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10. Januar 2018 11:37; Akt: 10.01.2018 11:57 Print

Welches Dorf will Grundeinkommen testen?

Eine junge Filmemacherin sucht ein Dorf, das das bedingungslose Grundeinkommen ausprobiert. Wer macht mit?

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Die Filmemacherin Rebecca Panian will in der Schweiz zu einem Experiment aufrufen. Sie sucht ein Dorf, das das Grundeinkommen testet. «Wenn ich in die Welt hinausschaue, mache ich mir Sorgen um unsere Zukunft», sagt Panian. Wirtschaft und Gesellschaft veränderten sich radikal. Die Sozialwerke seien nicht mehr in der Lage sein, die Älteren zu finanzieren. Das bedingungslose Grundeinkommen könne eine Möglichkeit sein, diese Probleme zu lösen. «Daher finde ich es sehr sinnvoll, die Idee auszuprobieren.»

Bevor ein Grundeinkommen aber auf nationaler Ebene getestet werde, sollte man es zuerst in kleinem Rahmen ausprobieren. Ein Dorf sei ideal, weil es eine überschaubare Grösse aufweise und mit all seinen Strukturen und der Bevölkerungsdurchmischung quasi ein Miniatur-Land darstelle.


(Video: Youtube/re pa)

Deshalb startet die Aargauerin heute gemeinsam mit dem Verein «Dein Grundeinkommen» den Aufruf: «Gesucht: ein Dorf, das eine neue Zukunft testen will.»

Sobald sich ein geeignetes Dorf gemeldet habe, werde sie das Geld organisieren, um das Experiment zu finanzieren. Dann will sie zusammen mit dem Dorf und Experten ausarbeiten, wie das Experiment genau ausgestaltet werden soll. Am Schluss soll in Zusammenarbeit mit der Filmproduktion Catpics AG ein Dokumentarfilm zum Grundeinkommen entstehen.

Welches Dorf wäre ideal?

«Ideal wäre ein Dorf, das zwischen 150 und 1000 Einwohner zählt und eine gute Mischung aus Arbeitenden, AHV-Bezügern, Familien, Singles, Arbeitslosen, IV-Bezügern und Ausländern aufweist», sagt Panian. Grundsätzlich könnten sich aber alle interessierten Dörfer melden.

Das Experiment soll ein Jahr dauern. In der Zeit solle es für alle Einwohner eine Einkommensabsicherung geben. Für Erwachsene liege diese bei 2500 Franken, für Kinder bis 18 bei 625 Franken. Erwachsene, die über 2500 Franken verdienten, erhielten kein zusätzliches Geld.

(dp/20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nationless am 10.01.2018 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Fail

    Erwachsene, die mehr als 2500 Franken verdienen erhalten kein zusätzliches Geld? Und was daran ist Bedingungslos?

    einklappen einklappen
  • LCA- am 10.01.2018 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Finnland startet Pilotversuch

    3.5.2016 Ein Pilotprojekt in Finnland soll zeigen, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen zu einem schlankeren Staat und besserer Arbeitsmarkt-Partizipation führen könnte. Das Ausland schaut interessiert zu.

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  • D.B. am 10.01.2018 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man wehrt sich dagegen solange das prallgefüllte L

    Es gibt Leute die einfach strikte gegen ein Grundeinkommen sind ohne sich je wirklich vernünftige Gedanken drüber zu machen. Mit 100%tiger Überzeugung sage ich, aber nur solange wie sie monatlich ihr prall gefülltes Lohnsäckli erhalten. Diese Leute haben nicht die geringste Ahnung und Erfahrung wie es andern ergeht, daß viele Leute hier im betitelten reichsten Land der Welt an der Armutsgrenze und darunter leben MÜSSEN und dafür noch 150% arbeiten MÜSSEN! Sie wissen nicht wie es ist, wenn man nicht soviel verdient daß man die vom Staat auferlegten Kosten monatlich berappen kann und einem dann noch 150.- oder gar nichts mehr zum leben bleiben!! Darum Grundeinkommen ja fpr alle wenig und normalverdiener.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Betschon Luzius am 11.01.2018 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es! Wer, wenn nicht wir, eines der reichsten Länder der Welt?

  • Typisch LINKS ins Verderben: am 11.01.2018 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts durchdacht!

    Kann mir jemand erklären, was mit dieser Muster-Gemeinde finanziell passiert, wenn mehrere Bewohner das Probejahr als Job-Pause nutzen und dementsprechend die Steuereinnahmen rapid sinken? Bei den bereits bekannten Nutzer eines Grundeinkommens ist ja NICHTS zu holen, also kann es dann wiederum die Mittelschicht finanzieren!

  • Simion92 am 11.01.2018 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Frage

    ob das BGE kommt, oder nicht ist keine Frage. In Zukunft wird es schlichtweg nicht genug Arbeitsstellen (100%) für jeden willigen Arbeitnehmer geben. Die Automatisierung kommt unweigerlich. Jetzt müssen die Weichen gestellt werden, das BGE muss von den Arbeitgebern als Ausgleich zu zukünftigen Lohneinsparungen eingefordert werden.

  • Thomas am 11.01.2018 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Frage

    Mich würde interessieren, ob die Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommen eher für oder eher gegen die NoBillag-Initiative wären, und aus welchen Gründen.

  • Maria M. am 11.01.2018 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    achnung

    Bedienungsloses Einkomen darf nur für diejenigen gelten, die Schweizer Bürgrerschaft besitzen. Sonst wird diese gute Idee zur Kommunistischen Illusion a la Sowjet Union