Balterswil TG

15. Dezember 2014 05:55; Akt: 16.12.2014 11:01 Print

«Auf dem Mars wird mir meine Freundin fehlen»

Steve Schild (30) ist unter den letzten 665 Kandidaten für die Marsmission einer holländischen Firma. Nun zeigt SRF ein Porträt des zukünftigen Marsianers.

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Steve Schild bei einem Besuch in einem Museum in Roswell, wo 1947 angeblich ein Ufo abstürzte. (Bild: ZVG)

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«Der Mars hat mich schon als Kind fasziniert,» sagt Steve Schild aus Balterswil (TG). Der 30-Jährige hat sich vor zwei Jahren beim privaten holländischen Unternehmen«Mars One» als Kandidat beworben – mit ihm weitere über 200'000 Menschen aus aller Welt. Sie alle wollten 2024 die ersten Menschen auf dem Mars sein.

Kein Weg zurück

In insgesamt vier Runden werden dabei immer mehr Bewerber ausgeschlossen. Aktuell läuft die zweite Runde des Bewerbungsverfahrens: «Nun bin ich unter den letzten 665 Kandidaten», so Schild. «Mein Traum rückt immer näher.» Wenn er sich weiterhin gegen seine Mitbewerber durchsetzen kann, muss er 2024 Abschied von der Erde nehmen: «Nach einem siebenmonatigen Flug werden wir 2025 auf dem Mars landen», so Schild, «ohne Rückflugticket.»

Geplant sei, dass zuerst vier Menschen zum Mars geschickt werden und dort eine dauerhafte Siedlung errichten. Danach würden alle zwei Jahre vier weitere Personen den Mars besiedeln.

Spaziergänge nur noch im Anzug

Das Mars-Projekt ist aber nicht für jeden geeignet. Um bei diesem Projekt überhaupt dabei sein zu können, müssen viele Auflagen erfüllt sein: «Wir müssen nicht nur physisch, sondern auch psychisch gesund sein», so Schild. «Auch müssen wir belastbar und anpassungsfähig sein.» Zudem sollte man keine Angst vor Neuem haben und ein Visionär sein. Das ist Schild: «Ich schaue positiv in die Zukunft», so der Marsianer in spe. «Der Mensch ist nun soweit, den nächsten grossen Schritt zu machen.»

Trotzdem tobe ein Kampf in ihm: «Einerseits bin ich sehr aufgeregt und kann es kaum erwarten», so Schild. «Dieses Wow-Gefühl bringt mich noch um.» Anderseits sei er sich sicher, dass der Abschied sehr emotional würde. «Meine Freundin, meine Familie und meine Freunde werden mir sicherlich fehlen», so der 30-Jährige. «Auch würde ich die Spaziergänge ohne Anzug vermissen.» Trotzdem will er sich nicht aufhalten lassen: «Schon seit ich denken kann, will ich in den Weltraum.»

Porträt auf SRF

Was für ein Mensch der zukünftige Marsianer ist, zeigt die Reportage von SRF-Regisseur Hanspeter Bäni, die am 4. Januar ab 21.35 Uhr im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wird. «Der Film zeigt, wer ich bin und wie ich lebe», so Schild. «Und auch was ich erreichen möchte.»

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Woody am 15.12.2014 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz dabei

    Ich verspüre schon Panik in meinem Umfeld, aber keine Sorge, nach meinen Informationen soll auf jeden Fall einer der vier ersten Siedler ein Schweizer sein. Der hat dann die Aufgabe, parallel zur Basisstation eine Schweizer Bank auf dem Mars zu errichten - damit die Finanzsituation von Anfang an geklärt ist. Zudem soll er auch von Anfang die Masseneinwanderung auf den Mars unter Kontrolle halten, um schweizerische Verhältnisse zu vermeiden ... wir können dem Start der Rakete also gelassen entgegen sehen ;)

  • Myrdogan Marikatovich Müller am 15.12.2014 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsame News

    Oha, ob die dort überhaupt lebend ankommen werden? Soweit ich weiss, sind wir technologisch doch noch gar nicht so weit eine dauerhafte Siedlung auf dem Mars bauen zu können. Man muss sich doch vor Mikrometeoriden, Strahlung und dergleichen schützen können und Sauerstoff, Wasser etc. kann man auch nicht viel mitnnehmen? Entgeht mir hier ein Aprilscherz?

  • j.s. am 15.12.2014 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Gespannt

    Mich würde an solchen Geschichten vor allem interessieren, was für Charaktereigenschaften diejenigen Menschen mitbringen, welche dann eine solche Mission ausführen werden. Immerhin werden das vielleicht bis dahin die ersten Menschen auf den Mars sein; und da denke ich, das eine gewisse Kompetenz und "Weisheit" vorhanden sein sollte. Aber eben- in unserer heutigen Gesellschaft kann man ja nicht mal Normalität definieren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zeynel am 15.12.2014 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin der gleichen Meunung

    Bin voll deiner Meinung aber ist trotztem cool mal hin zu schauen

  • Zeynel am 15.12.2014 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool was neues

    Cool mal was neues. Auf dem Mars hat es sicher coole sachen zum forschen. Meine Freundin kan ja 7Monata auf mich warten:-)

  • Heinz Becker am 15.12.2014 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Hallo ich finde deine Entscheidung und deine Mut grossartig. ich selber würde aber für kein Abenteuer auf dieser Welt meine Frau und meine Familie verlassen. Das würde mir das Herz brechen

  • 911 am 15.12.2014 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum nicht?? hatt jede das gefühl...

    Alles zu wissen? Habe nur ich das gefühl oder auch ihr das es uns 0815 leuten alles erzählt wird? Unsere technologie ist weiter entwickelter als die meisten es denken...nur wird uns vieles vorenthalten...das ist auch verständlich...kein mensch käme damit klar...und ja vielleicht ist es auch fake...aber ich glaube wir werden es dann wenn es soweit ist sehen...und solche leute braucht man halt die sich selbst opfern...fals es wirklich zur stande kommt....denkt auch anders rum

  • Stefan Meier am 15.12.2014 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Big Brother-Show ?

    Soll das nur eine Art Big Brother Show oder wirklich was Ernsthaftes werden? Nur schon der Flug dorthin scheint mir nicht möglich zu sein. Die kosmische Strahlung auf dem Weg und auf dem Mars selber wären schon eine riesige Herausforderung an die Besatzung. Darum bezweifle ich bis heute auch die angeblichen Mondlandungen, da es zu dieser Zeit technisch erst recht noch schwieriger war so etwas zu bewältigen. Die NASA hatte nicht einfach 6x soviel Glück das alles so geklappt hat wie im Bilderbuch.........aber im Notfall hilft ja auch ein Filmstudio!