Philippinen

05. Juli 2018 12:18; Akt: 05.07.2018 12:18 Print

Schweizerin mit Mango betäubt und ausgeraubt

Eine Schweizer Touristin isst von einer präparierten Mango und wird danach ausgeraubt. Nun warnt sie vor der fiesen Masche.

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Den Trip auf die Philippinen hat sich die Schweiz-Kenianerin M.F.* definitiv anders vorgestellt: Sie wurde von vier Einheimischen auf fiese Art und Weise in die Falle gelockt, um ihr das iPhone sowie Bargeld zu klauen.

F. besuchte in Manila einen alten Bekannten. Am 22. Juni begab sie sich jedoch allein auf Erkundungstour und wurde von vier philippinischen Frauen abgepasst. «Sie waren wirklich überaus nett und erzählten mir, dass sie mir das ‹wahre› Manila zeigen wollten», sagt F.

«Verlor das Bewusstsein»

Die Frauen schlugen daher vor, einen lokalen Markt zu besuchen. «Ich ging erfreut mit, denn als offene Person wollte ich möglichst viel von der lokalen Kultur kennen lernen.» Solange sie sich in der Öffentlichkeit aufhielt, wähnte sich F. sicher. Ein verhängnisvoller Fehler, wie sich später herausstellen sollte.

Denn nach einem Restaurantbesuch auf dem Markt überzeugten die Frauen F., aus Kostengründen das Taxi für die Heimfahrt zu teilen. Während der Fahrt assen sie zum Dessert eine von den Frauen mitgebrachte Mango. «Die Frauen überredeten mich – nein, sie zwangen mich geradezu –, von der Mango zu probieren», sagt F. «Nach einigen Bissen wurde mir jedoch schwarz vor Augen und ich verlor das Bewusstsein.»

Mit Beruhigungsmittel überwältigt

F. wurde schliesslich in einer Seitengasse nahe der Universität von zwei Studentinnen aufgefunden und verbrachte die nächsten zwei Tage im Bett. «Ich war erschöpft, müde und wacklig auf den Beinen.» Im Spital erfuhr sie schliesslich, dass die Mango mit Benzodiazepin gespickt war, einem Beruhigungsmittel, das schlaffördernd und muskelentspannend wirkt. Die benachrichtigte Polizei konnte die beteiligten Frauen mittlerweile identifizieren, das Verfahren läuft.

«Rückblickend ärgere ich mich über meine eigene Naivität», sagt F. Sie habe jedoch Glück im Unglück gehabt: «Mir wurden das Portemonnaie und das Handy geklaut, aber sonst ist nichts passiert.» Obwohl F. mit ihrer Geschichte andere Touristen vor dem gleichen Fehler bewahren will, hat der Vorfall ihren Kampfgeist nicht gebrochen. «Die nächste Reise auf die Philippinen kommt bestimmt.»

*Name der Redaktion bekannt

(dk)