Openair St. Gallen

03. Juli 2017 17:24; Akt: 03.07.2017 19:04 Print

Nur 200 Tonnen Müll und weniger Zelte hinterlassen

Das OASG 2017 ist Geschichte. Was die Veranstalter freut: Die Abfallsituation ist nochmals leicht besser geworden als in den Vorjahren.

Die Organisatoren des Openair St. Gallen sind zufrieden mit der Abfallsituation der diesjährigen Ausgabe. (Video: air)
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«Ungefähr 200 Tonnen Abfall blieben auf dem Gelände liegen», so Mica Frei, Bauleiter des Openair St. Gallen. Was zunächst nach einer enormen Zahl klingt, ist in Relation gesetzt nur noch Mittelmass. «Wir liegen damit im Schweizer Durchschnitt des produzierten Abfalls pro Person», sagt Frei. Die 200 Tonnen Abfall werden am Montag und Dienstag von rund 300 Schülerinnen und Schülern getrennt und weggeräumt. «Der Schlamm wird in den nächsten vier oder fünf Wochen, je nach Wetter, vollständig verschwinden», so Frei. Dann könne der Bauer die Wiese wieder benutzen und mähen.

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Noch mehr Zelte wurden zurückgegeben

Zufrieden kann das OK auch mit den Becherrückgaben sein. «Herumliegende Becher sind seit Einführung des Becherpfands kein Problem mehr, über 90 Prozent wurden dieses Jahr zurückgegeben», sagt Frei. Zudem sei auch die Zeltplakette dieses Jahr wieder ein Erfolg gewesen. 2016 wurden 87 Prozent der Zelte mitgenommen: «Diese Zahl konnten wir dieses Jahr noch auf rund 89 Prozent verbessern», so Frei. Rund 1000 Zelte seien liegengeblieben.

Zusätzlich wurde dieses Jahr vor dem Ausgang eine Mulde bereitgestellt, in der die Zelte und Pavillons entsorgt werden konnten. Die meisten wurden dann auch gleich nach Einlösung des Zeltdepots von 20 Franken weggeworfen. «Ich kann die Leute verstehen. Die Stangen der Pavillons kann man einmal zusammensetzen, nachher lottern sie», sagt Cyrill Stadler, Vizepräsident des Openairs St. Gallen. Die Schuld daran müsse man eher den Herstellern als den Festivalbesuchern zuschieben.

Schlamm am Bahnhof innert Stunden weg

Am Bahnhof St. Gallen stand Personal mit Hochdruckreinigern bereit, bei denen die Festivalbesucher ihre verschlammten Stiefel abspritzen lassen konnten. «Natürlich ging aber nicht alles weg und so sammelte sich auch in der Unterführung und den Zügen noch reichlich Schlamm», sagt Reto Schärli, Sprecher der SBB. So seien auch noch acht Personen aufgeboten worden, die in den Zügen putzten. «Das Personal arbeitete bis in die späten Nachtstunden», so Schärli. Schon am nächsten Morgen erwartete die Pendler ein sauber geputzter Bahnhof. Dass noch tags zuvor zehntausende von verschlammten Festivalbesuchern hier durchgegangen waren, war nicht mehr zu erkennen.

(air)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Monika Sutter am 03.07.2017 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Verlogene Konsumgesellschaft

    Ich bin entsetzt über diese Wegwerfmentalität und diesen Konsumwahn. Aber ich bin sicher: All jene, die diesen Güsel verursacht und ihn gedankenlos oder berechnend liegen gelassen haben, ernähren sich vegan und machen sich Sorgen um das Weltklima.

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  • markus am 03.07.2017 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gesoffen

    sorry, ich komme mal mit früher war alles besser. wir haben iedes jahr ein famielienzelt mitgenommen und es wieder nach hause genommen, haben würste gegrillt unser abfall in säcke gefüllt so das unser platz am ende sauber wahr. und glaubt mir gekifft und gesoffen haben wir trotzdem.

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  • Tina Stettler am 03.07.2017 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer noch viel zu viel Müll

    Können die Veranstalter dieses Problem nicht anders lösen, mit 200 Tonnen Müll kann man doch nicht zufrieden sein!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Andy Sch am 19.07.2017 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosse Probleme

    Jedes Jahr dasselbe Theater. Missgunst, Neid und Vorwürfe... 1 x pro Jahr gibt es diese Grossanlässe, mit zig tausend Leuten. Wir sind eine Wegwerfgesellschaft, und dies ist doch weniger die Schuld der heutigen Jugend. Es müssten z.B. am Eingang pro Festival eine Abfallgebühr erhoben werden ( bis 100.-), die dann für Entsorgungen von grösseren Sachen eingesetzt werden können. Einerseits ist dies kein zu grosser Betrag, und könnte allenfalls an das Bewusstsein jedes Einzelnen appellieren, nicht alles liegenzulassen. Und zu guter Schluss: Leben und leben lassen

  • Flo am 05.07.2017 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig...

    Das sind immer noch 200 Tonnen Müll zuviel. Eine derartige Umweltverschmutzung ist skandalös! Ich verstehe nicht, wie man mit sowas zufrieden sein kann.

  • Broetli am 05.07.2017 00:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also lediglich 2kg pro Person

    Sprich genau so viel wie im "normalen" Leben.

    • Würstli am 05.07.2017 01:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Broetli

      Danke Sherlock. steht ja so im Bericht.

    • Flo am 05.07.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Broetli

      Das Ziel muss sein, kein Müll zu produzieren. 2 kg ist weit zu viel. Wie lebst du denn, wenn du soviel Abfall hinterlässt?!

    • Fritzi am 05.07.2017 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Flo

      Na, dann erfinden Sie doch mal essbare Flaschen, Becher, Zelte und Pellerinen. Und schon ist das Problem gelöst.

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  • Gusti am 04.07.2017 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    2kg pro Besucher?

    Nun ich denke nicht viel, aber einfach liegen lassen? oder ist bei den 200 Tonnen der Abfall in den Eimern dabei?

  • Vreni am 04.07.2017 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Neues System wäre nötig

    wie wäre es Müllsäcke beim Einlass zu verkaufen für 10.- Depot oder so. Wer den Sack beim Verlassen gefüllt zurück bringt bekommt sein Geld zurück. So würden viele Jugendliche angeregt werden ihren Müll selbst zu entsorgen.

    • rike am 05.07.2017 20:05 Report Diesen Beitrag melden

      Vreni

      die beste Idee die ich je gehört habe!!! Das sollte man an jeder Veranstaltung so handhaben!!! Einfach genial!!!!! Man muss die Leute nur richtig erziehen!

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