Geschmuggeltes Grautier

27. September 2012 11:08; Akt: 27.09.2012 11:15 Print

Da steht ein Esel im Kofferraum

Grenzwächter haben am Splügenpass einen aussergewöhnlichen Schmuggel aufgedeckt. Sie fanden in einem Auto, das von Italien her in die Schweiz fuhr, einen lebenden Esel.

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Zwischen Rücksitzbank und Heckklappe wurde der Esel über den Splügenpass gekarrt. (Bild: Grenzwachtregion III)

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Der Splügenpass zwischen dem italienischen Chiavenna und Splügen GR ist ein Highlight für Liebhaber des Drahtesels: Rennvelofahrern haben es die unzähligen Serpentinen angetan. Nun hat auch ein echter Esel diese Kurven bewältigt - unfreiwillig und im Kofferraum eines Vans.

Die Schweiz wollte das Ehepaar mit dem Esel auf der Fahrt von Italien nach Deutschland nur durchqueren. Doch Grenzwächter machten den beiden am Splügenpass einen dicken Strich durch die Rechnung. Bei der Kontrolle entdeckten sie das zwischen Rücksitz und Heckklappe eingepferchte Jungtier.

Trauma im Pferdeanhänger?

Den Grenzwächtern erzählte das deutsche Ehepaar, es habe dem Esel den zehnstündigen Transport in einem Pferdeanhänger nicht zumuten wollen. Eine Beförderung dieser Art könne sich traumatisierend auf das Tier auswirken. Vom Esel musste sich das Ehepaar zunächst trennen.

Wie das Kommando der Grenzwachtregion III am Donnerstag weiter berichtete, fehlten neben der ordnungsgemässen Anmeldung am Zoll auch die notwendigen Gesundheitszeugnisse für das Tier. Deshalb wurde die bündnerische Amtsstelle für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit eingeschaltet, welche die Beschlagnahmung des Jungtieres anordnete. Da das Ehepaar mit der Einfuhr und dem Transport des Esels gleich gegen mehrere Gesetze verstossen hat, muss es mit einer empfindlichen Busse rechnen. Allein die unterlassene Zollanmeldung kostet 500 Franken.

(rme/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marie am 27.09.2012 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ach!?

    Sie lassen also hunderte von Illegalen von Italien durch die Schweiz reisen; im Auto, im Zug und worin oder worauf auch immer. Machen beide Augen zu, denn wer auf der Durchreise nach Deutschland ist, bleibt nicht in der Schweiz und man hat keine Scherereien. Aber einen kleinen Esel auf der Durchreise beschlagnahmen sie. Ich selber hätte ihn zwar angemeldet. Es ist gar nicht so schwierig wie man denkt. Ich hab' mal einen Hund mitgebracht, der dann 11 Jahre bei mir lebte. Es war wirklich weder teuer noch mühsam. Trotzdem, lasst doch den armen Esel.

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  • Juan am 27.09.2012 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Gott bewahre!

    Ich hoffe bloss, die kriegen den Esel nicht zurück!

  • Täumerin am 27.09.2012 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Trauma?

    ach und auf diese Weise bekommt der Esel kein Trauma ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Déyna Huber am 28.09.2012 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daneben

    Voll daneben. Dass Tier gehört anständig Transpotiert. & einen Schaden kriegt es sicher nicht!

  • J. Engel am 28.09.2012 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    IQ weg?

    Das Schlimmste an allem finde ich die unzähligen Schreibfehler, welche in nahezu jedem Beitrag hier zu finden sind!

    • Bengel am 30.09.2012 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      Himmlisch

      Ja es sind halt nicht alle Engel. Einer muss halt der beste sein und wenn es nur beim Rechtschreiben ist...

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  • Felix am 28.09.2012 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Grautier?

    Besser, der Esel sitzt im Kofferraum, als am Steuer - oder war da auch einer?

  • Marc am 27.09.2012 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mhh

    Also ich sehe keine Wasserschüssel noch einen Futternapf...

  • Marco S am 27.09.2012 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Grautier

    Ein Pferdetransporter ist zu geräumig für einen jungen Esel, man müsste eine Unterteilung anbringen, damit er in Kurven und beim Bremsen nicht das Gleichgewicht verliert. Wie auf dem obigen Foto zu sehen ist, war das Grautier bestens untergebracht, besser als im Pferdetransporter - aber man muss natürlich die Gesetze respektieren