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Canyoning-Drama in Amden
08. Oktober 2012 22:59; Akt: 09.10.2012 08:22 Print
Anbieter war immer gegen schärferes Gesetz
Ausgerechnet jener Anbieter, der die tödliche Canyoning-Tour in Amden anbot, war schon früher gegen ein Gesetz, das die Risikosportart stärker reguliert. Denn Canyoning sei keine «Risikoaktivität».
Nach dem tragischen Unglück im Fallenbach bei Amden SG steht die Gefährlichkeit der Risikosportart Canyoning im Fokus. Das war schon einmal so. Nachdem im Juli 1999 im Saxetbach im Berner Oberland bei einem tragischen Unglück 21 junge Menschen von den Fluten mitgerissen und getötet worden waren, wurde der Ruf nach einer Regulierung des Abenteuersports laut. Ein Gesetzesentwurf, der damals in die Wege geleitet wurde, ist aber auch 13 Jahre später nicht umgesetzt worden.
Das liegt an einer Flut von Eingaben, die gegen das geplante Gesetz eingegangen sind – auch und vor allem von Anbietern von Canyoning-Touren. Eine der Eingaben stammt ausgerechnet von der Alpinschule Tödi – dem Veranstalter, der für die Tour vom Sonntag verantwortlich zeichnet. Das enthüllt die Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens. In ihrer Stellungsnahme, die dem Sender vorliegt, schreibt das Unternehmen, beim Canyoning handle es sich um «keine ‹Risikoaktivität›».
Auf diese Eingabe angesprochen, wiegelt Patrick Stämpfli, Mediensprecher der Alpinschule, ab. Zwischen der Eingabe gegen das Gesetz und dem tragischen Unglück vom Sonntag bestehe kein Zusammenhang. Um solche Unfälle künftig zu vermeiden, sei vielmehr eine bessere Ausbildung der Guides nötig. Der Branchenverband Swiss Outdoors Association hingegen hält eine Regulierung von Canyoning und anderen Risikosportarten auf Gesetzesebene durchaus für notwendig. «Es braucht eine Zertifizierung», sagt Wolfgang Wörnhard, Geschäftsleiter des Verbandes zu «10vor10».
(jam)
Ich betreibe diesen Sport selber häufig und regelmässig und bei der Alpinschule (als Kunde). Überlegt einmal, wieviele Touren pro Saison durchgeführt werden und wie wenig dabei passiert. Bei allen Touren, die ich mit gemacht habe, ist noch kein einziges Mal ein Gast verletzt worden! Canyoning ist nicht gefährlicher als Biken, Gleitschirm fliegen oder noch viele andere Outdoor Aktivitäten. Weil mal wer von der Leiter fällt und sich das Genick bricht wird ja wohl auch nicht gleich die Leiternutzung verboten oder streng reglementiert oder? – Dänu
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Eigenverantwortung?!?
Eigenverantwortung ist das Zauberwort!! Unternehmer sperren geht in die falsche Richtung. Doch sollten die Prämien der Versicherungen sehr hohe sehr hoch angesetzt werde, für Leute die Ihr Freizeitvergnügen mit solch gefährlichen Spielchen auffrischen müssen, wollen, sollen. Genau so wie div. Leute die Versicherungsprämien für Dicke, Raucher, Unsportliche usw erhöhen möchten. Auf dem Boden bleiben und die Schuld nicht immer bei den Anderen suchen!
Extrem Kick!
Nicht der Veranstalter ist Schuldig, jeder muss für sich selbst entscheiden wie groß der Kick sein muss den er braucht, für was soll die Regulierung im Abenteuersport eigentlich gut sein. Wenn diese Spinner unbedingt immer größere Kicks brauchen können Sie doch Russisch Roulett spielen wie Donnie McLendon in Miami. Damit der Kick bei jedem Durchgang vergrößert wird muss der Einfachheit halber jedes Mal eine Kugel mehr in die Trommel geschoben werden. Bei einer sechser Trommel wächst der Kick sicher ins Unermessliche sobald die fünfte Kugel eingelegt wird. Solche Leute muss man nicht bedauern, nicht regulieren, höchstens beim Nachladen helfen. Nun Ihr Spinner könnt Ihr beginnen, viel Vergnügen. Böse geschrieben trotzdem passend.
Aha, noch eine Zertifizierung
Zertifizierungen scheinen aus der Sicht gewisser Herren die einzig logische Lösung zu sein, wir erfahren das in breiten Bereichen unserer Wirtschaft. Ich verstehe sehr gut dass man sich dagegen wehrt. Eine Zertifizierung st einen Scheinsicherheit, die allenfalls Laien schützt, Profis aber eher blockiert. Versthe die Alpinschule Tödi. Echte Verantwortung, real und nicht am Bürotisch geschaffen.