Sittertobel

03. Juli 2017 07:23; Akt: 03.07.2017 09:44 Print

Openair erstmals seit 2011 nicht ausverkauft

Das diesjährige OASG neigt sich bereits wieder dem Ende zu. Die Organisatoren und die Polizei blicken auf ein problemloses Fest zurück.

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«Wir können eine positive Bilanz ziehen», sagt Sabine Bianchi vom Veranstalterteam des Openairs. Besonders die neue Campfire-Stage, bei der die Besucher ihr Fleisch an einem grossen Feuer zu Live-Musik grillieren konnten, sei sehr gut angekommen. «Auch im nächsten Jahr ist die Campfire-Stage wieder eingeplant», so Bianchi.

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Zwischenfälle gab es keine. «Die Sanität war lediglich mit den üblichen Bagatellfällen beschäftigt», sagt Bianchi.

Rund 1000 Tickets nicht verkauft

An den vier Tagen des Openairs besuchten 107'000 Festivalgänger das Sittertobel. Davon waren 20'000 Nachtschwärmer, die bereits am Donnerstag auf dem Gelände waren, und je 29'000 Personen von Freitag bis Sonntag. Nach sechs ausverkauften Jahren OASG gab es 2017 erstmals wieder Tickets, die nicht wegkamen. Daran war nicht zuletzt das Gerücht schuld, das Openair St. Gallen sei bereits ausverkauft. Gegen solche Gerüchte könne man fast nichts tun – «aber die Leute wissen ja jetzt, dass das Festival dieses Jahr nicht ausverkauft war», so Bianchi.

Auch die Stadtpolizei St. Gallen war kaum gefordert. «Im Allgemeinen war die Stimmung wie in den Vorjahren sehr friedlich», sagt Sprecher Oskar Schmucki. Die verschärften Eingangskontrollen und mehr Personal auf dem Gelände hätten Früchte getragen. «Grössere Zwischenfälle gab es nicht, höchstens mal ein Belästigungsfall oder ein Besucher, der etwas zuviel getrunken hat», so Schmucki. Das sei aber für ein Festival dieser Grösse völlig normal. «Auch am Bahnhof gab es keine Zwischenfälle, höchstens die momentane Situation mit den vielen Baustellen war vielleicht nicht optimal.»

Zeltplaketten bewährten sich

Zufrieden sei man auch mit der Zeltplakette, die 2016 erstmals eingeführt wurde. Brachte man ein Zelt mit, erhielt man eine solche Plakette gegen ein Depot von 20 Franken. Verliess man am Sonntag das Gelände mitsamt Zelt, erhielt man die 20 Franken zurück. «Letztes Jahr nahmen dadurch 87 Prozent der Besucher ihr Zelt wieder nach Hause», sagt Bianchi. Darum wurde das Plakettensystem auch in diesem Jahr wieder durchgeführt. Eine genaue Bilanz dazu sei erst am Montag möglich.


Eindrücke aus dem Schlamm: Die Openair-Besucher wussten sich trotz des regnerischen Wetters zu amüsieren. (Video: Tamedia/SDA)

Wetter besser als erwartet

Entgegen den vorgängigen Wetterprognosen mit durchgehendem Regen hielt sich das schlechte Wetter für OASG-Verhältnisse noch in Grenzen. Bianchi fühlt sich deswegen nicht von den Wetterpropheten getäuscht: «Wir hatten ja unsere eigene Wetter-App, die ein wenig bessere Prognosen hatte. Diese haben wir dann auch auf Facebook gepostet », erklärt sie. Ausserdem hätten die meisten Besucher das Ticket ja bereits vor den Wetterprognosen gekauft. Ob die letzten Tickets bei besseren Aussichten abgesetzt worden wären, weiss Bianchi nicht. «Einige Tickets mehr hätten wir vielleicht schon verkauft, aber ich denke nicht, dass alle 1000 weggegangen wären.»

(air)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Drummer am 03.07.2017 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Möglicherweise

    Besseres Line Up!!! Dann klappt es auch wieder mit dem Ausverkauf!

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  • Dave am 03.07.2017 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komischer Musikgeschmack

    Ich ging wegen des aus meiner Sicht sehr schwachen Programms nicht. Kanns einfach nicht verstehen, dass alle so anspruchslos sind...

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  • Delphin64 am 03.07.2017 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preise!

    Waren Sie am Openair St. Gallen? Nein. Ist mir zu teuer!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Der St.Galler am 03.07.2017 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Siehe Werchter Belgien

    Ich kann euch sagen warum es dieses Jahr so schlecht war. Alle guten Bands waren in Belgien am Werchter dieses Wochenende. Dem Lineup fehlte es zudem am Konzept. Die Fans von den Hosen sind mittlerweile alle über 40 und die kommen nicht wenn der Rest vom Programm aus Hiphop und Elektro besteht.

  • Fraz am 03.07.2017 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es werden mehr...

    1000 unverkaufte Tickets? Das hat aber gar nichts mit der Angst der Leute zu tun!

  • G.Lück am 03.07.2017 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist müssig,..

    ... sich Gedanken zu machen wieso das OASG nicht ausverkauft war. Lags am Line Up, an den Preisen,am Wetter...wer weiss. Was aber bezügl. Line Up zu Boden geritten wurde, sind...tut mir Leid liebe Winterthurer, eure Musikfestwochen. 80/90er Jahre top,heute flop.

  • leser z am 03.07.2017 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ja es gibt

    Ja es gibt mittlerweile eigne Festivals die weniger schlammig enden!!! Und die Besuche Anzahl bleibt in etwa gleich!! Verteilprinzip!!

    • Ein Leser am 03.07.2017 12:19 Report Diesen Beitrag melden

      Wiederbesucher

      Vorallem was dort auffällt es gibt viele Besucher die immer wieder kommen. Z.b beim Greenfield oder Gurten. Am OASG kommen prozentual sehr wenig wieder. Und wenn alle das Openair gesehen haben, kommt niemand mehr. Das OASG sollte schauen das sie ihre Openairgänger behalten kann.

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  • Spaniel am 03.07.2017 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Openair SG

    Erstaunlich schlechte Beurteilung der Jungs aus der Nachbarschaft. Viel Alkohol - Kiffen und Grabschen und horrende Preise. Das geht nicht lange gut.