Bund reagiert

23. Dezember 2012 15:50; Akt: 24.12.2012 08:08 Print

Zu viel Arsen und Uran im Trinkwasser

Neue Studien schätzen das Gesundheitsrisiko durch Schwermetalle im Trinkwasser höher ein als bisher. Der Bund will die Grenzwerte deshalb nach unten korrigieren.

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Der Bund will die Massnahmen gegen die Schwermetalle Uran und Arsen im Trinkwasser verstärken. Zum Schutz der Konsumenten schlägt das Bundesamt für Gesundheit vor, den Gemeinden und Mineralwasserproduzenten neue oder strengere Grenzwerte vorzugeben. Ein entsprechender Vorschlag hat es kürzlich bei Kantonen, Parteien und Wirtschaft in die Anhörung geschickt, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Die Änderung wird damit begründet, dass neuere Studien das Gesundheitsrisiko höher einschätzen als dies der Bund bis anhin tat. Gemäss dem Vorschlag soll für Uran neu ein maximal zulässiger Höchstwert von 30 Mikrogramm pro Liter gelten.

Beim Arsen möchten die Behörden den aktuellen Grenzwert von 50 auf 10 Mikrogramm pro Liter senken. «Neuere toxikologische und epidemiologische Studien zeigen, dass ein Höchstwert von 10 Mikrogramm angestrebt werden sollte», heisst es in den Erläuterungen.

Vor allem Graubünden Wallis und Tessin betroffen

Spüren werden die geplanten Änderungen etliche Berggemeinden, vorab in den Kantonen Graubünden, Wallis und Tessin. Bei ihnen kommt bedingt durch die Geologie Arsen und in geringerem Masse Uran im Trinkwasser vor. Setzt sich der Vorschlag des Bundes durch, werden mehrere von ihnen Wasserfassungen schliessen oder sanieren müssen. Der Bund rechnet mit Kosten in Millionenhöhe.

(pre)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Toll! Da spendet man, dass die armen Leute auf der Welt sauberes Trinkwasser haben, aber an uns arme Schweizer denkt hier niemand!!! Unser Wasser ist derart verseucht, dass es langsam nicht mehr lustig ist! Ich glaube, ich rufe mal eine Spendenaktion ins Leben, die zu 100% den Missständen in unserem Land zugute kommt! ...trotzdem frohe Festtage (und lieber einen guten Wein, als einen Schluck Wasser) ;-) – Elmar B.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan Segessenmann am 23.12.2012 23:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fehler im Text

    Fehler im Text! Man müsste den Grenzwert nach unten korrigieren, nicht nach oben... nach oben zu korrigieren wäre wohl ziemlich sinnlos;-)

  • unglaublich am 24.12.2012 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    überlegen sich die überhaupt etwas?

    Das Problem bei den Studien ist, dass keine Mengenwerte z.B. in mg/l angegeben werden. Solange das unterschlagen wird, kann man die Studien nicht als wissenschaftliche Arbeit ansehen. Gerade bei solchen Themen sollte äusserst genau angegeben werden, wie man auf die Resultate gekommen ist, um eine Hysterie zu minimieren.

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  • Gottfried Josi am 24.12.2012 06:13 Report Diesen Beitrag melden

    Trails

    Chemtrails seit Dank...Aber das sind ja alles zum Glück nur Verschwörungstheorien!! Ich bin echt erleichtert...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Steuerzahler am 26.12.2012 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    glauben undd hoffen und schätzen des BR?

    ich staune: Studien schätzen und der Bundesrat will handeln? Der BR sollte zuerst dort handeln wo er weiss - danach ist noch immer Zeit für Anderes. Und Studien könnten so sein das man danach weiss - und nicht schätzen muss - oder wurden wieder einmal Steuergelder verdampft? Bei Insieme wurde auch geschätzt dass es reichen würde....

  • Ticktack am 25.12.2012 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    jetzt ist es verseucht, vor kurzem war es noch das Beste Trinkwasser. Wers glaubt...

  • Martial Callair am 25.12.2012 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Was finden wir noch?

    Was ist das denn für ein "Geschiss"? Ich trinke trotzdem Hahnenburg wenn es mir passt. Ein schlechtes Wasser haben wir höchst selten in der Schweiz, nur dann wenn die Bauern zuviele Jauche auf die Felder schüten!

  • Michael Meienhofer am 24.12.2012 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Der Bund rechnet mit Ausgaben

    in Millionenhöhe für die Sanierung - das war wohl der Grund, dass seit Jahren keine schlafende Hunde geweckt wurden! Dabei verschanzten sich die Verantwortlichen auf EU-Gesetze oder bagatellisieren die Fakten- wenn diese nicht vom Bund in Auftrag gegeben wurden.....

  • Simi am 24.12.2012 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Training fürs Immunsystem

    In Tschernobyl blüht das Leben wieder auf, die Tierwelt hat sich bereits an die Umgebung gewöhnt. Wie wollen wir aber resistent gegen etwas wie radioaktive Strahlen werden, wenn wir es niemals an unser Immunsystem heranlassen?

    • Roger am 24.12.2012 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Ja mann kann ja auch resistent gegen radioaktivität werden . ......

    • held am 24.12.2012 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      gäu simi

      oh man... tiere, deren lebensdauer nicht lang genug ist, um an der strahlung zu sterben, erholen sich. geh doch mit gutem vorbild voran und wohne dort. wetten, du würdest es nicht lange mache. du hast "gefährliches halbwissen"...

    • Martial Callair am 25.12.2012 15:22 Report Diesen Beitrag melden

      Überall ist was!

      Simi, seit wann sind wir in der Schweiz an radioative Strahlen exponiert? Schwarzmaler sind nicht gefragt!

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