Richard Hammonds Unfall

30. Juni 2017 15:59; Akt: 30.06.2017 18:21 Print

«Ich dachte, ich würde sterben»

Ex-«Top Gear»-Star Richard Hammond beschreibt, wie er den Crash beim Bergrennen in Hemberg SG erlebte. Dass sein Bein gebrochen war, merkte er schon am Unfallort.

Hammond spricht über seinen Unfall. Quelle: Drivetribe.com
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Bei seiner letzten Runde an diesem Tag ist Richard Hammond in Hemberg SG über eine Kurve hinausgefahren. Und das auch noch nach der Ziellinie. Was er dachte, als sich sein Auto x-fach überschlagen hat, erzählt er in einem Interview.

Er habe drei bis vier Runden absolviert, sagt der ehemalige Star der Autosendung «Top Gear». «Es war die letzte Runde an diesem Tag und ich kam gerade über die Ziellinie.» Die Strasse verläuft an der Unglücksstelle zuerst in einer längeren Rechtskurve, gefolgt von einer Linkskurve. «Ich war mir bewusst, dass ich mich auf einem Hügel befinde und ziemlich schnell da runtergehe», sagt Hammond mit einem leichten Grinsen im Gesicht.

Aufschlag nach 30 Metern

Mate Rimac, CEO des Autoherstellers Rimac, hat Daten zum Crash aufbereitet. Er sitzt neben Hammond und beschreibt die Flugbahn des Elektoautos den Hügel hinunter. Unterhalb der Strasse, von der Hammond abkam, verläuft ein andere Strasse. Auf die schlug der 47-Jährige zuerst auf – nach 30 Metern.


30 Meter weiter unten auf die Strasse aufgeschlagen: Ein Foto mit der Zielstrecke (rechts) und einer zweiten Strasse weiter unten. (29. Juni 2017) Bild: Screenshot Youtube/Drivetribe

Die Höhe des Sturzes hat laut Rimac 157 Meter betragen. Die Distanz zwischen dem Ort, an dem der britische Moderator von der Strasse abkam, und der Stelle, an der sein Auto auf dem Dach liegen blieb, beläuft sich auf 110 Meter – die Höhendifferenz nicht mit eingerechnet.

Gesetze der Physik verbogen

«Da stehen drei Häuser im Weg», sagt Hammond. «Wie kam ich um dieses Haus herum?» Das Rimac-Team ist noch mit der Auswertung der Unfalldaten beschäftigt. «Glücklicherweise hast du die Gesetze der Physik ein wenig verbogen», sagt Rimac. Er spekuliert, dass die anfängliche leichte Rechtskurve das Auto während des Falls leicht nach links beschleunigt hat.

Richard Hammond ist bei einem Bergrennen verunfallt: Die Videos des Tages – der Unfall und der brennende Rimac Concept One. (10. Juni 2017) Video: Tamedia/diverse Leser-Reporter

Das Haus in der Mitte der Strecke ist ein Holzhaus. Hammonds Auto ging nach dem Sturz in Flammen auf.

Nach 110 Metern kam der Elektrowagen zum stehen und fing Feuer: Eine Übersichtskarte. (29. Juni 2017) Bild: Screenshot Youtube/Drivetribe

«Ich dachte, ich würde sterben»

Nachdem das Auto auf der unteren Strasse aufgeschlagen war, überschlug es sich mehrfach und hinterliess mehrere Krater in der Wiese. Während dieser Zeit war Hammond bei Bewusstsein. Er könne sich jedoch nicht daran erinnern, ob er sich einmal oder zwölfmal überschlagen habe, sagt er. «Doch als ich mit 300 Meilen pro Stunde da runterging, dachte ich, ich würde das nicht überleben.»

«Wie kam ich um dieses Haus herum?»: Ein Foto des Hauses, das Hammonds Unfallwagen zum Glück nich traf. (29. Juni 2017) Bild: Screenshot Youtube/Drivetribe

«Ja, ich dachte, ich würde sterben», sagt Richard Hammond. Er zeigt sein verbundenes Knie und reisst Witze darüber. «Mein Knie ist versaut mit einer grossen Narbe.» Seine jüngste Tochter habe ihm gesagt: «Daddy, du siehst aus, als wärst du auf dem Spielplatz hingefallen.»

Er habe Glück gehabt, dass das Dach des Autos nicht eingedrückt wurde, sagt der eher Kleingewachsene. «Das spricht für die grosse Widerstandsfähigkeit des Fahrzeugs.» Auch über seine Körpergrösse macht er einen Spruch: Um sieben Zentimeter habe sein gebrochenes Bein verlängert werden müssen. «Ich bin nicht der Typ, der es sich leisten kann, sieben Zentimeter zu verlieren.»

Das Interview auf Youtube in voller Länge.

(oli)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • carmen diaz am 30.06.2017 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    das thema ist ausgelutscht...

    ...und zu tode geritten. es ist erledigt, braucht kein mensch mehr. er wird es überleben...

    einklappen einklappen
  • Argus am 30.06.2017 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochrisikosport, was soll's?

    Was soll das ganze Getue und Gejammer? Wer sich in einen solchen Boliden setzt und Autorennen fährt, setzt sich unweigerlich einem gewissen Risiko aus. Mein Mitleid mit Menschen die einen Hochrisikosport betreiben, hält sich in Grenzen. Aber, jeder kann sein Leben gestalten wie er will. Nur muss er dann auch mit allfälligen Folgen leben. Das Ganze ist doch keinen Artikel wert.

  • Manu am 30.06.2017 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Also mich hat das Thema bisher noch überhaupt nicht interessiert. Aber jetzt mal reingeschnuppert. Wenn ich nun Bericht, infos von Fahrer und Team und dazu das Video vergleichte, dann stimmt da so gut wie nichts überein! Überall masslos übertrieben, dramatisiert und in show fähige Bahnen gelenkt. Irgendwas handfestes realistisches gibt es es hier überhaupt nichts, ausser dass der Unfall passiert ist. Genau wie die Sendung... Hollywood Pur. Blödsinn

Die neusten Leser-Kommentare

  • pepe roncini am 30.06.2017 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Der Mann kann nicht wirklich fahren. Punkt. Ich verstehe die ganze Aufruhr nicht. Er soll froh sein, dass er noch lebt! Und vielleicht mal Rennen fahren lernen, falls er denn ernsthaft weitermachen will.

  • Peter A. am 30.06.2017 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich etwas gelernt - er gehört nicht auf Re

    Ich hoffe er hat etwas daraus gelernt und das Team lässt solche Aktionen künftig sein. Denn Fahrer, die ohne gründliche Vorbereitung eine Rennstrecke fahren und nach dem Zieldurchlauf nochmals Gas geben statt abzubremsen, haben auf Rennstrecken nichts verloren. Sie schaden dem Motorsport und gefährden andere.

  • ElmoMcElroy am 30.06.2017 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    newcomer?

    ehm, wer ist dieser typ überhaupt?

  • Manuela am 30.06.2017 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    muss erst noch erwachsen werden

    R.H. hat grosse Augen und immer ein bisschen verstrubbelt, einfach ein grosses Kind. Ich aber würde nie einen Partner wählen, der sich immer wieder, wie ein Kind, in Gefahr begibt. Mit 47 sollte er eigentlich etwas vernünftiger sein, war ja nicht sein ersten Unfall.

  • msrcO am 30.06.2017 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lasst es gut sein

    Ja wir wissen es du bist der Ärmste der Welt, hört doch auf es nervt nur. Ein Unfall wo nicht nötig gewesen wäre aber wenn man meint man wäre unfehlbar Tja