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Elektronisch abstimmen
10. Dezember 2012 16:01; Akt: 10.12.2012 16:57 Print
Zählfehler bringt Ständerat zum Umdenken
von Lukas Mäder - Der Ständerat will nochmals darüber entscheiden, ob er künftig elektronisch abstimmt. Nach diversen Pannen kommt er auf sein Nein zur Abstimmungsanlage von Ende November zurück.

Fehleranfällige Methode: Ständeräte stimmen per Handzeichen ab. (Bild: Keystone)
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Mehrere Pannen beim Auszählen sind nicht spurlos am Ständerat vorbeigegangen. Eine Mehrheit in der Kleinen Kammer will erneut über die Frage befinden, ob eine elektronische Abstimmungsanlage eingeführt werden soll. Am Montag nahm das Stöckli mit 23 zu 20 Stimmen einen Ordnungsantrag an, den entsprechenden Vorstoss von SVP-Ständerat This Jenny
This
Jenny
SVP, GL
StänderatVerbunden mit
Toneatti AG, Bilten
weitere Verbindungen anzeigen nochmals zu beraten. Ende November hatte eine Mehrheit dessen Forderung, künftig auch in der Kleinen Kammer elektronisch abzustimmen, abgelehnt.
In der Debatte vom Montag wiesen die Redner auf die Vielzahl von Auszählfehlern hin, die in den letzten Tagen im Ständerat passiert waren. Jenny sprach von einer Riesenblamage. Angesichts von Entscheiden mit grosser Tragweite sei das Abstimmen per Hand grob fahrlässig. Deshalb hätte sich die Grundlage für den Entscheid geändert, begründete Jenny sein unübliches Vorgehen mit dem Wiedererwägungsgesuch.
«Tangiert Glaubwürdigkeit»
Die Basler Sozialdemokratin Anita Fetz
Anita
Fetz
SP, BS
StänderatVerbunden mit
Schweizerische Greina-Stiftung (SGS) zur Erhaltung der alpinen Fliessgewässern, Zürich
weitere Verbindungen anzeigen nannte das System fehlerhaft und des Rates unwürdig. «Die Glaubwürdigkeit des Ständerats ist tangiert, nicht seine politische Kultur», sagte sie in Anspielung auf ein beliebtes Argument der Gegner elektronischer Abstimmungen. Der Freisinnige Georges Theiler
Georges
Theiler
FDP-Liberale, LU
StänderatVerbunden mit
Mobimo Holding AG, Luzern
weitere Verbindungen anzeigen wies darauf hin, dass der Ständerat mit der Wiederholung der Abstimmung ja bereits auf den Videobeweis eingetreten sei, und empfahl ebenfalls ein Zurückkommen auf Jennys Vorstoss.
Als eine Art Kompromiss bot Jenny jedoch an, das Geschäft nochmals der vorberatendenden Kommission zu überweisen. Diese wird sich Ende Januar mit dem Thema beschäftigen, bevor die Transparenzfrage in der Frühjahrssession erneut ins Plenum kommt.
Über Videoaufnahmen wird noch definitiv entschieden
Bis Ende der laufenden Session darf zudem die Firma Politnetz weiterhin Videoaufnahmen im Saal machen. Politnetz hatte damit die falschen Auszählungen erst entdeckt und den Ständerat zur Wiederholung einer Abstimmung gebracht. Da die juristische Situation nicht völlig klar war, hat Politnetz am Wochenende beim Büro des Ständerats ein Gesuch für Videoaufnahmen eingereicht. Das Gesuch soll bis zur Frühlingssession definitiv behandelt werden. Wie Ständeratspräsident Filippo Lombardi
Filippo
Lombardi
CVP, TI
StänderatVerbunden mit
Mediapulse Stiftung, Bern
weitere Verbindungen anzeigen im Saal sagte, seien die Videoaufnahmen jedoch vorläufig erlaubt.
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vertrauen ist gut,kontrolle ist besser
warum kommt eigentlich keiner auf die idee BEIDE zählweisen einzusetzen? vertrauen ist gut, kontrolle ist besser.
Unser Recht auf ehrliche Ständeräte
Solche Themen findet man sonst eher in Zeitungen von Ländern, auf die mit Mileid geblickt wird. Transparenz sollte oberstes Gebot sein. Ich bin fuer Beides: Elektr. Abstimmungen Und Transparenz. Warum soll Etwas, das sich im Nationalrat bewaehrt hat fuer den Staenderat nicht eignen? Was sind das fuer Kapriolen? Eine peinliche Posse.
Kohle
Spielt doch alles keine Rolle. Gibt einige Sitzungen mehr, wichtig ist die Kohle stimmt. Da können Sie bestimmt besser zählen wenn 50 Fr. fehlen. Stellt Bitte das Video ins Internet.