Schüsse in Altstätten

13. April 2012 06:49; Akt: 13.04.2012 23:56 Print

Täter sollte Armeewaffe abgeben

Eine Gruppe diskutiert in einer Wohnung in Altstätten SG. Dann fallen drei Schüsse, ein 24-Jähriger wird lebensgefährlich verletzt. Die Tatwaffe war ein Sturmgewehr der Armee.

storybild

Aufruhr durch die Schüsse in Altstätten SG. (Bild: Leserreporter)

Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Drama im sanktgallischen Altstätten: Am Donnerstag um 20.45 Uhr fallen in einer Wohnung drei Schüsse. Ein 24-jähriger Mann bricht schwer verletzt zusammen. Kurz darauf wird der mutmassliche Schütze, der 31-jährige Wohnungsmieter, durch die Polizei überwältigt und festgenommen. Das Opfer wird mit der Rega ins Spital geflogen. Es schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Ein in der Nähe des Tatorts wohnender Leser weiss mehr: Ein Freund von ihm sei in der Kneipe gesessen, in der die weiteren beteiligten Personen nach dem Vorfall verhört worden seien. Dort habe er erfahren, dass dem Opfer dreimal in den Bauch geschossen worden sei. Der Grund sei eine «sinnlose Diskussion» gewesen, die plötzlich eskaliert sei. Die Beteiligten hätten gegenüber der Polizei beteuert, dass dies «nie so weit hätte kommen dürfen». Der Täter sei anscheinend psychisch angeschlagen gewesen und habe sein Opfer willkürlich gewählt.

Der mutmassliche Täter habe mit einem Sturmgewehr der Schweizer Armee auf den 24-Jährigen geschossen, wie Polizeisprecher Hans Peter Eugster bestätigt. Ob der Verdächtige zum Tatzeitunkt Militärdienst leistete, ist noch unklar. «Der Mann trug bei der Verhaftung Zivilkleider, keine Uniform», sagte Eugster.

Der mutmassliche Täter stand auf einer Liste von Personen, die noch im Besitz einer Dienstwaffe waren, obwohl sie mehrmals aufgefordert wurden, diese abzugeben. Dies sagte Armeesprecher Walter Frik gegenüber dem «St. Galler Tagblatt» und der Sendung «Schweiz aktuell» des Schweizer Fernsehens.

Über die Motive der Tat konnte Eugster am Freitagnachmittag noch nichts sagen. Die Untersuchungen seien im Gang.

(dwi/meg/sda)


Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Huber am 16.04.2012 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wer angreift ist selber...

    Schon komisch was man hier in diesem Forum alles lesen kann!!Und immer ist die "böse"Waffe schuld und nie die Person, die damit schiesst!Notabene Selbstverteidigung sollte immer vorbehalten werden, dann trifft es auch keine Unschuldigen!Oder darf ich mich erst wehren wenn ich tot bin?

  • B. Kerzenmacher am 15.04.2012 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Glücklicherweise

    ist der Erwerb und Besitz von Schusswaffen in der CH liberal gestaltet, ansonsten man selber und die bedrohte Familie widerwärtigen schwer kriminellen Drohungs- und Gewaltstraftäter gänzlich schutzlos ausgeliefert wäre. Ferner ist auch das Notwehrrecht eine wichtige und starke Stütze für Personen die Opfer schwer krimineller widerlicher Straftäter wurden. Mit dem liberalen Waffenrecht ermöglicht es Straftatenopfer ihre Integrität, Reputation und Unabhängigkeit vor Straftätern vollumfänglich zu schützen und die Sicherheit zu gewährleisten.

  • gürkli am 14.04.2012 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja hei nomal!

    Was um Himmels Willen muss denn noch alles passieren, bis endlich die Armeewaffen nicht mehr zu Hause aufbewahrt und nach der Dienstpflicht ohne wen. und aber abgegeben werden müssen??!!

  • hierstehtmeinname am 14.04.2012 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Militärpolizei

    "Er wurde schon mehrmals aufgefordert, seine Waffe abzugeben." Wieso schickt man nicht einfach die Militärpolizei zu ihm nach Hause?!

  • Steven Füllemann am 14.04.2012 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    anstatt bei einem richtigen streit mal fäuste zu verteilen greift man gleich zur waffe, solchen täter hat man zu verdanken das man es als sportschütze immer schwerer hat, da im nachhinein alle schreien ooh man sollte alle armeewaffen sofort sicher verschliessen.... Danke

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren