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Fleisch-Streit in Basel
20. September 2012 21:03; Akt: 20.09.2012 21:29 Print
Vegis fordern Fleisch-Verbot für ganze Schweiz
Der Fleisch-Streit an der Basler Uni eskaliert. Alle Mensas sollen nun auf Vegi setzen, fordert die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus. Die Fleischwirtschaft ist empört.
Das Mensa-Essen löst eine hitzige Debatte zwischen Vegis und Karnivoren aus - aber auch mit vegetarischem Essen könnte man noch solche lustige Teller-Figuren basteln. Die Bilder stammen von vier Studenten der Hochschule Furtwangen.
Nachdem 60 Studierende der Universität Basel ein Fleisch-Verbot in der Mensa forderten, gehen nun die Fleisch-Esser auf die Barrikaden: Ihnen ist nicht Wurst, was auf den Teller kommt. «Mehr vegetarische Menus sind ok, aber Fleisch ganz verbieten geht nicht», sagt Molekularbiologie-Student Mario Metzler. Die Karnivoren wollen die Vegi-Forderung deshalb mit einem Referendum kippen.
«Das Thema muss jetzt diskutiert werden»
Der Fleisch-Streit ruft sogar die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) auf den Plan: «Jetzt muss das Thema auch an anderen Unis diskutiert werden», sagt SVV-Präsident Renato Pichler. Eine fleischlose Mensa habe nämlich nur Vorteile – wirtschaftliche sowie ökologische. Deshalb soll das Angebot in den Kantinenen umgekrempelt werden. «Es müssen mehrere Vegi-Menus angeboten werden und nur falls wirklich nötig noch ein tierisches Menu für Fleisch-Süchtige», sagt Pichler.
«Forderung ist hirnverbrannt»
Erich Schlumpf von der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, Proviande, findet die Forderung nach einem Fleisch-Verbot hingegen «hirnverbrannt»: «Das wäre eine Bevormundung fast aller Studierenden.» Immerhin seien nur etwa fünf Prozent der Schweizer Vegetarier. Die freie Wahl zwischen Fleisch und Vegi habe sich bewährt.
(cs/lh/jsk)

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