Frauenfeld

06. Oktober 2017 05:54; Akt: 06.10.2017 05:54 Print

Thurgauer Indiana Jones zeigt Schätze im Museum

Andreas Dragone ist der grösste Indiana-Jones-Fan der Schweiz. Ab Samstag wird ein Teil seiner Privatsammlung in Frauenfeld im Archäologischen Museum ausgestellt.

Andreas Dragone ist der grösste Indiana-Jones-Fan der Schweiz. (Video: 20M)
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Der heilige Gral, das Kreuz von Coronado oder die Bundeslade sind nur drei Gegenstände, die ein wahrer Fan der «Indiana Jones»-Filmreihe kennen muss. Andreas Dragone hat sie alle. Der 42-jährige Thurgauer sammelt seit seiner Kindheit Requisiten aus den «Indiana Jones»-Filmen. So wurde er allmählich zu Indiana Dragone, wie er sich selbst nennt. Heute sagt er mit Stolz: «Ich besitze eine der grössten Privatsammlungen, die in Europa existieren.»

Indiana Jones zu Gast in Thurgauer Museum

Sein Lieblingsstück ist das Goldene Idol. Indiana Jones sucht im Film «Jäger des verlorenen Schatzes» nach dieser kostbaren Figur. Es ist auch das erste Stück seiner grossen Sammlung. «Wie für Dagobert Duck seine erster verdienter Taler das Grösste ist, so ist es für mich das Goldene Idol», schwärmt Dragone.

In der Szene ist Dragone bekannt. Er ist etwa eng mit Michele Gammino befreundet, dem Synchronsprecher von «Indiana Jones»-Darsteller Harrison Ford.

Nie ohne Hut

In seiner Freizeit kleidet sich Dragone stets wie sein Idol mit Hut und Lederjacke. Sogar die Peitsche gehört zu seinem Inventar. Seine Frau hingegen teilt Dragones Leidenschaft nicht wirklich:«Ich habe noch nie einen Indiana-Jones-Film gesehen», so die 45-Jährige.

Seit 2014 ist Dragone Botschafter der Organisation Kindernothilfe Schweiz. Diese schützt genau wie Dragones Vorbild Indiana Jones Kinder in Indien vor Unterdrückung und Sklaverei.

Idee hatte Dragones Frau

Ein Teil seiner stattlichen Sammlung wird nun ab Samstag im Archäologischen Museum in Frauenfeld ausgestellt. Darunter befinden sich auch einige Original-Requisiten aus den Filmen. «Ich wollte meine Sachen schon immer in einem Museum präsentieren», erzählt Dragone. Auf die Idee gebracht habe ihn seine Frau. Doch was sie eigentlich als Scherz meinte, nahm Dragone ernst und setzte sich mit Urs Leuzinger in Verbindung, dem Leiter des Archäologischen Museums in Frauenfeld.

Leuzinger erhielt eine Einladung von Dragone an die Fantasy Basel, wo Dragone im Sommer 2016 ausstellte. «Als ich ihn da besuchte, war ich ein wenig frustriert», so der Museumsleiter: An einem Wochenende hatte Dragones Ausstellung doppelt so viele Besucher wie sein Museum in zwei Jahren. Leuzinger realisierte: «Die Ausstellung bietet die ideale Möglichkeit, die Archäologie auf eine attraktive Art der Bevölkerung zu vermitteln.»

Die Ausstellung, die ganz unter dem Motto «That belongs in a museum» steht, läuft bis Januar 2018.

(lad)

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