Wil SG

12. September 2017 18:54; Akt: 13.09.2017 14:18 Print

«Mein Hund wurde in den Hintern gebissen»

In Wil versetzen zwei Schäferhunde Spaziergänger in Angst und Schrecken. Die Hundehalterin will nichts von einem Problem wissen.

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In der Sömmeri sorgen zwei Schäferhund für Unruhe bei Hundehaltern.

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«In der Nähe des Hauses der Hundehalterin wurden wir von zwei nicht angeleinten Schäferhunden attackiert, mein Hund wurde in den Hintern gebissen», sagt Edith S.* gegenüber der «Wiler Zeitung». «Mein erster Spaziergang hier in Wil hat mich nichtsahnend über die Sömmeri zum Wiler Turm geführt», so S* weiter. Ihren Hund habe sie nach eigenen Angaben an der Leine gehabt.

Mit dem selben Problem hatte auch Max J.* zu kämpfen. Sein Labrador sei mehrmals von den Hunden der Frau verfolgt worden. Am 16. Februar hatte er die Nase voll und erstattete Anzeige gegen eine Hundehalterin aus Rossrüti. Im August kam dann die ernüchternde Antwort des kantonalen Untersuchungsamtes: Die Anzeige werde abgewiesen. Die angezeigte Hundehalterin könne nichts dafür, dass J.s Hund derart erschrecke und davonrenne.

Vorfälle häufen sich

Bei der Polizei ist derweil eine weitere Anzeige gegen die selbe Hundehalterin eingegangen. Ein Hund musste aufgrund von Verbiss an Rücken und Hinterlauf genäht werden. Auch Celina H.* kennt die Begegnungen mit den beiden Hunden nur zu gut. «Das ist Terror, hier hat jeder Angst», sagt sie gegenüber der «Wiler Zeitung». Der Besitzerin der Schäferhunde werfen die Hündeler vor, ihre beiden Tiere nicht im Griff zu haben. Ihrer 13-jährigen Tochter verbot H. unterdessen, alleine mit dem Hund im Gebiet Sömmeri spazieren zu gehen.

Der Labradoodle von Martina M.* hat ebenfalls Bekanntschaft mit den beiden Schäferhunden gemacht. Nicht nur der Hund musste zum Arzt: M. selbst musste wegen einer Fingerverletzung ebenfalls in ärztliche Behandlung. Die Verletzung hätten ihr die beiden Schäfer zugefügt.

Besitzerin weist Schuld von sich

«Das ist eine Katastrophe, was hier oben läuft», sagt auch die Schäferhunde-Besitzerin gegenüber der «Wiler Zeitung». Sie sieht die Schuld nicht bei sich, sondern vielmehr bei den anderen Hundehaltern. Viele Halter mit einem Hund an der Leine hätten keine Ahnung. Sie kenne sich sehr gut mit Tieren aus, so die Frau. «Ich bin seit über 30 Jahren Mitglied im Schweizerischen Schäferhund-Club (SC) und bilde ebenso lange Schäferhunde aus», zitiert sie die «Wiler Zeitung». Gegenüber 20 Minuten wollte sich die Frau nicht äussern.

* Namen der Redaktion bekannt

(and)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • p. meier am 12.09.2017 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Nur weil man Mitglied in einem Hundeclub ist, heisst das noch lange nicht, dass man die eigenen Hunde im Griff hat.

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  • ML am 12.09.2017 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fachpersonen sind meist überzeugt von sich

    Der Thurgauer Bauer war wohl auch schon mehrere Jahrzehnte als "Fachmann" tätig, ehe man ihm die Tiere wegnahm...

  • xGambyte am 12.09.2017 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anstand und Respekt

    Normalerweise leint man seinen eigenen Hund an, wenn einer an der Leine entgegen kommt! Das hat mit Anstand und Respekt zu tun. Beides kennt diese "Dame" die vom "Fach" sein will, nicht. Übel. Passierte mir sowas und mein kleiner Labi würde von den Schäferhunden angegangen, gäb's nachher keine zwei Schäferhunde mehr. Hab immer ein grosses Messer dabei.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Minibull am 14.09.2017 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja...

    Wären es "kampfhunde" (die es nicht gibt!!!) wäre längst was unternommen worden!!! :-/ Sollche leute sollten keine hunde halten dürfen

  • Andy am 14.09.2017 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Clubmitglied heisst nichts..

    Mitglied im Club heisst nicht, das Sie ihre Hunde besser wie andere im Griff haben..Wären die Hunde unter Kontrolle des Halters, gäbe es nicht mehrere solche zwischenfälle.. Schade, das durch solche Halter, andere Schäferhundehalter mit runtergerissen werden...

  • Anni O. am 14.09.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gefährliche Rassen

    Ich frage mich - u.a. aufgrund eigener Erfahrungen - schon länger, warum 'der Schäferhund' nicht auf die Liste der gefährlichen Hunderassen gesetzt wird... Auch bei dieser Rasse kann gezielte Zucht, falsche Haltung, Erziehung etc. zu unvorhergesehenem und aggressivem Verhalten führen - mit ebenso dramatischen Folgen wie bei Pitbull und Co. Wesenstest und Schulung wären durchaus angebracht.

    • Pati am 19.09.2017 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anni O.

      Sorry aber bitte nicht wieder die Schuld bei den Hunden suchen.Kein Welpe kommt agressiv auf die Welt. Da müsste man der Besitzerin an die Gurgel,die ja anscheinend vom Fach ist,und die armen Hunde wegnehmen.

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  • Amfon Allesin am 14.09.2017 05:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leinenzwang oder Gehorsam

    Schäferhunde gehören in ein Gehäge und dürfen keinesfalls frei herumspringen. Frauchen sollte das doch wissen. Nehmt der Frau die Tiere weg, denn sie ist gefährlich mit diesen Hunden.

  • Chris Beuing am 13.09.2017 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Trauerspiel (auch) der Behörden!

    Es ist ein Trauerspiel und zugleich Zeugniss der hilflosen / machtlosen und scheinbar ahnungslosen Mitarbeiter und Entscheidungsträger der entsprechenden Behörden. Der eingeschlagene Weg mit den SKN-Kursen ist, wie die Praxis es mehr als deutlich zeigt, absolut unsinnig und nur für die Personen gut, die damit ihr Geld verdienen. Gleiches gilt für einige der sog. Hundetrainer. Es zeugt von absoluter Unfähigkeit / Unwissenheit gepaart mit grenzenloser Ignoranz. Unfassbar, dass die Hunde eines Hundetrainers ein derartes Fehlverhalten zeigen und weiterhin frei herumlaufen.