenhängen.
Neben den zunehmenden Fällen von STI setzt sich der seit 2008 abnehmende Trend der HIV-Diagnosen nicht weiter fort, heisst es im BAG-Bulletin weiter. In den ersten sieben Monaten 2012 seien dem BAG insgesamt 364 neue HIV-Diagnosen gemeldet worden.
Gemäss Hochrechnung dürften es bis Ende Jahr rund 610 Diagnosen sein - rund 50 mehr als im Jahr 2011. Von HIV stark betroffen sind insbesondere Männer, die mit Männern Sex haben (MSM).
(sda)
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trieb und dummheit
ja die meisten wissen genau was sie tun aber das problem ist bei mir der alkohol......was ich nüchtern im leben nicht machen würde fällt mir betrunken besonders einfach..... wie dumm mann sein kann....heisse frau feiner abend genussmittel .....verdammt was hab ich getan
Wo liegt das Problem?
Wenn etwas zur easy konsumierbaren Massenware degeneriert, wie Sex in unserer heute, ach so aufgeschlossenen und übersexualisierten Gesellschaft, dann häufen sich halt auch "Fabrikationsfehler"!!
Tests immer noch zu aufwändig
Ich schätze, dass die Übertragung von STD generell gesenkt würde, wenn sie enttabuisiert würden. Gerade das "Treueprinzip" gehört wohl zu den verlogensten Aspekten unserer Gesellschaft, denn es fördert Lügen und Ausreden. "Ausrutscher" werden somit totgeschwiegen, womit sich der unwissende Partner bei ungeschütztem Verkehr einem hohen Risiko aussetzt. Ebenso ist und bleibt es in der Schweiz eher mühsam, sich schnell, einfach und anonym auf STD testen zu lassen. Diese Tests müssten zudem, wie in anderen Ländern, gratis angeboten werden. Je häufiger wir uns testen lassen, desto eher lassen sich diese Krankheiten auch eindämmen und behandeln. Das Letzte, was wirkt, ist Moralisieren. Pragmatik ist angebracht, denn Sex gab es schon immer und wird es auch immer geben, solange wir existieren. Ob es einigen passt oder nicht.