Missbrauch in Heim

26. November 2012 18:15; Akt: 26.11.2012 18:55 Print

«Der Kanton ist in der Pflicht»

von Urs-Peter Zwingli - Aus dem St. Iddaheim werden weitere Fälle von Missbrauch bekannt. Nun soll der Kanton handeln.

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Aus dem Kinderheim St.Iddaheim kommen weitere Missbräuche ans Licht.

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Bis in die späten 60er-Jahre gingen Kinder im St.Iddaheim in Lütisburg durch die Hölle. Ex-Zöglinge berichten von Schlägen, systematischem Psychoterror und sexuellem Missbrauch (20 Minuten berichtete). Nun melden sich weitere Betroffene: «Die Klosterfrauen wollten mir den Glauben an Gott einprügeln», so der 73-jährige Walter Miesch über die Menzinger Schwestern, die das Heim betrieben. Miesch war insgesamt acht Jahre in Lütisburg. «Dort ging es nur ums Überleben. Ich habe meine Kindheit verloren.»

Mit Buch Erlebtes verarbeitet

Um das Erlebte zu verarbeiten, schrieb Miesch das Buch «Brämenfass». Darin hält er den Namen des Heims geheim. Die Enthüllungen von 20 Minuten bewogen ihn nun aber, bekannt zu geben, dass es sich um das St.Iddaheim handelt. Auch die 63-jährige Margrith Zürcher, für rund zwei Jahre in Lütisburg, sagt: «Die Nonnen haben mich gequält. Ich war später jahrelang in Therapie.»

"Der Kanton steht in der Pflicht"

Die Behörden warten ab: «Wir analysieren die Vorwürfe. Was damit passiert, ist aber eine politische Entscheidung», sagt Rolf Rimensberger, Leiter des Volksschulamtes, dem der Bereich Sonderpädagogik untersteht. Für den St. Galler Kantonsrat Meinrad Gschwend (Grüne), ist klar: «Der Kanton steht in der Pflicht.» Er müsse eine Anlaufstelle für missbrauchte Heimkinder einrichten. «Man darf diese Menschen mit ihrer schlimmen Vergangenheit nicht allein lassen.» Er gehe zudem davon aus, dass das St.Iddaheim – heute ein Sonderschulheim – «im Kanton St. Gallen kein Einzelfall ist».

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Verärgerter Schweizer am 27.11.2012 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Immer dieser alte Mist

    Immer dieser alte Mist aufwärmen. Warum kann man das nicht einfach dort lassen woe es ist. Es ist an der Zeit das ganze endgültig zu vergessen. Was vor 50 und mehr Jahren passierte interessiert doch keinen normalen Menschen mehr. Es ist der gleiche Unsinn wie wenn heute noch angebliche Kriegsverbrecher aus den 40er-Jahren verurteilt werden. Es geht nur um Medienpräsenz und Profilierung gewisser Leute.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Verärgerter Schweizer am 27.11.2012 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Immer dieser alte Mist

    Immer dieser alte Mist aufwärmen. Warum kann man das nicht einfach dort lassen woe es ist. Es ist an der Zeit das ganze endgültig zu vergessen. Was vor 50 und mehr Jahren passierte interessiert doch keinen normalen Menschen mehr. Es ist der gleiche Unsinn wie wenn heute noch angebliche Kriegsverbrecher aus den 40er-Jahren verurteilt werden. Es geht nur um Medienpräsenz und Profilierung gewisser Leute.