Mysteriöse Hügel

17. September 2015 11:27; Akt: 17.09.2015 14:49 Print

«Bodensee-Stonehenge» gibt Forschern Rätsel auf

Zwischen Romanshorn und Güttingen wurden mehrere Dutzend Hügel am Seegrund entdeckt. Forscher rätseln über ihren Ursprung und wollen Taucher hinunterschicken.

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«Wir stehen vor einem Rätsel», sagt Martin Wessels, Geologe am Institut für Seenforschung in Langargen (D), gegenüber der «Thurgauer Zeitung». Im Rahmen der Bodenseevermessung «Projekt Tiefenschärfe» wurde der Seegrund in den vergangenen zwei Jahren mit hochpräzisen Instrumenten vermessen.

Die ausgewerteten Daten überraschten die Forscher. 100 bis 200 Meter vom Thurgauer Ufer entfernt liegen in etwa 10 Metern Tiefe mehrere Dutzend unterschiedlich grosse Hügel. «Die Anordnung in regelmässigen Abständen zeigt, dass die Strukturen nicht natürlich, sondern künstlich entstanden sein müssen», so Wessels gegenüber der Zeitung. Die Hügel seien meist rund, ein bis zwei Meter hoch und hätten einen Durchmesser von bis zu 20 Metern.

Taucher sollen Rätsel lösen

Der Thurgauer Kantonsarchäologe Hansjörg Brem ist selber verwundert über die geheimnisvolle Hügelkette im Bodensee: «Wir möchten herausfinden, was das ist.» Ob es sich dabei um eine geheime Verteidigungsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg oder ein «Bodensee-Stonehenge» handelt, will man nun mit Hilfe von Tauchern klären. «Wir werden im Winter unsere Taucher zu dem Hügeln schicken, die dann Fotos machen und Proben entnehmen», so Brem. Seine Vermutung sei, dass die Hügel durch Gletscher verursacht wurden.

Weitere mysteriöse Hügel und Löcher entdeckt

Schon zu Beginn des Projektes haben Forscher bekanntgegeben, dass sie vor Kreuzlingen fünf riesige Löcher am Grund des Sees entdeckt haben, die Durchmesser zwischen 50 und 100 Meter aufweisen. Entlang des Thurgauer Ufers hat es weitere Hügel, bei denen man vermutet, dass Gasaustritte dafür verantwortlich sind.

Die Bodenseevermessung hat für weitere Überraschungen gesorgt: So fanden die Forscher heraus, dass der See an seiner tiefsten Stelle «nur» 251 Meter tief ist und nicht 253,5 Meter, wie die letzte Messung im Jahr 1990 ergeben hatte. Auch wurden Steilwände, Schluchten, Canyons und Dünenlandschaften entdeckt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mauro M. am 17.09.2015 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nicht dran ziehen!

    Das sind die Wasserstöpsel...

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  • Michi Z am 17.09.2015 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    entweder oder

    «Die Anordnung in regelmässigen Abständen zeigt, dass die Strukturen nicht natürlich, sondern künstlich entstanden sein müssen» Aber im gleichen Text steht das sie vermutlich durch einen Gletscher entstanden sind! Hoch Intressanter Journalismus ohne zu überlegen

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  • G.Ott am 17.09.2015 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ahnung

    Weiss nicht was es ist... Aber die USA ist sicher Schuld!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruno am 18.09.2015 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stöpsel können animieren!

    Unglaublich, wie anregend diese Stöpsel sind! Selten so gestaunt!

  • Christian Duerig am 18.09.2015 01:18 Report Diesen Beitrag melden

    BODENSEEGRUNDSEEBODENSEE SEIT STONEHEGE

    So ein Humbug ! Hier werden 253,5 Meter auf 251 Meter korrigiert. Der Messfehler liegt also im Bereich von Metern. Nus wird uns eine Bodenseegrundkarte päsentiert, die eine Auflösung im Dekameterbereich hat. In 10 Meter Wassertiefe kommt ein 8 Meter hoher Hügel fast an die Wasseroberfläche. Erstaunlich ist: Man hat diese Hügel noch nie bei Tiefwasserstand sehen können. Für mich ist das Vermessen eines Seegrundes keine Forschung ! Prosten Sie weiterhin mit Bier und füllen Sie sich mit Olmabratwürsten zur Abwechslung. Tradition ist Abwechslung. Heh, da gibt's ein Bodensee auf dem Bodenseegrundseeboden !

  • Christian Duerig am 18.09.2015 00:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BODENSEEGRUNDBODENSEE

    Diese Beschreibung des Bodenseegrundes ist so viel aufrengender, als irgend eine Beschreibung vom Meeresgrunde des Atlantiks. Sogar der Marianengraben kann nicht mithalten. Hier im Bodensee findet man alles, aber wirklich alles. Sogar Stonehege darf nicht fehlen. Vermutlich finden sie das Bernsteinzimmer, den Goldzug, die Gebisse ihrer Grossmütter. Vermutlich haben die Forscher zu viel Bier mit dem Sankt Galler Schüblig zu sich genommen. Nun sind sie so richtig in Fahrt gekommen und brechen auf zu neuen Forschungen !

  • Leser am 17.09.2015 16:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lesen ist Kunst

    Hätten Sie den Text richtig gelesen, so hätten Sie bemerkt dass die Aussagen von zwei verschiedenen Personen stammen.

  • walterli am 17.09.2015 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pharao

    Ja ich denke auch Pfahlbauten. Es könnte aber auch Aegyptisch sein oder die Bundeslade ist dort oder das Grab von Mohamet. Egal, der History Channel wird die Wahrheit ins TV bringen.