Krawall-Tourismus

18. September 2017 18:32; Akt: 18.09.2017 18:41 Print

Ultras aus St. Gallen gehen auf slowenische Polizei los

Schläger auf Reisen: Hooligans des FC St. Gallen lieferten sich diese Tage eine Strassenschlacht mit der slowenischen Polizei.

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«Befreundete Jungs aus St.Gallen»: Ein Mann mit grün-weisser Sturmhaube geht auf slowenische Polizisten los. (Bild: Youtube)

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Wie FM1Today berichtet, ereigneten sich die Szenen am vergangenen Mittwoch vor dem Champions-League-Spiel zwischen dem slowenischen Verein NK Maribor und Spartak Moskau (1:1).

Eine Gruppe Hooligans versucht eine Polizeisperre zu durchbrechen und zu den gegnerischen Fans vorzudringen, um sich mit diesen eine Prügelei zu liefern. Mitten drin ein Mann mit grün-weisser Sturmhaube.

«Jungs von Green Power»

Wie aus der Legende zum Video hervorgeht, kommt der Mann aus St. Gallen: «Fans aus Maribor und St. Gallen versuchen zu den Spartak-Fans durchzudringen für einen Tanz», heisst es da. FM1Today zitiert überdies die Instagram-Seite «Kurvennews», wonach sowohl Maribor als auch Spartak über «einen überdurchschnittlich grossen Anteil an erlebnisorientierten Fans in den eigenen Reihen» verfügten. Das sei von Seiten der Gastgeber schon vor Spiel unter Beweis gestellt worden, «als Ultras und Hooligans aus Maribor mit befreundeten Fans aus St. Gallen versuchten, an die Gäste heranzukommen». Der Durchgang sei jedoch versperrt gewesen, weshalb es «zu einem Schlagabtausch mit der slowenischen Staatsmacht» gekommen sei. Laut einem User handelte es sich bei den Besuchern aus der Ostschweiz um «befreundete Jungs von Green Power aus St.Gallen».

Fan-Freundschaft auch in Deutschland

Gian-Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, sagt, der Polizei sei bekannt, dass sich Fan-Gruppierungen gegenseitig unterstützen. Vom Ausflug der St. Galler Schläger nach Slowenien habe die Polizei jedoch nichts gewusst.

Eine vergleichbare Freundschaft besteht auch zwischen Ultras des FC St. Gallen und des deutschen SSV Reutlingen. Im Sommer 2015 hatte das Fedpol auf Antrag der St. Galler Polizei eine mehrtägige Ausreisesperre für eine Gruppe Ultras erlassen, die zum Spiel Reutlingen gegen Karlsruhe hatte reisen wollen. Der aktuelle Fall von Maribor liegt derzeit bei der slowenischen Polizei.

(eli)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bud am 18.09.2017 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein pardon mehr

    genau diese schlecht erzogenen Tagediebe gehören eine weile hinter schloss und riegel zum nachdenken!!!

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  • Tobi am 18.09.2017 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schämen sollten die sich

    Slowenien ist super tolles Land. Und diese sogenannten Schweizer sollten sich bei den Slowenen auf Knien um Verzeihung bitten!!

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  • Dr.Reiner von Grafenfeld am 18.09.2017 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach wie immer...

    Wie immer der St.Galler hat denn Rückwertsgang drin...

Die neusten Leser-Kommentare

  • CufaG am 20.09.2017 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ultras

    Ich wundere mich wenn Auländer in der Schweiz sowas machen heisst es immer "Ach die Auländer sollen raus usw....". Was machen die Schweizer im Ausland???

    • whYBother am 12.10.2017 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @CufaG

      Das hat nichts mit der Nationalität zu tun. Modas, Fans, Ultras, egal woher sie sind...

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  • Gallus am 19.09.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophe

    Schande, das ist fast Krieg. Sperre gegen den FC St. Gallen, der seine Fans nicht im Griff hat

  • Maria am 19.09.2017 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Hooligans sind fehl am Platz

    Egal welche Hooligans (von hier oder von woanders). Für Gewalt und Zerstörung sollen alle bestraft werden. So sollte das sein!!

  • Dani Stutz am 19.09.2017 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miserable Recherche

    Aus St. Galler Kreisen ist zu vernehmen, dass gar kein St. Galler in Maribor war bei diesem Spiel. Es handelt sich wohl dabei um einen befreundeten Slowenen, der von einem St. Galler eine Sturmmaske bekam.

  • Ueli am 19.09.2017 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    ZH the best city

    Mit diesem St. Galler Akzent wäre ich auch immer unzufrieden und aggressiv. :D