Weinfelden TG

29. Januar 2018 18:17; Akt: 29.01.2018 18:18 Print

«Mike weinte fast vor lauter Begeisterung»

Mike (7) leidet an einer Entwicklungsstörung. Eine Stiftung ermöglichte ihm nun seinen grössten Wunsch: Einen Tag mit der Polizei zu verbringen.

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«Es war ein sensationeller Tag für ihn», sagt Sarah Brumana, Mutter des siebenjährigen Mike aus Weinfelden. Der Bub durfte kürzlich einen Nachmittag mit der Kantonspolizei Thurgau verbringen. Ermöglicht hat das die Stiftung Wunderlampe, die jährlich rund 170 Wünsche von schwer- oder langzeiterkrankten und behinderten Kinder erfüllt.

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Mike, der wegen seines Entwicklungsrückstandes und den Sprachschwierigkeiten eine heilpädagogische Schule in Kreuzlingen besucht, hat es in seinem Alltag nicht immer einfach. Den Tag mit der Polizei wird er wohl für immer als wunderschönes Erlebnis in Erinnerung behalten – der Siebenjährige ist nämlich ein riesengrosser Polizei-Fan.

Blaulicht, Handschellen und Promilletester

«Ich habe meinem Sohn nichts von der Überraschung erzählt, bis der Streifenwagen vor der Tür stand», erzählt Brumana. Als Mike diesen sah, sei er nicht mehr aus dem Strahlen herausgekommen. Während vier Stunden war er mit der Polizei unterwegs und erlebte dabei einiges. So durfte er unter anderem einen Tatort fotografieren, in einen Promilletester blasen, das Gefängnis in Weinfelden besichtigen und sogar seiner Mutter Handschellen anlegen.

Am besten gefallen habe ihm aber die Fahrt im Polizeiauto, bei dem er das Blaulicht und die Sirenen einschalten durfte. Gegen Ende des Tages habe der Bub dann noch eine originale Polizeiweste und -Mütze geschenkt bekommen. «Da weinte er fast vor lauter Begeisterung», schwärmt die Mutter.

Auch Polizei hatte Spass

Auch für die anwesenden Polizisten war der Tag etwas ganz Besonderes. «Es hat allen, die dabei waren, sehr viel Spass gemacht», sagt Daniel Meili, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau. Ein solches Ereignis sehe man bei der Polizei immer gerne. «Als wir von dem Wunsch des Kindes hörten, sind wir sofort voll dahinter gestanden», so Meili.

(viv)