Im Trend

28. Januar 2010 21:50; Akt: 28.01.2010 21:28 Print

Bachblüten oder Handauflegen für Haustiere

von Marlene Kovacs - Immer mehr Tierbesitzer lassen ihre Lieblinge homöopathisch behandeln oder bringen sie zur Akupunktur. Auch in der Landwirtschaft hat die Alternativmedizin voll eingeschlagen.

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«Wenn es irgendwie möglich ist, lasse ich meine Tiere alternativ behandeln», sagt Pferde- und Hundebesitzerin Ursi Wick aus Mörschwil. Und sie ist nicht die einzige Ostschweizerin, die so denkt. Akupunktur, Handauflegen, Bachblüten, Homöopathie, Farblicht- oder Verhaltenstherapien: Immer mehr Tierbesitzer schwören auf alternative Heilmethoden und die ganzheitliche Betrachtung ihrer Lieblinge.

Diesen Trend bestätigt Susanne Vrba, leitende Ärztin des Tiergesundheitszentrums Health Balance in Uzwil, das sich auf alternative Heilmethoden bei Tieren spezialisiert hat: «Es gibt einfach immer mehr Tierliebhaber, die auf eine sanftere Behandlung Wert legen.» Dies sei vor allem bei Hunden, Katzen und bei Pferden der Fall. «Wir sind oft die letzte Anlaufstelle, wenn eine normale Behandlung versagt hat», so Vrba. Auch der Gossauer Tierarzt Darko Popovic setzt auf alternative Therapien: «Ich arbeite mit Handauflegen, Aromatherapien und Bachblüten», sagt er.

Selbst in der Landwirtschaft scheint die neue Richtung eingeschlagen zu haben. «Die Bauern beklagen sich, dass es zu wenig Tierärzte gibt, die sich auf Homöopathie spezialisiert haben», so Andreas Schmidt, Sirnacher Tierarzt und Vorstandsmitglied der internationalen Veterinärhomöopathie-Gesellschaft.