Hungriger Eindringling

15. November 2012 16:16; Akt: 15.11.2012 16:33 Print

Braunbär M13 bricht in Ferienhaus ein

Der Bär M13 ist im Puschlav in ein Ferienhaus eingebrochen. Er zertrümmerte eine Glastüre, frass Kartoffeln und hinterlies ein Chaos. Die Aktion könnte für ihn tödliche Konsequenzen haben.

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Braunbär M13 ist im Bündner Südtal Puschlav zwei Mal in ein bewohntes Ferienhaus eingebrochen und hat ein grosses Durcheinander hinterlassen. Der eidgenössische Jagdinspektor reist am (morgigen) Freitag ins Tal, um sich ein Bild vor Ort machen.

Der in Graubünden eingewanderte Braunbär macht vor bewohnten Häusern nicht mehr Halt. Am Montag- und Dienstagabend dieser Woche drang das Raubtier in einer Puschlaver Maiensässregion auf rund 1700 Metern in ein Ferienhaus ein und suchte nach Fressbarem.

Ins Gebäude gelangte er, indem er eine Glastüre zertrümmerte, wie Wildbiologe Hannes Jenny vom Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Donnerstag auf Anfrage zu einer Meldungen des Online-Portals ilbernina.ch sagte. Der Bär habe eine grosse Menge Kartoffeln gefressen und eine ziemliche Unordnung hinterlassen.

Das Haus ist zwar ganzjährig bewohnt, aber nur an Wochenenden. Unter der Woche geht der Bewohner auswärts einer Arbeit nach. M13 drang schon in von Mauern oder Zäunen umgebene Gärten ein, jedoch noch nie in ein Gebäude.

Der letzte Eindringling wurde erschossen

Der letzte eingewanderte Bär, der sich ins Gebäude vorwagte, war JJ3. Er ist seit viereinhalb Jahren tot. Ihm wurde seine mangelnde Scheu vor Menschen zum Verhängnis. Im April 2008 erlegte ihn die Wildhut in der Region Thusis. Danach wurde er als Präparat im Bündner Naturmuseum in Chur platziert.

M13 ist gemäss Behörden ein Problembär. Der eidg. Jagdinspektor Reinhard Schnidrig reist am (morgigen) Freitag zusammen mit dem Bündner Regierungsrat Mario Cavigelli ins Puschlav. Das Treffen sei schon Anfang Oktober vereinbar worden, sagte Jenny.

Der oberste Schweizer Jäger macht sich ein Bild von der Situation im Puschlav, wo die Proteste gegen die Anwesenheit des Braunbären bisher am lautesten sind. Auf der Tagesordnung steht vor allem eine Rückschau auf die letzten fünf Monate, die der Bär im Südtal verbrachte.

Auch das aktuelle Eindringen von M13 in das Ferienhaus werde thematisiert, sagte Jenny. Zur Frage, ob das Tier nun als Risikobär eingestuft werden muss, wollte sich Jenny nicht äussern.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sacha am 15.11.2012 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hat Geschmack

    Ist ja bekannt das man im schönen Bündnerland gut essen kann. Viva M13

  • maxim zürrer am 15.11.2012 22:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    winterschlaf?

    macht der wen er genug vörätte angefressen hat keinen winterschlaf? dann könnt man abwarten bis er sich zurückzieht evtl. futter im wald pöatzieren...? abschiessen denke ich wäre zu übertrieben ein völliger schnell schluss....

  • R.Keith am 15.11.2012 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Bär, ein Anruf für Sie !

    Wie tragisch, ein Bär als Einbrecher, hat er Schmuck und Geld gestohlen, oder hat er gar jemanden vergewaltigt ? Nein, er hatte schlicht und einfach nur Hunger, was gibt es da zu kritisieren ! Konzentriert euch auf das Wesentliche in unserem Lande.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andrea S. am 18.11.2012 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit dem Ferienhaus!

    Das wäre doch ein Lösungsansatz! Denn die süssen Bärchen müssen ja auch irgendwo sein. Nicht nur immer wir egoistischen Menschen (natürlich nicht alle im selben Topf - gibt zum Glück auch andere)!

  • Bärenfreund am 17.11.2012 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Qualität

    Ich finde es sehr schade das man sich überlegen will M13 zu töten! Wir haben hier in der Schweiz wunderschöne Berge dass hat noch Qualität und sicher auch noch Plätze für Bären frei. In Kanada z.b hat es ja sehr viele Bären und irgendwie scheint es ja auch dort zu funktioniern also wieso auch nicht in der Schweiz?! Bären müssen ja um das überleben kämpfen und darum müssen sie ja auch irgendwie zu ihrer Nahrung gelangen!

  • Ruedi AR am 17.11.2012 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Er gehört ebenfalls zu uns.

    M13, was für ein liebevoller Name. Diese Bezeichnung allein zeigt doch schon wie abweisend wir dieses Geschöpf titulieren. Im Zoo hat jedes Tier seinen eigenen Namen, da werden sogar Politiker und Promis zur Taufe eingeladen, die Medien schreiben darüber und jeder ist stolz darauf den "Knut" oder "Goba" zu kennen. M13 aber klingt wie die Bezeichnung eines Medikaments oder einer Autostrasse. Beschämend für uns "Tier- und Naturliebhaber". Lasst doch diesen Bären leben, schützt euer Eigentum mit legalen Mitteln, dann wird es ein Nebeneinander geben. Die Illegalen bei uns sind das grössere Problem

  • Eva Arpagaus am 17.11.2012 02:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätten wir doch .....

    Wenn der Bär im Graubünden geschossen würde, wäre er dann nicht "Bündnerfleisch" ? Also das Drama. Lasst ihn oder erschiesst ihn. Irgendwann erwischt er einen Menschen. Dann könnt ihr hier wieder darüber debattieren. Hätten wir ihn doch........."

  • resta am 16.11.2012 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Verhalten der Menschen ändern

    Hier in der Schweiz sollte mal zurück gedacht werden und das naturnahe Verhalten gelernt werden. Essen ist nicht im Ferienhaus zu lagern wenn keiner vor Ort ist. Wer geht schon einem gedeckten Tisch vorbei wenn er Hunger hat?!? Der Wunsch nach freilebenden Tieren zu sehen (z.B. Afrika) haben viele, diese aber im eigenen Land dulden und sich entsprechend einschrenken, verhalten - leider nur wenige!

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