Sichern und Retten

13. Juni 2018 21:32; Akt: 14.06.2018 06:09 Print

So verhalten Sie sich bei einem Unfall

Ein Autounfall hat in Wädenswil ein Todesopfer gefordert. Das richtige Verhalten nach einem Unfall kann lebensrettend sein.

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Auf der A3 Richtung Zürich ist am Mittwochmorgen ein 60-jähriger Mann nach einem Unfall mit einem anderen Fahrzeug ums Leben gekommen. Ein drittes Auto fuhr direkt in eines der verunfallten Fahrzeuge und erfasste beide Männer. Der 60-Jährige verstarb noch am Unfallort. Der 28-Jährige kam mit leichten Verletzungen ins Spital. Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall. 2010 verlor sogar ein Polizist sein Leben, als er auf der A53 bei Brüttisellen ZH von einem Auto erfasst wurde.

Das richtige Verhalten bei einem Unfall kann lebensrettend sein. Wichtig sei zunächst, sich nicht selbst in Gefahr zu begeben, teilt das Bundesamt für Strassen mit. Folgende Tipps sollten Autofahrer im Fall eines Unfalls berücksichtigen:

• Das Auto wenn immer möglich auf den Pannenstreifen lenken.
Sofort die Polizei alarmieren (Tel. 117).
• Immer die Warnweste anziehen, die zur Aufbewahrung im Auto empfohlen wird.
• Beim Verlassen des Fahrzeugs auf den Verkehr achten.
• Auf dem Pannenstreifen mit dem Warndreieck signalisieren, dass ein Unfall stattgefunden hat, sofern man das Warndreieck mitgeführt hat. Auf Autobahnen muss der Abstand mindestens 100 Meter betragen.
• Verletzte, die geborgen werden können, sollten gerettet werden. • Im Rahmen der Möglichkeiten soll Erste Hilfe geleistet werden.
• Betreuen Sie die verletzten Personen, beobachten Sie sie genau und unterhalten Sie sich mit ihnen.
• Begeben Sie sich selber nicht in Gefahr.
• Betreten Sie die Fahrbahn nicht mehr.

Wer keine Nothilfe leistet, muss unter Umständen rechtliche Konsequenzen fürchten. Wer einem Menschen, der in unmittelbarer Lebensgefahr schwebt, nicht hilft, obwohl es ihm den Umständen nach zugemutet werden könnte, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden. Das gilt auch für jene, die andere an der Nothilfe hindern – und damit möglicherweise auch Gaffer, die Rettungsarbeiten stören.

Die Retter sind im Fall eines Unfalls darauf angewiesen, an die Unfallstelle gelangen zu können. Daniel Graf, Mediensprecher des TCS, sagt: «Wenn ein Unfall passiert ist und es Stau gibt, ist es wichtig, schnell den Warnblinker einzustellen und eine Rettungsgasse zu bilden. Das findet oft nicht statt, kann aber Leben retten.»

(wsa)