Appenzell Ausserrhoden

28. November 2012 16:59; Akt: 28.11.2012 17:18 Print

Seriendieb muss 30 Monate ins Gefängnis

Ein 25-jähriger Appenzeller ist über Jahre immer wieder straffällig geworden. Wegen Diebstahls, Raufhandels und Raub wurde er nun zu einer Haftstrafe verurteilt.

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Ein 25-jähriger Appenzell Ausserrhoder muss für 15 Monate ins Gefängnis. Das Ausserrhoder Kantonsgericht hat ihn unter anderem wegen Diebstahls, Raufhandels und Raubs zu einer Gesamtstrafe von 30 Monaten verurteilt. Davon sind 15 Monate bedingt.

Die Anklage legte dem Mann 53 Delikte zur Last, darunter bandenmässige Einbrüche, Körperverletzungen, Raub, Gewalt und Drohung gegen Beamte. Der vorbestrafte «schwere Junge» begann bereits als 15-Jähriger zu delinquieren.

Vorgeworfen wurden ihm bandenmässiger Diebstahl, Sachbeschädigungen und Hausfriedensbruch. Als Schläger war er an Tätlichkeiten beteiligt. Er besass illegal Waffen und drohte damit.

Spezialität: Gewerbebetriebe

Er fuhr betrunken Auto, baute einen Unfall mit vier Verletzten. Trotz Ausweisentzugs fuhr er weiter; mit Fusstritten widersetzte er sich einer Polizeikontrolle; er beging einen unbewaffneten Raubüberfall. Seine Waffe waren die Fäuste.

Laut Staatsanwalt ist der Mann «unverbesserlich». Selbst während Ermittlungen brach er immer wieder ein. Mit verschiedenen Komplizen verübte er vor allem in Herisau Einbrüche in Gewerbebetriebe.

Geklaut wurde alles, was nicht niet- und nagelfest war, von Bargeld über TV-Geräte, Computer, Kosmetik bis zu Herrensocken. Reich wurde er nicht dabei. In vielen Fällen fand die Bande weder Geld noch Verwertbares.

Der angerichtete Sachschaden war meist grösser als die Beute. In Herisau versuchte er mit einem Komplizen ein Motorrad zu klauen, schaffte es aber nicht, es in Gang zu bringen.

Gesamtstrafe

Der Staatsanwalt forderte eine Gesamtstrafe von drei Jahren - davon 18 Monate bedingt. Der Verteidiger rügte die lange Verfahrensdauer. Er forderte eine teilbedingte Strafe, die der Mann in Halbgefangenschaft verbüssen könnte.

Das Gericht ging unter den Antrag des Staatsanwalts; es verurteilte den Beschuldigten in teilweisem Zusatz zu einem Urteil des Kreisgerichts St. Gallen von 2008 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 30 Monaten - davon 15 Monate bedingt - und zu einer Busse von 1000 Franken.

Von einer ganzen Reihe von Anklagepunkten sprach ihn das Gericht frei. Die Strafverfolgung wird in einer weiteren Reihe von Delikten wegen Verjährung und Verletzung des Anklageprinzips eingestellt.

Laut dem Anklagegrundsatz kann eine Straftat nur dann gerichtlich beurteilt werden, wenn die Staatsanwaltschaft gegen den Beschuldigten Anklage wegen eines genau umschriebenen Sachverhalts erhoben hat.

Psychotherapie

Die Verfahrenskosten werden dem Beschuldigten zu vier Fünfteln und der Staatskasse zu einem Fünftel auferlegt. Dem 25-Jährigen erteilte das Gericht die Weisung, zur Behandlung seines Aggressionspotentials eine Psychotherapie durchzuführen und darüber Bericht zu erstatten.

(sda)

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