FCSG-Präsident Hernandez

08. September 2017 18:13; Akt: 08.09.2017 18:18 Print

«Es ist äusserst irritierend und beschämend»

Stefan Hernandez, FCSG-Präsident, wehrt sich gegen Vorwürfe rund um diverse Abgänge dieser Woche. Gleichzeitig wird bekannt, dass Trainer Giorgio Contini verlängert.

Stefan Hernandez, Präsident des FC St. Gallens über die Abgänge, Continis Vertragsverlängerung und die Suche nach dem Sportchef.
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Am Freitagnachmittag lud der FC St. Gallen zur Pressekonferenz, um über das Auswärtsspiel gegen den FC Zürich vom Samstag zu informieren. Doch derzeit interessiert beim FC St. Gallen eher, was neben dem Platz passiert.

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Am Montag wurde bekannt, dass sich der Club von Pascal Kesseli, dem CEO der FC St. Gallen Event AG, per sofort trennt. Tags darauf trat Michael Hüppi, Verwaltungsrat bei der FC St. Gallen AG sowie der FC St. Gallen Event AG, zurück. Und damit nicht genug: Auch Marco Sessa, Leiter Stadionbetrieb und Infrastruktur, reichte die Kündigung ein.

«Knirschte an allen Ecken und Enden»

Hüppi warf in einem Interview mit dem «Tagblatt» dem Präsidenten Stefan Hernandez vor, er stehe unter dem Einfluss von Ex-Präsident Dölf Früh. Zudem habe man sich von Kesseli nicht getrennt, sondern es sei eine Entlassung gewesen, die nicht nachzuvollziehen sei.

Ausserdem gebe es einen Clan rund um den technischen Leiter Marco Otero und dessen Berater Donato Blasucci, der Unruhe gebracht habe. «Es knirschte in den vergangenen Monaten an allen Ecken und Enden. Christian Stübi und Otero hatten zudem das Heu nicht auf der gleichen Bühne», so Hüppi. Sportchef Stübi musste den Club im Juni verlassen.

«Hätte schöneren Abgang für Hüppi gewünscht»

In einem Statement an der Pressekonferenz sagte Präsident Hernandez, dass ihn Hüppis Art, wie er nun mit vertraulicher Kommunikation umgeht, befremde. «Es ist für mich äusserst irritierend und beschämend. Es schadet letztlich dem ganzen Club.»

Hüppi habe sich unbestritten Verdienste um den FC St. Gallen erworben. Dafür gebühre ihm Dank. «Ich hätte ihm einen besseren und schöneren Abgang gewünscht, als den, den er nun selber gewählt hat.»

«Es besteht Handlungsbedarf»

Weiter sagte Hernandez, es gebe keine Druckversuche von Spielerberatern auf das Unternehmen. Auch gebe es keine Gruppierungen, die dem Club schaden wollten. «Richtig ist, dass die Zusammenarbeit zwischen den drei Unternehmensteilen Sport, FCO und Event AG nicht optimal funktioniert. Es gibt Friktionen, die nicht gut sind. Hier besteht Handlungsbedarf.»

Vor diesem Hintergrund sei auch die Trennung von CEO Kesseli zu betrachten. «Ich kann verstehen, dass die Trennung von Pascal Kesseli nicht überall gleich verstanden wird, da er viele Sympathien genoss und geniesst. Die Trennung war aber unvermeidlich», so Hernandez.

Contini bleibt bis Sommer 2019

Mitten in den Wirren um diverse Abgänge bei der Event AG gibt der Verein bekannt, dass Trainer Giorgio Contini seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis Sommer 2019 verlängert. Der 43-Jährige stiess im Mai dieses Jahres zum FCSG.

Contini betonte vor den Medien, dass sich die Spieler nicht für die Vorgänge in der Führungsebene des Unternehmens interessieren. «Spieler sind diesbezüglich egoistisch. Sie wollen Fussball spielen und dafür einen Lohn bekommen. Der Rest ist ihnen ziemlich egal.»

Auch Contini wurde von Ex-Verwaltungsrat Hüppi angegriffen. Ihm wurde vorgeworfen, er habe die Entlassung von Physiochef Simon Storm vorangetrieben. Contini sagte, diese Aussagen hätten ihn irritiert.

(jeb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • cartagena am 08.09.2017 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle ..

    ..sind " irritiert" ob den Äusserungen von Herrn Hüppi! Denke nicht, dass Herr Hüppi alles so frei erfunden und aus dem Finger gesogen hat...

    einklappen einklappen
  • tauli am 08.09.2017 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wers glaubt

    Na dann wird es ja nun auf und neben dem Platz rund laufen wenn das so ist wie sie sagen Herr Hernandez. Hoffe sie vertreiben die Zuschauer nicht auch noch aus St. Gallen.

  • kein mitglied am 08.09.2017 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles überdacht?

    eigentlich müssteb wir absteigen dann würde villeicht allens ans licht kommen... ich persönlich finde das schon komische zufälle und wer so redet der hat sich alles überlegt was er sagen muss bei welcher frage weil er sich vermutlich selbst schon die änlichen fragen gestellt hat um antworten zu können.... wiso hat der mr präsident eigentlich auch nur das minimum der aktien um präsident sein zu können? komisch oder nicht??

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dreierkette am 09.09.2017 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Hätten die Fans den Präsidenten wählen

    können wäre Hernandez heute wohl kaum FCSG Präsi. Die frühzeitige Vertragsverlängerung mit Contini ist ein Witz, zumal der FCSG diese Saison noch nicht wirklich überzeugte.

  • Roman I. am 09.09.2017 11:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beobachter

    Das ist ein perfektes Management für einen Klub, der immer im hintersten Viertel der Tabelle rumhängt und nur nicht absteigt, weil es immer noch eine schwächere Mannschaft gibt. Und für diese Tabellenregion ist auch Herr C der perfekte Trainer,

  • P.M am 09.09.2017 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Zukunft....

    Herr Hernandez,Ich würde nicht so klugscheisserisch über Herr Hüppi reden.Vorallem wenn man noch keine Leistungen erbracht hat.Wer sich schämen muss sieht man dann noch früh genug."weisst Du noch..der Hernandez.. das war doch der Präsi der den FCSG zum abstürzen gebracht hat.

  • Alex Keller am 09.09.2017 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Nach meiner Meinung, sollten die Aktienpakete den Fans verkauft werden, der Klub gehört den Fans des FC St. Gallen! Im weiteren, würde ich intern alles neue Gesichter installieren, die bisherigen haben versagt!

    • Jojo am 09.09.2017 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alex Keller

      na ja, ein bisschen mehr als fan zu sein braucht es schon um einen solchen klub zu führen....und natürlich auch etwas 'kleingeld' für die aktien.... herr früh wird diese sicher nicht verschenken - im gegenteil!!!

    einklappen einklappen
  • Fussballtalk am 08.09.2017 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Es gibt soviele CEO und Verwaltungsangestellte beim FCSG das es endlich Zeit wurde mal aufzuräumen und auf nachhaltigkeit und werte zu setzen. Bin absolut kein FCSG-Fan jedoch sollte man sich als ältester Klub in Europa oder einer von den ältesten, Basel als Vorbild nehmen. Mehr ist nicht zu sagen, hoffe die Führung und die Spieler setzen sich jetzt ein.