Jubiläums-Aktionen

31. August 2017 17:15; Akt: 31.08.2017 17:15 Print

Auf dem Olma-Weg durch 75 Messe-Jahre

Am 12. Oktober startet zum 75. Mal die Olma. Begangen wird das Jubiläum unter anderem mit einem Olma-Weg durch St. Gallen.

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Dieses Jahr findet die 75. Ausgabe der Olma statt.

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«Wir wollen die Vergangenheit reflektieren, aber auch in die Zukunft schauen», sagt Nicolo Paganini, Direktor der Olma Messen St.Gallen. Mit mehreren Specials wird diese Tage die 75. Ausgabe der Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung eingeleitet. Neuestes Highlight ist der Olma-Weg, auf dem man – vorbei an allen 75 Olma-Plakaten – durch St. Gallen wandeln kann.

Vor dem St.Galler Rathaus beginnt der Weg und führt weiter zur Neugasse und durch die Altstadt bis hin zur Tonhalle am Unteren Brühl, dorthin, wo 1943 die erste Ausgabe der Messe stattfand. Bis Ende September steht da sinnbildlich ein Pavillon, in dem diverse Events geplant sind, etwa das Bratwurstfest vom 7. September, an dem Bratwürste zum Preis von 1943, also 1.80 Franken, angeboten werden. Heute kostet die Olma-Bratwurst rund 7 Franken.

Weniger ist mehr

«Zu jedem Plakat gibt es eine kleine Anekdote», erzählt Ruedi Tachezy, ehemaliger Inhaber der Kommunikationsagentur Tachezy + Kleger. Beispielsweise sorgte 2003 eine aufgerissene Bratwurstpackung für Furore. Schweizweit wurde das Plakat heftig diskutiert. Als «beleidigend» oder «unangebracht» war die Darstellung bezeichnet worden; sogar «Schweiz aktuell» von SRF berichtete damals über das «Skandal-Plakat».

Wer ein Olma-Plakat gestalten darf, entscheidet jeweils ein Gremium. Dabei werden vier bis sechs Künstler eingeladen, einen Vorschlag einzureichen. «Zudem wird jedes Jahr eine gestalterische Schule angefragt», erzählt Tachezy. Es kommt vor, dass Schüler den Wettbewerb gewinnen. Einer dieser ehemaligen Schüler-Gewinner war Andreas Tschachtli, heute Leiter der Fachklasse Grafik an der Schule für Gestaltung in St.Gallen. «Es ist für mich eine grosse Ehre, mein Plakat neben denen von Niklaus Troxler und Ruedi Külling zu sehen», sagt er.

Was das richtige Plakat ausmacht, davon hat Ruedi Tachezy klare Vorstellungen. «Es muss auf das Nötigste reduziert werden.» Laut Tachezy muss man aus acht Metern Entfernung und in drei Sekunden erkennen können, worum es geht. «Es soll auch eine gewisse Atmosphäre vorhanden sein», so Tachezy. Schlussendlich seien es eben viel mehr als nur Plakate. Tachezy: «Es sind Zeitzeugnisse der Schweizer Kultur und Plakatgeschichte.»

Spielzeug Kuh für das Jubiläum

Das diesjährige Plakat wurde von einer Schülerin entworfen. Rachel Kühne, Schülerin von Tschachtli, konnte den Wettbewerb für sich entscheiden. «Eine Kuh aus dem Spielzeug-Bauernhof meiner Tochter ist das Sujet», sagt Tschachtli lachend. Mit seinen Klassen arbeite er immer wieder gerne an den Olma-Plakaten. Dabei hat er jeweils in klares Ziel vor Augen:«Das Plakat soll der Sympathieträger der Olma sein.»

Am 12. Oktober ist es dann so weit. Elf Tage lang können tausende Interessierte die beliebteste Publikumsmesse der Schweiz besuchen.

(and)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Su,E am 31.08.2017 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ????

    Ich gehe am 15 Okt dann habe ich Geburtstag und werde 75 J ist der Eintritt gratis

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  • Manfred.Th. am 31.08.2017 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    Herzlichen Glückwunsch an die OLMA

    Ich Gratuliere der OLMA zu 75 Jahren und wünsche weiter hin viel Glück. Besonders den Jungen Landwirtinnen und Landwirte wünsche ich für die Zukunft Alles Gute, ich kann nur sagen Häbet Sorg zum Burrestand! Denn dass Höchste Gut ist der Rohstoff Milch.

  • Raymond F. am 31.08.2017 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Erst 75?

    Dank Bauern(-verband) und Primarschullehrern mit Aktivdiensterfahrung glaubte ich immer Olma, Bratwurst und Servelat gibt es seit 1291.

Die neusten Leser-Kommentare

  • marko 32 am 09.09.2017 00:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

  • Ein Leser am 06.09.2017 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Olma hat die Kultur verloren

    Olma? Das ist doch jedes Jahr das gleiche. Da gehe ich lieber an andere Messen, wo es auch etwas zu sehen gibt und nicht nur Staubsauger und Fensterreiniger.

  • m.k. am 02.09.2017 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel zu teuer

    7.- für a Brotwurscht?

  • Lena am 01.09.2017 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist genau die Olma?

    Ist das auch so eine Messe wo jeder der zahlt ein Stand öffnen kann und wieder Ramsch verkauft wird wie LUGA oder Zuger Messe? Heizdecken, Kissen etc.

    • cartagena am 01.09.2017 03:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lena..Ja..

      ..die Olma gefällt einem oder halt nicht, sowie Sie schreiben, dürfte Ihnen die Messe in SG nicht passen, im Gegensatz zu den vielen tausend Besuchern aus der Region Ostschweiz und vorallem den St. Gallern.

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  • Plapperi am 31.08.2017 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunstwerke

    Die früheren Plakate sind um einiges schöner als die von heute. Wusste nicht, dass die Bauern eine vorliebe für die Kunst haben.