Sorgenbarometer

11. Dezember 2012 07:21; Akt: 11.12.2012 08:00 Print

Wo die Schweizer der Schuh drückt

Die Schweizerinnen und Schweizer sind von der Krise in Europa relativ unbeeindruckt. Trotzdem haben sie Angst vor Jobverlust. Und: Ein neuer Nationalstolz beflügelt das Land.

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Ein neuer Nationalstolz beflügelt die Schweizer. Hier die mit einem Schweizerkreuz beleuchtete Jungfrau zum 100-Jahre-Jubiläum der Jungfraubahnen. (Bild: Keystone)

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Die Schweizerinnen und Schweizer blicken eigentlich optimistisch in die Zukunft. Von der Krise in Europa sind sie erstaunlich unbeeindruckt, wie der Sorgenbarometer 2012 der Credit Suisse zeigt. Dennoch ist Arbeitslosigkeit ihre grösste Angst.

Die Mehrheit der Befragten schätzt die Schweizer Wirtschaftslage als robust ein. Ein Fünftel erwartet gar eine Verbesserung. Dieser Optimismus spiegle sich auch beim Privatkonsum, wie die Credit Suisse am Montag in ihrer Umfragenauswertung schreibt.

Die Arbeitslosigkeit landete in diesem Jahr trotzdem auf dem ersten Platz der Ängste und Sorgen. Die CS führt dies darauf zurück, dass ein hoher Beschäftigungsgrad als Voraussetzung für das Funktionieren der Schweiz angesehen wird.

Auf dem zweiten Platz der grössten Sorgen landete in diesem Jahr die Ausländerproblematik, zu der auch die Integration und die Personenfreizügigkeit gezählt werden.

Am dritthäufigsten sorgen sich die Schweizerinnen und Schweizer um ihre Altersvorsorge. Dabei sind es aber nicht die Jungen, die Bedenken äussern, sondern die aktuellen Bezüger, die offenbar Angst vor einschneidenden Kürzungen haben.

Neuer Nationalstolz

Trotz Sorgen und Ängsten: Die meisten Schweizerinnen und Schweizer lieben ihr Land. 86 Prozent der Befragten gaben in der Umfrage an, dass sie stolz auf ihre Heimat sind. Nur 11 Prozent waren nicht zufrieden mit der Schweiz, so wenige wie noch nie.

Dieser neue Nationalstolz gründet vor allem auf politischen Komponenten, in erster Linie der Neutralität und Eigenständigkeit des Landes. Alles in allem sind sich die Schweizerinnen und Schweizer wieder vermehrt der politischen Sonderlösungen bewusst und auch stolz darauf.

Der Sorgenbarometer der Credit Suisse wird seit 36 Jahren erhoben. Für die diesjährige Umfrage wurden vom Forschungsinstitut gfs.bern 1000 Stimmberechtigte aus allen Landesteilen befragt.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs Bär am 12.12.2012 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Momentan fühlen wir uns wohl

    Die direkte Demokratie und das politische System welches nicht auf Einzelpersonen oder eine Partei sondern auf die Gemeinschaft baut sind das Erfolgsrezept - mit dem Föderalismus kommen auch Bedürfnisse einzelner Kantone, Regionen oder Gemeinden nicht zu kurz. Dazu die solide Wirtschaft die auf KMU und auch die solide Binnenwirtschaft baut. Kein Wunder sind wir zufrieden, wieso auch nicht.

  • Ff am 11.12.2012 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Premiumland

    Angst vor Jobverlust hab ich nicht. Aber vor Lohndumping graust es mir schon. Zudem macht mir die zubetonierung mit der daraus folgenden verkehrsproblematik sorgen. Sonst CH 1 a. Nicht um sonst wollen viele in diesem schönen Land leben. Hat Def. Massive Nachteile.

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