Wildwechsel

31. Oktober 2017 15:24; Akt: 02.11.2017 05:06 Print

«Bitte lassen Sie Tiere nicht leiden»

Am Dienstag fuhr ein Lenker mit seinem Wagen im Thurgau ein Reh an. Da dieser den Unfall nicht meldete, appelliert die Polizei nun an alle Autofahrer.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am frühen Dienstagmorgen meldete ein Autofahrer, dass zwischen Amriswil und Steinebrunn ein verletztes Tier auf der Strasse liege. Wie die Kantonspolizei Thurgau berichtet, fand eine Patrouille in Begleitung eines Jagdaufsehers danach ein noch lebendes Reh am Strassenrand. Ein Auto hatte das Tier angefahren und verletzt, sodass dieses nicht mehr laufen konnte. Es wurde von seinen Qualen erlöst.

Wie lang das Reh leiden musste, ist laut Polizei unklar. Sie appelliert auf ihrer Facebookseite an die Lenker: «Bitte lassen Sie Tiere nicht leiden.» Autofahrer seien nämlich in der Pflicht, Kollisionen mit Tieren umgehend zu melden. Die Verantwortlichen könnten das angefahrene Lebewesen dann nämlich schnell ausfindig machen und, falls nötig von seinen Qualen erlösen. Des Weiteren müsse die Unfallstelle mit Warnblinkern oder Pannendreiecken gekennzeichnet werden, damit weitere Kollisionen vermieden würden.

(viv)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • komische Welt am 31.10.2017 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    nicht nur für Wild

    Gilt ja wohl für alle Tiere. Tragisch dass man dazu noch einen Aufruf machen muss

    einklappen einklappen
  • Mauro am 31.10.2017 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wundert das jemanden?

    In unserer gleichgültigen, ich-bezogenen Gesellschaft wundert mich solches Verhalten nicht die Bohne. Jeder denkt nur an sich selber, warum also sollte man sich um ein selbst angefahrenes, verletztes Tier kümmern. Wahrscheinlich sind diesen Lenkern die entstehenden Kosten am eigenen Fahrzeug mehr ein Graus wie die Tatsache, ein verletztes Lebewesen leiden zu lassen.

    einklappen einklappen
  • Nati am 31.10.2017 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seelenlose!

    Die Personen, welche einfach davon fahren sollten sich mal fragen, ob sie es gut fänden, wenn man sie selber bei einem Unfall liegen lassen würde!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julia am 03.11.2017 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Im Kanton Bern wird man NICHT bestraft.

    Obwohl es hier viele behaupten: "Ein Wildtier anfahren ist nicht strafbar. Wer die Meldung hingegen unterlässt, macht sich strafbar." genau so steht es auf der Website der Kantonspolizei Bern. Um das herauszufinden brauchte ich 20 Sekunden. So viel Zeit sollte man sich schon lassen, bevor man irgendwelche Unwahrheiten verbreitet. Wenn man aber Alkohol oder andere Drogen konsumiert hat oder viel zu schnell unterwegs war, wird man dafür natürlich bestraft. Aber nicht für den Wildunfall an sich.

  • VielluftumGeld am 02.11.2017 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach zusammengefasst

    Meldung/Aufgebot an Wildhüter reicht! Im Falle eines Schadenfalles bezüglich Kaskoversicherung muss leider die Polizei aufgeboten werden, um einen entsprechenden Rapport zu erhalten. Dies kann ein unangenehmes Nachspiel mit sich führen. Da ist auch der Hund begraben.

    • Frei J am 02.11.2017 11:17 Report Diesen Beitrag melden

      Formular

      Nö ist nicht zwingend. In Kanton Zürich kann auch der Wildhüter ein Schadensformular für die Versicherung ausfüllen. Habe ich selbst erlebt.

    einklappen einklappen
  • Otto am 02.11.2017 03:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesetzgebung

    Wenn ich mich recht erinnere ist es doch so, wenn ein Tier auf die Straße läuft und ich nicht rechtzeitig bremsen kann, muss ich auch noch dafür Strafe zahlen und auch noch das tote wild bezahlen. Diese Art von Gesetzgebung muss geändert werden. Ich würde immer einen Unfall melden damit das Tier von seinen leiden erlöst wird aber anonym

    • Anonymus am 02.11.2017 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Otto

      Das stimmt nicht! Wenn du nicht betrunken oder mit vollig überhöhter Geschwindigkeit unterwegs warst, gibts da, ausser dass dem Tier geholfen wird, gar nichts weiter.

    einklappen einklappen
  • nobody am 01.11.2017 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    by the way

    Und nicht jeder Fahrer hat immer ein Mobile-Phone mit dabei und nicht jedes phone ist immer aufgeladen. Soweit zu "ich rufe die Polizei an".

    • Mela am 01.11.2017 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Mela

      Schlechte Ausrede. Kann ja auch in nützlicher Frist gemacht werden.

    • Olivia am 01.11.2017 19:53 Report Diesen Beitrag melden

      Wirklich schlechte Ausrede

      Kann auch am Zielort gemacht werden bzw. in einer Telefonkabine.

    einklappen einklappen
  • C.Käser am 01.11.2017 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    In einer Zeit

    wo der Ständerat vorschlägt auf die obligatorischen Nothelferkurse ganz zu verzichten statt eine regelmäßige Repitition zur Pflicht zu machen wundert mich gar nichts mehr.