Nach Import-Verbot

18. August 2013 20:33; Akt: 18.08.2013 20:33 Print

Zukunft für Connyland-Delfine ist gesichert

Besucher strömen derzeit ins Connyland, um die Delfinshow ein letztes Mal zu sehen. Die Zukunft der Tiere ist nun definitiv gesichert.

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Die letzten Delfinshows in der Schweiz sind beliebt beim Publikum: Am Sonntag war die Tribüne im Connyland bis auf den letzten Platz besetzt. (Bild: 20 Minuten/Simon Städeli)

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Als die Delfine Chicky, Angel und Secret gestern Nachmittag ihre Tricks und Sprünge präsentierten, war auf der Tribüne im Connyland kein Platz mehr frei: «Wir waren schon oft an der Show, heute wollten meine Töchter den Delfinen Tschüss sagen», sagt Linda Baumgartner aus Frauenfeld. Das Connyland- steht bei Familien hoch im Kurs: «Seit das Wetter im Juni besser wurde, kommen die Leute in Scharen», so Geschäftsführer Erich Brandenberger.

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«Bereiten Tiere auf Transport vor»

Froh ist Brandenberger auch, dass die Zukunft der drei verbliebenen Delfine nun gesichert ist: «Drei gute Delfinarien wollen die Tiere aufnehmen, jetzt können wir sogar auswählen, was das Beste für unsere Tiere ist.» Zwei der Interessenten kämen aus Europa, ein Dritter aus Übersee.

Nachdem das Parlament letztes Jahr ein Import-Verbot für Delfine ausgesprochen hatte, war bisher ungewiss, was mit den Delfinen geschehen soll. Nach der letzten Show am 20. Oktober werden die drei Meeressäuger rasch in ihr neues Zuhause gebracht. «Wir bauen derzeit Transportboxen und bereiten die Tiere mit Spezial-Training auf die Reise vor», so Brandenberger.

Hauptattraktion fällt weg

Mit dem Aus des Delfinariums fällt für das Connyland die Hauptattraktion weg. Die Betreiber rechnen aber nur mit einem kleinen Besucherrückgang: «Wir planten längerfristig sowieso ohne Tiere und werden vermehrt auf Action setzen», so Brandenberger. Wichtig sei nun aber, den Leuten klarzumachen, dass der Park nicht schliesse: «Viele denken, der Park schliesse mit dem Delfinarium, dabei machen wir wie gewohnt weiter, nur ohne Delfine.»

Als nächstes ist eine grosse Seilbahn mit Spezialeffekten über den ganzen Park geplant. In drei Jahren soll dann dort, wo heute die Lagune steht, eine neue Anlage entstehen.

(sst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • J. Meyer am 19.08.2013 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    @Reto Roderer

    Wenn sie der Belastung des Transportes nicht gewachsen sind u dabei verenden, dann seit ihr Tierschützer immer noch stolz auf euer Werk? Natürlich leben solche Delfine nicht in ihrer natürlichen Umgebung, was ich auch bemängel, doch in Freiheit dürften diese in Gefangenschaft geborene Delfine kaum überleben, da sie in Abhängigkeit vom Menschen aufgewachsen sind u keine natürlichen Entwicklungen durchmachten, welche ihre Instinkte hätte ausprägen u für ein Leben in der Wildnis gewappnet hätten. Aber ein solch langwierigen Transport mutet ihr den Tieren zu. Schöne Tierschützer!

  • Marco Schwarz am 19.08.2013 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Absolut unverständlich. Das Problem wird nicht gelöst, sondern einfach abgeschoben, jetzt sind wir nicht mehr verantwortlich, dafür aber ein anderes Land und zudem werden die Tiere nun auch noch den Gefahren des Transportes ausgesetzt, was zumindest unverantwortlich ist. Die Delfine waren sehr gut untergebracht, die Grösse der Becken akzeptabel. Die Wanderungen der Tümmler in Freiheit stehen in direktem Zusammenhang mit den Wanderungen ihrer Beutetiere. Stimmt das Nahrungsangebot, wandert der Delfin nicht.

  • J. Meyer am 19.08.2013 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    fragwürdiger Tierschutz

    Zoos u Delfinarien bieten keine natürlichen Lebensräume, trotz aller Mühen, es so genau wie möglich zu machen. Tierschützer jedoch verkennen oft bei ihrem Schlachtruf, Freiheit für die Tiere, das keines dieser in Gefangenschaft geborenen Tiere jemals in freier Wildbahn überlebt u somit dem Tod geweiht wäre. Schöner Tierschutz! Grundsätzlich bin ich auch kein Freund von Zoos, aber beim Ausrottungswahn des Menschen, sind solche Anlagen die letzten Archen, wo man noch Wildtiere ihrer Art lebend sehen u bestaunen dürfte, wenngleich kommerziell, weil Unterhalt, Futter u Pflege nunmal kostet.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rüdiger Hengl am 20.08.2013 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Aus den Augen, aus dem Sinn! - So nicht!

    Jetzt haben wir den Salat. Die 3 Delfine, die in Connyland ein echtes Zuhause hatten, kommen also irgendwohin in die "Verbannung", irgendwohin, wo es ihnen hundertprozentig nicht besser gehen wird als da, wo sie jetzt sind. Haben die "Tierschützer" mit ihren Aktionen also irgendwas Positives bewirkt? Nein! Die Connyland-Delfine werden lediglich verschoben.

  • M.......... K................. am 20.08.2013 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wer Delphine

    in freier Natur erlebt hat, wird solche Gefängnisse niemals gut heissen. Lasst die Tiere da wo Sie hingehören zu Ihrer Familie ins offene Meer alles andere ist, unwürdig.

  • J. Meyer am 19.08.2013 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    @Reto Roderer

    Wenn sie der Belastung des Transportes nicht gewachsen sind u dabei verenden, dann seit ihr Tierschützer immer noch stolz auf euer Werk? Natürlich leben solche Delfine nicht in ihrer natürlichen Umgebung, was ich auch bemängel, doch in Freiheit dürften diese in Gefangenschaft geborene Delfine kaum überleben, da sie in Abhängigkeit vom Menschen aufgewachsen sind u keine natürlichen Entwicklungen durchmachten, welche ihre Instinkte hätte ausprägen u für ein Leben in der Wildnis gewappnet hätten. Aber ein solch langwierigen Transport mutet ihr den Tieren zu. Schöne Tierschützer!

  • Marco Schwarz am 19.08.2013 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Absolut unverständlich. Das Problem wird nicht gelöst, sondern einfach abgeschoben, jetzt sind wir nicht mehr verantwortlich, dafür aber ein anderes Land und zudem werden die Tiere nun auch noch den Gefahren des Transportes ausgesetzt, was zumindest unverantwortlich ist. Die Delfine waren sehr gut untergebracht, die Grösse der Becken akzeptabel. Die Wanderungen der Tümmler in Freiheit stehen in direktem Zusammenhang mit den Wanderungen ihrer Beutetiere. Stimmt das Nahrungsangebot, wandert der Delfin nicht.

  • Reto Roderer am 19.08.2013 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich! Das wurde Zeit!

    Wisst Ihr, wieviel ein Delphin pro Tag schwimmt, wenn er nicht in gefangenschaft ist (bis 200km)! Es gibt einen guten Vergleich: 12Personen stehen auf einem Quadratmeter Fläche.... und das die ganze Zeit! Möchtet Ihr das? Ein Lebenlang? Alle die Ihr hier "unser" Delphinarium beibehalten wollt und jetzt traurig seit, habt ihr schon mal einen Delphin in Freiheit gesehen? Und noch was, Ihre Kunststücke, welche Sie euch zeigen, die zeigen Sie nur, weil Sie etwas zu essen kriegen! Also liebe Menschen von nun an, kriegt Ihr nur noch etwas zu Essen, wenn Ihr Eure Arbeit gemacht habt!