Sicherheitskonzept

10. Januar 2018 10:37; Akt: 11.01.2018 10:46 Print

So wird Trump am WEF geschützt

Die Kosten für die Sicherheit am WEF belaufen sich auf neun Millionen Franken. US-Präsident Donald Trump wird aber auf seine eigenen Leute setzen.

Der Bündner Polizeikommandant Walter Schlegel über Trumps Besuch am WEF.
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So viel ist jetzt schon klar: Donald Trump wird am 23. Januar sicher nicht allein ans WEF reisen. Der letzte US-Präsident, der das Weltwirtschaftsforum in Davos besuchte, war Bill Clinton vor 18 Jahren. Auch er reiste nicht allein an. Ein Sicherheitsdispositiv von 1500 Personen begleitete Clinton damals. Wie viele Personen Trump in diesem Jahr zur Seite stehen werden, ist noch nicht bekannt – weniger werden es sicher nicht sein.

Trump besucht das WEF in Davos

Trotz der eigenen Sicherheitskräfte, die Trump nach Davos begleiten werden: Offiziell ist die Kantonspolizei Graubünden zuständig für den Schutz der Staatsoberhäupter. Sie kann dabei aber auf die Unterstützung von Polizeikräften aus der ganzen Schweiz und aus dem Fürstentum Liechtenstein zählen. Wie viele es genau sein werden, wird nicht kommuniziert. Auch die Schweizer Armee wird im Einsatz stehen und die Polizei unterstützen. Im letzten Jahr leisteten rund 5000 Armeeangehörige einen Einsatz, 93 Prozent davon waren Milizsoldaten.

Neun Millionen Franken für die Sicherheit

Für die Gewährleistung der Sicherheit der WEF-Gäste sind rund neun Millionen Franken vorgesehen. Das Forum übernimmt davon zwei Millionen Franken, den Rest bezahlen der Bund, der Kanton Graubünden und die Gemeinde Davos.

Wie alle WEF-Gäste mit dem Status «völkerrechtlich geschützt» hat auch Trump die Möglichkeit, mit einem Helikopter der Schweizer Armee vom Flughafen Zürich nach Davos zu reisen. Alle Staatsoberhäupter, Regierungschefs oder Mitglieder amtierender Regierungen können diese Möglichkeit nutzen. Meist setzten die US-Präsidenten aber auf einen eigenen Helikopter – oder gleich mehrere.

Clintons Limousine

Als der damalige US-Vizepräsident Joe Biden vor zwei Jahren ans WEF kam, wurden fünf Black-Hawk-Helikopter vom US-Army-Stützpunkt im deutschen Wiesbaden in die Schweiz geflogen. An Bord: bewaffnetes amerikanisches Sicherheitspersonal.

Es muss aber nicht immer ein Helikopter sein: 2000 trat Bill Clinton die Rückreise von Davos nicht per Helikopter an, sondern liess sich mit einer Limousine an den Flughafen Zürich chauffieren und löste bei seinen Sicherheitsleute Panik aus, als er an der Raststätte Glarnerland Halt machte, um sich eine Pizza zu genehmigen.

(fur)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sehnsucht 6 7 am 10.01.2018 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    7 Millionen für nichts .

    Eigentlich sollten die Kosten vollumfänglich vom WEF übernommen werden . Wieso muss der Steuerzahler 7 Millionen Franken übernehmen ? Das normale Volk hat ja überhaupt nichts davon.

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  • R. Feller am 10.01.2018 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bezahlen darf man

    Das WEF bringt dem gewöhnlichem Volk nichts. Es wird nur durch dieses bezahlt.

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  • Gsxr1000 am 10.01.2018 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ist es

    Ich finde dass der ganze Aufwand absolut unverhältnismässig ist. Das ganze Geld könnte sinnvoller ausgegeben werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Obelix am 12.01.2018 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    400Mrd Waffen für Saudis!?

    Argumentieren ist wie zu versuchen ein Sieb als Schöpflöffel zu verwenden. Wenn man den stumpfsinnigen Treffen der Amerikanischen Meetings zwischen Demokraten und Reps lauscht, frag ich mich wieso sich erwachsene gebildete Menschen auch auf Seiten der Republikaner das antun. Daran wird schweizer Bergluft auch nicht viel ändern. Schade, dass selbst ein nach aussen hin kompetent wirkender Mensch wie Roger Köppel aus politischem Kalkül sich so wenig dem Unsinn den dieser Potus von sich gibt zuwendet. Mit ein bisschen Bildung sollte einem dieses unterirdische Niveau auffallen.

  • Wuti am 12.01.2018 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungerecht

    Wenn ich diese Zahlen lese, könnte ich vor Wut und Verzweiflung nur so schreien. Ich bin unverschuldet Sozialhilfe Bezügerin. Bin im Behindert durch einen Unfall und kann nicht mehr arbeiten auch wenn ich das liebendgerne machen würde. Mit der Sozialhilfe kann man fast nicht leben und es heisst immer, es sei kein Geld vorhanden und der Bund müsse sparen. Muss der Bund sparen damit er das WEF bezahlen kann ? Wenn ja, dann bitte nicht auf Kosten der Sozialhilfe.

  • RSherman25 am 11.01.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Angeblich spontane Ausflüge

    "...und löste bei seinen Sicherheitsleute Panik aus, als er an der Raststätte Glarnerland Halt machte, um sich eine Pizza zu genehmigen." Woher stammt diese Information? Man weiss seit geraumer Zeit dass es eigentlich NICHTS gibt was bei Reisen oder Auftritten des US-Präsidenten "zufällig" oder "spontan" passiert. Ein "überraschender" Besuch im Burgerladen oder eben in der Pizzeria ist IMMER vorab geplant. Es soll nur zufällig wirken. Tatsächlich ist aber jede noch so kleine Abweichung durchdacht und vorgemerkt.

  • Erwin B am 11.01.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Unglaublich wie sich die Medien fast überschlagen vor Begeisterung. Endlich ein Thema zu dem fast jeder eine Meinung hat und die Spalten füllt. Nur schade, dass es nicht ein erfreulicheres Ereignis ist...

  • Reißkocher am 11.01.2018 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    irrsinn!

    Neun Millionen für einen solchen Anlass, das wären ungefähr etwas mehr als vier Millionen Kilo Reis die man der Hungernden Erdbevölkerung vor enthält! Traurig! Und da kommt mir das mit den 1500 Sicherheits Beamten die Vater Trump mitbringt doch noch gerade Recht.. Wow!

    • biene am 11.01.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

      zu viel geplabbere

      er verlangt doch kein solchen AUfwand !man sperrt die strassen nach Davos und gut ist !wo Probleme machen wenns keine gibt !wir sind die Schweiz und nich irgendwer! er kommt ohne dass es publik wird und da ist er ¨!

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