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Doch nicht ausgerottet
30. Juli 2012 20:56; Akt: 30.07.2012 21:06 Print
Wolf reisst zwei Lämmer auf einer St. Galler Alp
Der Wolf ist zurück im Kanton St.Gallen: Erstmals seit 200 Jahren hat ein Tier zwei Schafe gerissen.

Der Wolf gilt in der Region St. Gallen seit dem 19. Jahrhundert als ausgerottet. (Bild: colourbox.com)
Auch wenn die DNA-Analysen noch laufen, ist für Wildhüter Rolf Wildhaber klar: «Es war der Wolf.» Wie die St. Galler Behörden gestern bekannt gaben, wurden am Freitag auf der Alp Ramuz oberhalb von Vättis zwei Lämmer gerissen. Unklar ist, ob es ein oder zwei Wölfe waren, die die Herde überfielen. «Seit Monaten wurden im Calandagebiet zwei Wölfe beobachtet», sagt Guido Ackermann. Für den Leiter des kantonalen Amtes für Natur, Jagd und Fischerei war es deshalb «nur eine Frage der Zeit, bis der Wolf auch auf St. Galler Boden Spuren hinterlässt». Zuletzt wurde «Isegrim» hier Anfang des 19. Jahrhunderts gesichtet. Bis gestern galt er als ausgerottet.
Nicht alle sind über die Rückkehr des Wolfes erfreut. Ueli Metz von der Schafzuchtgenossenschaft, die die Alp Ramuz gepachtet hat, ärgert sich: «Für uns steigt der Aufwand enorm.» Nachdem der Wolf im Herbst auf der Bündner Seite der Alp sechs Schafe gerissen hatte, wurden zwei Herdenschutzhunde besorgt. Heute will Metz mit zwei weiteren Hunden auf die Alp. Die Kosten für den Herdenschutz und den Verlust der Tiere übernimmt grösstenteils der Bund. Doch Metz sieht harte Zeiten auf die Schafhalter zukommen. «Sobald die Risse zunehmen, werden die Bundesbeiträge sinken.» Und: «Nicht mehr lange und wir müssen wieder Wölfe aus den Dörfern jagen.»
(eli/20 Minuten)

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