Stromschlag

22. April 2012 12:01; Akt: 22.04.2012 22:32 Print

Leichtsinn fordert ein Todesopfer

von Ilda Özalp - Zwei Männer sind gestern auf abgestellte Güterwagen geklettert. Ein 24-Jähriger starb dabei durch einen Stromschlag.

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Beim Güterbahnhof in Buchs ist es gestern Morgen zu einem schweren Unfall gekommen: Zwei junge Männer (23 und 24) kletterten über eine Leiter auf abgestellte Tankwagen. Dort kamen sie der Fahrleitung zu nahe und wurden von einem 15 000 Volt starken Stromschlag erfasst. Für den Älteren kam jede Hilfe zu spät: Er starb noch am Unfallort. Sein 23-jähriger Kollege überlebte schwer verletzt. Er schleppte sich kurz nach 4 Uhr noch mit letzter Kraft rund 20 Meter bis zur Industriestrasse. Dort verständigte er laut Polizeisprecher Bruno Metzger einen Autofahrer. «Gleich danach wurde er bewusstlos», so Metzger. Der Mann befindet sich laut Polizeiangaben «in kritischem Zustand». Die Rega brachte ihn in eine Spezialklinik zur Behandlung von Verbrennungen.

Wieso die beiden Männer auf die Waggons kletterten, ist unklar. Unter den Buchser Jugendlichen wird vermutet, dass die beiden vor dem Unfall in einem der nahe gelegenen Clubs im Ausgang waren. Vom Industriegebiet her, wo sich diese befinden, kann man ohne Hindernis auf den Güterbahnhof gelangen.

Laut Angaben der SBB kommt es immer wieder zu solchen Unfällen. Mediensprecher Daniele Pallecchi weist darauf hin, dass es generell verboten und gefährlich sei, Geleise zu betreten oder sich Fahrleitungen zu nähern. Es bestehe auch Lebensgefahr, wenn die Fahrleitung nicht berührt wird – dann könne ein Lichtbogen entstehen.

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Ich erteile selber Elektro Sicherheitskurse im Fahrstrombereich. Bringe dieses Thema jedes Mal und doch passiert es immer wieder. Wichtig ist, dass man es rechtzeitig seinen Kindern beibringen sollte. Mich hatte man schon als kleines Kind auf diese Gefahren der Fahrleitung aufmerksam gemacht. Inzwischen habe ich selber Enkel und werde es auch ihnen beibringen! – Baumi

Die neusten Leser-Kommentare

  • D. Gerber am 24.04.2012 06:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld ist wohl der Alkohol

    Alkohol tötet und zwar nicht nur durch Leberzirrhose! Kann mir nicht vorstellen, dass jemand nüchtern auf so eine bekloppte Idee kommt. Die Alkoholverfügbarkeit muss eingeschränkt, sowie die Trinkmenge pro Person besser kontrolliert werden. Wer schon zuviel intus hat, soll keinen weiteren Alkohol mehr kaufen können. Personen die für andere Alkohol kaufen, sollen zudem hart bestraft werden. Man kann es drehen und wenden wie man will, Alkohol ist die Wurzel allen Übels.

  • Geht Euch Nix An am 23.04.2012 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Kinder Kinder...

    Soviel ich gehört habe sind es 2 ältere Schullkolegen von mir. Und ja, sie waren unter Alkohol-Einfluss da ich sie am selben Abend noch im Ausgang getroffen habe. Aber das könntet ihr auch aus dem Beitrag entnehmen wenn ihr ihn gelesen hättet. Ich würde also nicht unbedingt auf "Dummheit" plädieren. Also hört auf mit "ich hab kein Mitleid" blablabla, ehrlich, wen intressierts. Der eine hat mit seinem Leben bezahlt und der andere wird es sein Leben lang bereuen seinen Kumpel verloren zu haben. Ist das nicht Strafe genug? Legt euch ein Hobby zu und kommentiert nicht alles was ihr grad denkt.

  • M. Müller am 23.04.2012 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    unfall hin oder her

    tragisch...aber mitleid -nein...was denken die sich warum sind wohl überall warnschilder aufgestellt und falls keine warnschilder da sind genügt ja wohl der gesunde menschenverstand...

  • L. Bogen am 23.04.2012 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommt dazu... 

    ... dass man nebst dem potenziell tödlichen Stromschlag (Verbrennungen, Herz, etc.) wohl auch noch die ~ 5 Meter (oder wie hoch so ein Kesselwagen ist) auf den Boden knallt!

  • Chris von Swiss am 23.04.2012 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Denn sie wissen nicht....

    Dummheit kann durchaus tödlich sein!!

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