Rheintalstrecke

11. Januar 2018 02:48; Akt: 11.01.2018 17:57 Print

60 Fahrgäste stranden auf dem Weg in die Schweiz

Ein Zug hat auf der Rheintalstrecke eine Oberleitung heruntergerissen. Die Passagiere wurden mit einem Bus in die Schweiz gebracht.

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Auf der Rheintalstrecke zwischen Basel und Karlsruhe ist am Mittwochabend nahe Freiburg ein ICE mit rund 60 Fahrgästen gestrandet. Der Zug sei in eine beschädigte Oberleitung gefahren und habe sie herabgerissen, teilte die deutsche Bundespolizei in Weil am Rhein mit.

Ohne Strom blieb der Schnellzug, der von Köln nach Basel unterwegs war, im Bahnhof von Schallstadt liegen. Ein Fernbus brachte die Passagiere in der Nacht nach Basel. Wegen des Oberleitungsschadens wurde die Strecke stundenlang gesperrt. Auch Fahrgäste aus anderen Zügen mussten in Busse umsteigen.

Wie es zu dem Schaden an der Oberleitung gekommen war, blieb zunächst unklar. Erst am Donnerstagmorgen war die Strecke repariert. Züge konnten laut Bahn ab dem Vormittag wieder nach Plan und ohne Unterbrechung rollen. Bereits am frühen Morgen war eines der beiden Gleise wieder freigegeben worden.

Wichtige Nord-Süd-Verbindung

In Basel musste ein Fernzug in Richtung Kiel, der vor Mitternacht losfahren sollte, bis zum frühen Morgen im Bahnhof stehen bleiben. Die Fahrgäste konnten in dem Zug übernachten. Die Bundespolizei ermittelt zu den Ursachen. Es gebe aber bislang keine Hinweise auf eine mutmassliche Beschädigung durch Dritte.

Auf der für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtigen Nord-Süd-Verbindung gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Probleme. Von Mitte August bis Anfang Oktober war die Trasse zwischen Rastatt und Baden-Baden gesperrt, weil sich beim Tunnelbau für eine Neubaustrecke die Schienen gesenkt hatten.

Vor knapp einer Woche erst war die Strecke zwischen Freiburg und Basel für mehrere Stunden gesperrt. Ursache dafür war der Austritt einer Chemikalie am Rangierbahnhof in Weil am Rhein.

(chk/sda)